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„Unified Biology“ – Internationale Biologenorganisation IUBS trifft sich im Dezember 2015 in Berlin

29.09.2015

Vom 14. bis 16. Dezember 2015 treffen sich Wissenschaftler aller biowissenschaftlichen Disziplinen in Berlin zur Generalversammlung der International Union of Biological Sciences (IUBS). Die begleitende internationale Konferenz unter der Überschrift „Frontiers in Unified Biology“ widmet sich in sieben wissenschaftlichen Symposien den für die Disziplin zentralen Herausforderungen „Globaler Wandel und Nachhaltigkeit“, „Politik und Gesellschaft“, „Interdisziplinarität“, „Interesse wecken und Wissen vermitteln“ und „Kommunikation innerhalb der Wissenschaft“. Die Teilnahme an der Konferenz steht allen Interessierten offen.

Der Begriff „Frontiers in Unified Biology“ lässt sich am besten frei übertragen als „Herausforderungen der verflochtenen Biologie“. „Mit diesem Konferenzthema will die IUBS deutlich machen, dass die modernen biowissenschaftlichen Disziplinen von Molekularbiologie und Genetik über Taxonomie, Botanik und Zoologie bis zur Ökologie als „Wissenschaft vom Leben“ untrennbar zusammengehören“, so Tagungspräsidentin Dr. Regine Jahn, Mitglied im Exekutivkommitee der IUBS.

Das Konzept der „Unified Biology“ stellt spezialisierte Fachwissenschaftler vor zusätzliche Herausforderungen (Frontiers), zum Beispiel in Hinblick auf die notwendigen Infra- und Kooperationsstrukturen sowie inter- und transdisziplinäre Dialoge und Forschungsansätze. Diese Herausforderungen sollen auf der Konferenz reflektiert und diskutiert werden, um das Konzept der „Unified Biology“ weiterzuentwickeln. Dafür sind sieben wissenschaftliche Symposien geplant, die sich einzelnen wissenschaftlichen Herausforderungen widmen:

• Globaler Wandel und Nachhaltigkeit
Beiträge der Biowissenschaften zum Verständnis globaler Zusammenhänge und zur Lösung globaler Probleme in den Bereichen Globaler Wandel, Biologie und Klimawandel sowie Stadtökologie und städtische Nachhaltigkeit.

• Politik und Gesellschaft
Rolle der Biowissenschaften in politischen und ökonomischen Debatten, z.B. im Rahmen der Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) oder des Nagoya-Protokolls, sowie die Interaktion mit neuen gesellschaftlichen Akteuren.

• Interdisziplinarität
Viele Fragestellungen lassen sich nur in interdisziplinärer Zusammenarbeit bearbeiten. Exemplarisch werden die möglichen Beiträge der Informatik zur Biodiversitätsforschung vorgestellt und weiterentwickelt.

• Neue Formen der Wissensvermittlung
Dem globalen Wandel und dem fortschreitenden Verlust biologischer Vielfalt kann nur mit Einbeziehung und Sensibilisierung der Bevölkerung erfolgreich entgegengetreten werden.

• Kommunikation in der Wissenschaft
Dialogfähigkeit und ein gemeinsames Arbeitsverständnis von Begriffen, Aufgaben und Handlungsnotwendigkeiten sind entscheidend für die „Unified Biology“. Ein Symposium ist daher der Bionomenklatur (BioCode) gewidmet, das die nomenklatorische Harmonisierung bzw. Vereinheitlichung der Codes für die Zukunft der biologischen Forschung sicherstellen soll.

Für die Plenarvorträge konnten sehr renommierte Sprecher gewonnen werden:
• Anne Larigauderie, Generalsekretärin der Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES)
• Thomas Brooks, Leiter der Abteilung Wissenschaft & Wissen der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) und
• Paul Shrivastava, Generalsekretär der Internationalen Forschungsinitiative Future Earth

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten und findet vom 14.-16. Dezember in Berlin-Dahlem statt.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter http://www.iubs2015.org

Weitere Informationen zur Konferenz erhalten Sie bei
• Dr. Regine Jahn, Mitglied des Executive Committees der IUBS, Beiratsmitglied des VBIO und Oberkustodin am Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin-Dahlem. Tel.: 030-838-50142; r.jahn@bgbm.org
• Dr. Kerstin Elbing, VBIO, Geschäftsstelle Berlin, Ressort Kommunikation
Tel.: 030-27891916; elbing@vbio.de

Über die IUBS
Die International Union of Biological Sciences (IUBS) ist der internationale Dachverband der Biologie. Er wurde bereits 1919 gegründet mit dem Ziel, wissenschaftliche Forschung, internationale Zusammenarbeit und Capacity Building auf dem Gebiet der Biologie weltweit voranzutreiben. Der deutsche Partner der IUBS ist das Deutsche Nationalkomitee (DNK) für die IUBS, dem 42 deutsche Fachgesellschaften angehören. Das DNK arbeitet eng mit dem VBIO zusammen.

Über den VBIO
Der VBIO e. V. ist das gemeinsame Dach für alle, die im Bereich Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin studieren oder tätig sind – egal ob in Hochschule, Schule, Industrie, Verwaltung, Selbstständigkeit oder Forschung.
Die Mitglieder des VBIO vertreten das gesamte Spektrum der Biowissenschaften von der molekularen, zellulären oder der am Organismus orientierten Sicht bis hin zur Biomedizin.

Weitere Informationen:

http://www.iubs2015.org

Dr. Kerstin Elbing | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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