Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urbanisierung und Landflucht - Herausforderungen für die Entwicklung ländlicher Räume in Osteuropa

12.01.2016

Fachpodium auf dem Global Forum for Food and Agriculture am 14. Januar 2016

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2016 richtet das IAMO in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) am 14. Januar 2016 auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin ein agrarpolitisches Fachpodium aus.


Lebensmittelbetrieb in Russland

Foto: Swetlana Renner

Auf der Veranstaltung „Urbanisierung, Migration und Strukturwandel – Herausforderungen und Strategien für den Agrarsektor Osteuropas“ werden Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft darüber diskutieren, wie mit den anstehenden Herausforderungen hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung wachsender Städte bei gleichzeitiger Landflucht aus ländlichen Regionen Osteuropas umgegangen werden kann.

Gegenwärtig besteht die Rolle des russischen Landwirtschaftssektors vor allem in der Zulieferung günstiger Agrarrohstoffe, die nicht vor Ort veredelt werden. Eine regionale oder lokale Verarbeitung kann jedoch zusätzliche Einkommen für landwirtschaftliche Betriebe ermöglichen, die Beschäftigungssituation vor Ort verbessern, die Attraktivität des Agrarsektors und agrarwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten erhöhen.

Des Weiteren können Investitionen in die Ansiedlung und Weiterbildung von Arbeitskräften entlang agrarwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten sowie die zielgerichtete Unterstützung durch Initiativen vor Ort helfen, qualifizierte Arbeitskräfte neu zu gewinnen und die unterentwickelten Räume Osteuropas attraktiver zu gestalten. Vor diesem Hintergrund werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachpodiums über die Perspektiven solcher Veränderungen und die dafür erforderlichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen diskutieren.

IAMO-Direktor Prof. Dr. Thomas Glauben und Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), werden in ihren Eröffnungsansprachen die allgemeine Problematik und damit verbundene Fragestellungen hinsichtlich der Entwicklungspotenziale ländlicher Räume in Osteuropa erläutern.

In der anschließenden Podiumsdiskussion werden Ivonne Julitta Bollow, Leiterin Eastern Europe und International Affairs der Metro Group, und Aleksey Kiryanov, Inhaber des Wurstwarenbetriebes „IP Kiryanov“ in Russland, insbesondere über ihre Praxiserfahrungen und den Stellenwert regionaler und lokaler Produkte in Russland berichten.

Eine Einschätzung der offiziellen Politik zur Förderung des ländlichen Raumes wird Prof. Dr. Martin Petrick, Stellvertretender Leiter der Abteilung Agrarpolitik des IAMO, darlegen. Des Weiteren wird er aus wissenschaftlicher Sicht erörtern, wie sich die russische Agrarwirtschaft in den letzten Jahren verändert hat und welche Entwicklungen zukünftig zu erwarten sind.

Mit dem Phänomen der Landflucht und dem Problem des sinkenden Nachwuchses im russischen Agrarsektor werden sich Kerstin Müller, Programmleiterin Russland bei APOLLO e.V., und Dr. Raimund Jehle, Programmverantwortlicher des Regionalbüros der FAO für Europa und Zentralasien, auseinandersetzen. Moderiert wird das Fachpodium von Dr. Franz-Georg von Busse, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA).

Das Fachpodium findet am 14. Januar 2016 von 15.30 bis 17.30 Uhr im CityCube Berlin (Ebene 3, Raum M2/M3) statt. Es wird eine Simultanübersetzung in die deutsche, englische und russische Sprache angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte Medienvertreterinnen und Medienvertreter können sich für die Veranstaltung noch bis zum 13. Januar 2016 unter presse@iamo.de anmelden.

Darüber hinaus präsentiert sich das IAMO am 16. Januar 2016 in der Zeit von 9 bis 15 Uhr im CityCube Berlin auf der GFFA-Kooperationsbörse (Ebene 1, Halle A8). Am Informationsstand des IAMO können Sie mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts ins Gespräch kommen und sich über die aktuellen Forschungstätigkeiten informieren.


Über das IAMO

Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) widmet sich der Analyse von wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungsprozessen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie in den ländlichen Räumen. Sein Untersuchungsgebiet erstreckt sich von der sich erweiternden EU über die Transformationsregionen Mittel-, Ost- und Südosteuropas bis nach Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Darüber hinaus untersucht es die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Agrar- und Ernährungssektor sowie die Lebensumstände der ländlichen Bevölkerung. Für deren Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.

Kontakt am IAMO

Daniela Schimming
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 345 2928-330
Fax: +49 345 2928-499
presse@iamo.de
www.iamo.de

Über den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und die Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist als gemeinsames Organ der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zentraler Ansprechpartner deutscher Unternehmen für die Märkte Russland, Belarus, Ukraine, Zentralasien, Süd-Kaukasus und Südosteuropa. Er begleitet wichtige wirtschaftspolitische Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen mit diesen Ländern und fördert Handel, Investitionen und Dienstleistungstransfers deutscher Unternehmen in der Region.

In der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft / German Agribusiness Alliance engagieren sich führende deutsche Fachverbände und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für die Kooperation mit Transformations- sowie Schwellen- und Entwicklungsländern im Agrar- und Ernährungssektor. Ziel der Arbeitsgruppe Agrarwirtschaft ist es, die Entwicklung der Landwirtschaft, Fischerei und Verarbeitungsindustrie in den Partnerländern im Sinne einer Modernisierungspartnerschaft durch die Bereitstellung von Know-how und modernen Betriebs- und Investitionsmitteln, die Förderung der Handelsbeziehungen sowie durch Direktinvestitionen aktiv zu unterstützen.

Kontakt beim Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft

Dr. Per Brodersen
Geschäftsführung AG Agrarwirtschaft
Tel.: +49 30 206167-124
Fax: +49 30 2028-2569
p.brodersen@bdi.eu
www.ost-ausschuss.de

Daniela Schimming | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. Tagung Kraftwerk Batterie - Advanced Battery Power Conference am 24-25. März 2020 in Münster/Germany
16.01.2020 | Haus der Technik e.V.

nachricht Leben auf dem Mars: Woher kommt das Methan?
16.01.2020 | Technische Universität Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Miniatur-Doppelverglasung: Wärmeisolierendes und gleichzeitig wärmeleitendes Material entwickelt

Styropor oder Kupfer – beide Materialien weisen stark unterschiedliche Eigenschaften auf, was ihre Fähigkeit betrifft, Wärme zu leiten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz und der Universität Bayreuth haben nun gemeinsam ein neuartiges, extrem dünnes und transparentes Material entwickelt und charakterisiert, welches richtungsabhängig unterschiedliche Wärmeleiteigenschaften aufweist. Während es in einer Richtung extrem gut Wärme leiten kann, zeigt es in der anderen Richtung gute Wärmeisolation.

Wärmeisolation und Wärmeleitung spielen in unserem Alltag eine entscheidende Rolle – angefangen von Computerprozessoren, bei denen es wichtig ist, Wärme...

Im Focus: Miniature double glazing: Material developed which is heat-insulating and heat-conducting at the same time

Styrofoam or copper - both materials have very different properties with regard to their ability to conduct heat. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz and the University of Bayreuth have now jointly developed and characterized a novel, extremely thin and transparent material that has different thermal conduction properties depending on the direction. While it can conduct heat extremely well in one direction, it shows good thermal insulation in the other direction.

Thermal insulation and thermal conduction play a crucial role in our everyday lives - from computer processors, where it is important to dissipate heat as...

Im Focus: Fraunhofer IAF errichtet ein Applikationslabor für Quantensensorik

Um den Transfer von Forschungsentwicklungen aus dem Bereich der Quantensensorik in industrielle Anwendungen voranzubringen, entsteht am Fraunhofer IAF ein Applikationslabor. Damit sollen interessierte Unternehmen und insbesondere regionale KMU sowie Start-ups die Möglichkeit erhalten, das Innovationspotenzial von Quantensensoren für ihre spezifischen Anforderungen zu evaluieren. Sowohl das Land Baden-Württemberg als auch die Fraunhofer-Gesellschaft fördern das auf vier Jahre angelegte Vorhaben mit jeweils einer Million Euro.

Das Applikationslabor wird im Rahmen des Fraunhofer-Leitprojekts »QMag«, kurz für Quantenmagnetometrie, errichtet. In dem Projekt entwickeln Forschende von...

Im Focus: Fraunhofer IAF establishes an application laboratory for quantum sensors

In order to advance the transfer of research developments from the field of quantum sensor technology into industrial applications, an application laboratory is being established at Fraunhofer IAF. This will enable interested companies and especially regional SMEs and start-ups to evaluate the innovation potential of quantum sensors for their specific requirements. Both the state of Baden-Württemberg and the Fraunhofer-Gesellschaft are supporting the four-year project with one million euros each.

The application laboratory is being set up as part of the Fraunhofer lighthouse project »QMag«, short for quantum magnetometry. In this project, researchers...

Im Focus: Wie Zellen ihr Skelett bilden

Wissenschaftler erforschen die Entstehung sogenannter Mikrotubuli

Zellen benötigen für viele wichtige Prozesse wie Zellteilung und zelluläre Transportvorgänge strukturgebende Filamente, sogenannte Mikrotubuli.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Tagung Kraftwerk Batterie - Advanced Battery Power Conference am 24-25. März 2020 in Münster/Germany

16.01.2020 | Veranstaltungen

Leben auf dem Mars: Woher kommt das Methan?

16.01.2020 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2020

16.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Chemiker lassen Bor-Atome wandern

17.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Infektiöse Proteine bei Alzheimer

17.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Miniatur-Doppelverglasung: Wärmeisolierendes und gleichzeitig wärmeleitendes Material entwickelt

17.01.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics