Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltkorallenriffkonferenz ICRS 2020 lädt zum Fotowettbewerb ein

02.12.2019

"Bunte Vielfalt, weißer Tod – was uns Farben über Korallenriffe verraten“ – das ist das Motto eines Fotowettbewerbs, zu dem die Bremer Organisatorinnen und Organisatoren anlässlich der nächsten Weltkorallenriffkonferenz einladen. Die Veranstaltung mit rund 2.500 Teilnehmenden findet im Juli 2020 erstmals in Bremen und Europa statt. Organisiert wird sie von der Universität Bremen. Einsendeschluss für die Fotos ist der 29. Februar 2020.

Das Internationale Korallenriff Symposium (ICRS) ist mit Abstand die wichtigste Weltkonferenz, die sich mit den Ökosystemen der Korallenriffe beschäftigen.


Was uns Farben und Forschung über Korallenriffe verraten – die Weltkorallenriffkonferenz ICRS 2020 ruft zu einem Fotowettbewerb auf.

Copyright: Paul Selvaggio/SECORE International/H. Krimmer ICRS 2020

Seit 1967 treffen sich alle vier Jahre Personen aus Wissenschaft, Küstenmanagement, Umweltschutz und Politik und stellen ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor.

Das 14. ICRS findet vom 5. bis 10. Juli 2020 in Bremen statt – und damit das erste Mal überhaupt in Europa. Es werden mehr als 2.500 Teilnehmende erwartet. „Dieser Konferenz kommt eine ganz besondere Bedeutung zu“, sagt Professor Christian Wild von der Universität Bremen, der die Veranstaltung mit seinem Team organisiert.

„Denn wir befinden uns in einer weltweiten Korallenriffkrise und die Existenz dieser Ökosysteme ist bedroht.“ Ursachen sind vor allem der Klimawandel, die Überfischung und Verschmutzung der Meere.

Fotowettbewerb soll Schönheit, Bedrohung und Forschung visualisieren

Nicht nur Forschungsergebnisse können ein Bild der aktuellen Situation vermitteln, sondern auch eindrucksvolle Fotografien. „Der ICRS 2020 lädt deshalb dazu ein, uns zu helfen eine visuelle Bestandsaufnahme der Korallenriffe der Welt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagt Professor Christian Wild.

Alle Interessierten können am Wettbewerb teilnehmen. Die besten Arbeiten werden vom 26. Juni bis 27. August 2020 in einer Ausstellung im Haus der Wissenschaft in Bremen gezeigt.

Für die Siegerinnen und Sieger gibt es neben der Teilnahme an der Ausstellung auch attraktive Preise zu gewinnen.

Im Rahmen des Wettbewerbs gibt es mehrere Kategorien bzw. Themen, zu denen Fotoarbeiten eingereicht werden können:

Kategorie 1 / Schönheit: Bunte Vielfalt – die Welt der Farben
Korallenriffe sind das artenreichste Ökosystem der Ozeane. Sie bedecken nur 0,2 Prozent der Ozeanfläche. Doch in ihnen leben mehr als ein Drittel aller Fische und wirbellosen Tiere der Ozeane. Diese große Artenvielfalt findet ihren ästhetischen Ausdruck in einer unglaublichen Formen- und Farbenvielfalt. Die Bilder und Filme aus diesem einzigartigen Ökosystem faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Artenvielfalt wird in diesem Ökosystem sichtbar und erlebbar und macht Korallenriffe einzigartig unter allen Ökosystemen der Erde.

Kategorie 2 / Bedrohungen: Welt ohne Farben
Die bunten Korallenriffe voller Leben werden immer seltener. Farblose graue und grünbraune Geröllhaufen kommen immer häufiger vor. Globale Ursachen, wie der durch den Klimawandel verursachte Temperaturanstieg in den Meeren, zwingen Korallen dazu ihre Symbiosealgen auszustoßen. Sie bleichen aus und werden weiß. Ihre ursprüngliche Farbe geht verloren. Dauert die Hitzeperiode zu lang, sterben sie. Das Weiß wird zu Grau und wenn die Algen die Herrschaft übernehmen, kippt das Farbenspektrum ins Braungrüne. Auch die große Anzahl der bunten Rifffische ist verschwunden. Lokale Ursachen wie Überfischung und Verschmutzung führen ebenso zum Tod der Riffe.. Sedimente und Gifte legen einen farblosen, alles erstickenden Schleier über das Riff. Nährstoffe aus der Landwirtschaft verschieben das Gleichgewicht zu den Algen. Die Vielfalt der Arten im Riff steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Vielfalt der Korallenarten. Sterben die Korallen, sterben auch alle Tiere, die von ihnen abhängen.

Kategorie 3 / Forschung: Wie sieht die tägliche Arbeit der Meeresbiologen aus?
Viele Vorgänge in den Korallenriffen müssen noch erforscht werden. Weder kennt man alle Arten und ihr Verhalten, noch alle Wirkstoffe, die möglicherweise für Medikamente interessant sein könnten. Und was sind die besten Lösungen, um Korallenriffe zu schützen? Die Forschung kann helfen, die Bedeutung der Riffe zu erkennen und ihre Farbenpracht und Vielfalt zu erhalten. Neue bildgebende Verfahren, wie die Hyperspektralfotografie, zeigen die Bewohner der Riffe auf eine Art und Weise, wie man sie mit bloßem Auge niemals wahrnehmen könnte. Fluoreszenz offenbart uns Korallen in einem ganz anderen Licht. Forschungsalltag im Korallenriff oder Labor fotografisch in Szene gesetzt, ist das Thema dieser Kategorie.
Wettbewerbskonditionen:

Teilnehmende können maximal drei Bilder einreichen. Die Bildgröße muss mindestens 3.000 x 4.000 Pixel betragen. Einsendungen sollen bitte an folgende E-Mail-Adresse gehen, die maximale Gesamtgröße beträgt pro E-Mail 10 MB: photocompetition@icrs2020.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

ICRS 2020
Konferenz Sekretariat
Marine Ökologie
Universität Bremen
Heinz Krimmer
E-Mail: photocompetition@icrs2020.de

Weitere Informationen:

http://www.icrs2020.de/program/photographic-competition/

http://www.uni-bremen.de

Meike Mossig | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020
21.02.2020 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen
19.02.2020 | Technische Universität Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics