Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie viel Sport tut Krebspatienten gut?

28.10.2010
Internationaler Kongress „Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010“ am 15. /16. November 2010 in Heidelberg

Vom 15. bis 16. November 2010 wird Heidelberg zum Treffpunkt internationaler Forscher auf dem Gebiet Sport, Ernährung und Krebs. Veranstaltet wird der Kongress „Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010“ vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, einer gemeinsamen Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sowie des Universitätsklinikums Heidelberg.

War bis vor ein paar Jahren Sport während der Krebsbehandlung ein Tabu, leiteten epidemiologische Forschungsergebnisse nun einen Paradigmenwechsel ein. Ausgehend von Studien, die zeigen konnten, dass ein körperlich aktiver und gesunder Lebensstil vor einer Krebserkrankung schützen kann, untersuchen Forscher nun, welchen Effekt Sport und Bewegung - auch mit Blick auf Energiebilanz und Körpergewicht - bei Krebspatienten vor, während und unmittelbar nach der medizinischen Behandlung haben.

„Mittlerweile vermuten wir, dass Sport und Bewegung nach einer Krebstherapie wesentliche Faktoren für das Überleben sein können. Das zeigen beobachtende epidemiologische Studien. Aber auch Sportprogramme für Patienten, die während ihrer Behandlung unter ärztlicher Kontrolle trainieren, liefern erste positive Resultate“, fasst Professor Cornelia Ulrich, Direktorin am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg sowie Abteilungsleiterin am DKFZ, die aktuelle Studienlage zusammen. „Die Menschen fühlen sich insgesamt besser, sind leistungsfähiger und leiden weniger unter Nebenwirkungen. Es gibt allerdings noch sehr viel Forschungsbedarf.“ Ihre Abteilung Präventive Onkologie erforscht unter anderem die Themen Sport, Übergewicht und Krebs, denen sie als Organisatorin mit diesem ersten international ausgerichteten deutschen Kongress eine neue Gewichtung geben möchte.

Hochrangige internationale und nationale Experten werden in Heidelberg erwartet. So wird Professor Jeffrey Meyerhardt vom Dana-Farber-Cancer Institute in Boston über seine Studien im Bereich Darmkrebs und körperliche Aktivität berichten. Professor Melinda Irwin von der Yale School of Medicine erforscht, wie sich Bewegung auf die Entstehung und Prognose von Brustkrebs auswirkt. Professor Rudolf Kaaks, Epidemiologe am DKFZ in Heidelberg, wird Erkenntnisse über den Zusammenhang von Übergewicht, Metabolischem Syndrom, Hormonen und Krebsentwicklung vorstellen. Professor Fernando Dimeo erforscht an der Charité in Berlin die Auswirkung von Sport bei Blutkrebspatienten, die während einer Stammzelltransplantation ihre Ausdauer gezielt trainieren.

Auch wenn die Auswirkung von Bewegung und Sport auf den Verlauf einer Krebserkrankung grundsätzlich positiv eingeschätzt wird, sind noch viele Punkte offen. „Besonders interessiert uns die Frage: Welche Art von Training ist in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt am besten für die Patienten geeignet?“, berichtet Privat-Dozentin Dr. Karen Steindorf als Mitorganisatorin des Kongresses und Leiterin verschiedener Studien im Bereich körperliche Aktivität und Krebs am DKFZ. „Wir raten dringend davon ab, sich während einer Krebsbehandlung zu überfordern. Deshalb lassen wir unsere Patienten im Regelfall im Rahmen von wissenschaftlichen Studien am NCT ausschließlich unter speziell geschulter Anleitung trainieren.“

Weitere Themen des Kongressprogramms lauten:
Welchen Einfluss hat Sport auf biologische Vorgänge im Körper, die an der Krebsentstehung beteiligt sind, wie zum Beispiel das Immunsystem, Entzündungsprozesse oder DNA-Reparaturmechanismen? Wie beeinflussen Bewegung und Übergewicht die Entstehung verschiedener Krebsarten? Muss es spezielle Trainingsprogramme für unterschiedliche Krebserkrankungen geben? Wie wirkt sich Sport auf die Psyche und das soziale Leben aus?

Der Kongress „Exercise, Energy Balance and Cancer EEBC 2010“ bietet Ärzten, Wissenschaftlern und darüber hinaus allen Berufsgruppen, die an der Behandlung von Krebspatienten beteiligt sind, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und geplante Studien. Die Kongresssprache ist Englisch.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an dem Kongress teilzunehmen!

Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg:
Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Universitätsklinikums Heidelberg, der Thoraxklinik Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe. Ziel des NCT ist die Verknüpfung von vielversprechenden Ansätzen aus der Krebsforschung mit der Versorgung der Patienten von der Diagnose über die Behandlung, die Nachsorge sowie der Prävention. Die interdisziplinäre Tumorambulanz ist das Herzstück des NCT. Hier profitieren die Patienten von einem individuellen Therapieplan, den fachübergreifende Expertenrunden, die sogenannten Tumorboards, zeitnah erstellen. Die Teilnahme an klinischen Studien eröffnet den Zugang zu innovativen Therapien. Das NCT ist somit eine richtungsweisende Plattform zur Übertragung neuer Forschungsergebnisse aus dem Labor in die Klinik.

Kontaktdaten:

Dr. Joachim Wiskemann (Koordination Sport und Krebs)
Präventive Onkologie (G110)
Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Telefon: 06221 56-5904
Telefax: 06221 56-5231
E-Mail: joachim.wiskemann@nct-heidelberg.de
Ansprechpartner für die Presse:
Alenka Tschischka
NCT
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Im Neuenheimer Feld 460
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221-42-2254
Fax: +49 6221-42-2968
E-Mail: Alenka.Tschischka@nct-heidelberg.de
http://www.nct-heidelberg.de
Universitätsklinikums Heidelberg
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 / 56 45 36
Fax: +49 6221 / 56 45 44
E-Mail: Annette.Tuffs@med.uni-heidelberg.de
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Stefanie Seltmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280 69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
E-Mail: S.Seltmann@dkfz.de

Alenka Tschischka | idw
Weitere Informationen:
http://www.eebc2010.com
http://www.dkfz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Im Focus: Magnetic vortices: Two independent magnetic skyrmion phases discovered in a single material

For the first time a team of researchers have discovered two different phases of magnetic skyrmions in a single material. Physicists of the Technical Universities of Munich and Dresden and the University of Cologne can now better study and understand the properties of these magnetic structures, which are important for both basic research and applications.

Whirlpools are an everyday experience in a bath tub: When the water is drained a circular vortex is formed. Typically, such whirls are rather stable. Similar...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinelles Lernen: Neue Methode ermöglicht genaue Extrapolation

13.07.2018 | Informationstechnologie

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt innovative Zinklamellenbeschichtung

13.07.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics