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Von Kreuzfahrten, Wasser und der Chemie

10.04.2018

Tagung „Wasser 2018“ mit öffentlichem Abendvortrag und Preisverleihungen

Vom 7. bis 9. Mai findet in Papenburg die Tagung „Wasser 2018“ statt. Veranstalter ist die Wasserchemische Gesellschaft, eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Rund 300 Chemikerinnen und Chemiker kommen im „Venedig des Nordens“ zusammen, um über aktuelle Fragen zum Wasser zu diskutieren.


Neben dem wissenschaftlichen Programm werden außerdem vier Preise verliehen: der Willy-Hager-Preis, zwei Promotionspreise sowie die Ehrennadel der Fachgruppe. Am ersten Tagungsabend thematisiert ein öffentlicher Abendvortrag die Umweltauswirkungen von Kreuzfahrtschiffen.

In Papenburg setzen sich die Wasserchemiker mit aktueller Forschung rund um Abwasser, Trinkwasser, Nanopartikel und Mikroplastik, Wasseraufbereitung und Spurenstoffe auseinander. Aber auch Themen mit regionalem Bezug stehen auf der Agenda. So gibt es neben Vorträgen zur Meereschemie in diesem Jahr auch das Spezialthema „Flussgebietmanagement Ems“.

Denn die Überführung der imposanten Kreuzfahrtschiffe, die in der ortsansässigen Meyer Werft gebaut werden, lockt jedes Mal zahlreiche Schaulustige an. Die komplexen Prozesse im Hintergrund sowie Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen Zustands der unteren Ems werden Gegenstand der Session sein.

Die Umweltauswirkungen von Kreuzfahrtschiffen wird Fritz Hertel vom Umweltbundesamt im öffentlichen Abendvortrag am 7. Mai vorstellen. Denn was Passagiere oft nicht sehen: Kreuzfahrtschiffe können die Umwelt erheblich belasten. Neben Emissionen wie Kohlendioxid, Stickoxiden und Rußpartikeln geht es unter anderem um Wasserverschmutzung und die Störung von Meeressäugern durch den Schiffslärm.

Anhand des schiffsgestützten Tourismus mit sogenannten Expeditionskreuzfahrtschiffen in den Polarregionen zeigt Hertel, was unternommen wird, um solche Umweltauswirkungen zu minimieren und was weiterhin zu tun ist. Der Eintritt zum Abendvortrag ist für alle Interessierten frei, auch wenn sie nicht an der Tagung teilnehmen. Der Vortrag findet um 19:45 Uhr im Saal 1 des Hotels „Alte Werft“ statt.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 7. Mai erhält Dr.-Ing. Eduard Rott, Universität Stuttgart, den mit 6.000 Euro dotierten Willy-Hager-Preis der gleichnamigen Stiftung für seine Arbeit „Untersuchungen zur Elimination von Phosphor aus phosphonathaltigen Industrieabwässern". Mit einem Promotionspreis – gefördert von der Walter-Kölle-Stiftung – werden Dr. Kevin Jewell, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz, und Dr. Stefan Bieber, Technische Universität München, ausgezeichnet.

Jewell überzeugte die Jury mit seiner Forschung zu Transformationsprozessen während der biologischen Abwasserreinigung, Bieber mit seiner Arbeit zu internationalen Managementstrategien für organische Spurenstoffe in Gewässern. Schließlich erhält Kurt Böhm, Leiter des Rechnungswesens der GDCh-Geschäftsstelle, für sein Engagement und die sehr erfolgreiche Begleitung der Wasserchemischen Gesellschaft die Ehrennadel der Fachgruppe.

Das Programm und weitere Informationen zur Tagung unter http://www.gdch.de/wasser2018.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen, darunter die Wasserchemische Gesellschaft, 1926 als "Fachgruppe für Wasserchemie" im Verein Deutscher Chemiker gegründet. 1948 erfolgte die Neugründung als "Fachgruppe Wasserchemie" in der GDCh, seit 2000 heißt sie "Wasserchemische Gesellschaft – Fachgruppe in der GDCh". Ihre über 950 Mitglieder setzen sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und Reinigung sowie die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung des Wassers ein. Mehr Informationen unter: http://www.wasserchemische-gesellschaft.de.

Dr. Karin J. Schmitz | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/

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