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Weltforum der Ressourcenuniversitäten im norwegischen Trondheim

28.10.2013
Vom 10.-12. November erstes reguläres Treffen der im Juni 2012 in Freiberg gegründeten internationalen Organisation, die das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung entlang der gesamten Rohstoffwertschöpfungskette in Forschung und Ausbildung implementieren will

- Über 90 Universitäten beraten über gemeinsame Inhalte in der Ausbildung von Fachkräften der Ressourcenwirtschaft

- Präsident des Weltforums Prof. Bernd Meyer: „Der nachhaltige Umgang mit dem System Erde ist eine internationale Herausforderung. Ein neues Rohstoffbewusstsein entsteht nur über Bildung.“

Nach der Gründung des Weltforums der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit (WFURS) im Juni vergangenen Jahres im sächsischen Freiberg kommen vom 10.-12. November 2013 die Mitgliederuniversitäten zu ihrer ersten regulären Konferenz im norwegischen Trondheim zusammen. Hierbei sollen Statuten und eine Satzung des Weltforums beschlossen und sich über Inhalte verständigt werden, nach denen die weltweit über 90 Hochschulen aus 52 Ländern ihre Studenten für die Ressourcen- und Rohstoffwirtschaft ausbilden wollen.

Das Ziel des Weltforums der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit ist die weltweite Umsetzung des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung in Forschung und Ausbildung an den Hochschulen entlang der gesamten Rohstoffwertschöpfungskette – also von der Erkundung über die Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung bis zum Recycling.

Darüber hinaus will es ein neues Rohstoffbewusstsein in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik schaffen: „Die Hochschulen sind die Kaderschmieden für die zukünftigen Fach- und Führungskräfte in diesem Bereich. Daher wollen wir gemeinsame Ausbildungsstandards etablieren, die Nachhaltigkeit bei den Rohstoffen vermitteln, also mehr Effizienz, Vermeidung, Ersatz und Recycling“, so Prof. Bernd Meyer, Rektor der TU Bergakademie Freiberg und amtierender Präsident des Weltforums.

Das WFURS versteht sich hierbei als Plattform: Die Mitgliedsuniversitäten wollen sowohl in Wissenschaft und Technik kooperieren als auch einen kontinuierlichen Informationsaustausch von Lehrinhalten für die Entwicklung eines nachhaltigen Bergbaus und Umweltschutzes untereinander sicherstellen. Dabei sollen Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften die Montanwissenschaften ergänzen und Technologien in ein soziales Umfeld eingebettet werden, so der interdisziplinäre Ansatz.

Infolge der weltweiten Zusammenarbeit in den Wissenschaftsbereichen Bergbau und Ressourcentechnologie wurde im Juni 2012 im Rahmen einer Konferenz an der TU Bergakademie Freiberg eine ständige internationale Organisation mit der Bezeichnung Weltforum der Ressourcenuniversitäten für Nachhaltigkeit gegründet. Die Initiative für dieses Weltforum ging dabei von der Bergbau-Universität St. Petersburg und der TU Bergakademie Freiberg aus. Um die Zusammenarbeit auf ein solides Fundament zu stellen, haben die Mitglieder des internationalen Organisationskomitees des WFURS – über 90 Institutionen und Ressourcenuniversitäten aus 52 Ländern, beschlossen, sich auf der ersten regulären Konferenz gemeinsame Statuten und eine Satzung zu geben.

An der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen, der deutschen Ressourcenuniversität, wird in den vier Themengebieten Geo, Material, Energie und Umwelt für eine nachhaltige und effiziente Stoff- und Energiewirtschaft gelehrt und geforscht. Die Universität feiert im Jahr 2015 ihr 250jähriges Jubiläum.

Bastian Fermer | idw
Weitere Informationen:
http://www.worldforum-sustainability.org

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