Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Therapie aus dem Computer: Zielsichere Medikamentenentwicklung dank Systembiologie

17.05.2010
3. Conference on Systems Biology of Mammalian Cells in Freiburg

Die Systembiologie ist ihren Kinderschuhen längst entwachsen. Das wird deutlich bei der dritten Conference on Systems Biology of Mammalian Cells (SBMC) unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Die Konferenz findet vom 3. bis 5. Juni 2010 im Konzerthaus in Freiburg statt.
Gastgeber ist HepatoSys/Virtual Liver, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Netzwerk für die Systembiologie der Leber. Der Wissenschaftliche Sprecher des Kompetenznetzes HepatoSys, Prof. Dr. Jens Timmer, koordiniert die SBMC. Timmer ist Professor für Theoretische Physik und hat als Direktor des Freiburger Zentrums für Biosystemanalyse (ZBSA) sowie Co-Direktor der School of Life Sciences – LifeNet am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) großen Anteil an dem erfolgreichen Aufbau eines systembiologischen Forschungsschwerpunkts an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Drei Tage lang tauschen sich in Freiburg Fachleute aus aller Welt über die systembiologische Analyse von biologischen Prozessen in Säugetierzellen aus. Dabei geht es nicht nur um neueste Technologien und zukunftsweisende Konzepte im Forschungsfeld: Die Wissenschaftler zeigen auch, wie Medizin und Pharmaforschung schon heute von der Systembiologie profitieren – insbesondere bei der Entwicklung neuer und sicherer Medikamente.

Die Systembiologie erforscht biologische Prozesse auf der Systemebene. Sie berücksichtigt dabei, dass alle Vorgänge in einer Zelle, einem Organ und sogar im ganzen Körper auf dynamische Weise mit anderen verknüpft sind. Um diese umfassenden Netzwerke abzubilden, verbindet sie quantitative Methoden aus der Molekularbiologie mit dem Wissen aus Mathematik, Informatik und Systemwissenschaften.

Vor allem die medizinisch-pharmazeutische Forschung profitiert von der systembiologischen Untersuchung von Säugetierzellen. So erlauben Simulationen von Krankheitsmechanismen, diese besser zu verstehen und gezielt Therapieansätze zu entwickeln. Auch die Wirkungsweise von Arzneimitteln lässt sich mit Hilfe mathematischer Modelle vorhersagen. Sie geben Aufschluss darüber, wie sich ein Wirkstoff im Körper verteilt, wie schnell er abgebaut wird, und wie man ihn vor diesem Hintergrund dosieren muss. Besonders wichtig sind diese systembiologischen Modelle, wenn es um Kinder geht. Sie sagen voraus, wie eine Substanz bei Kindern verschiedenen Alters wirkt. So lässt sich abschätzen, ob und unter welchen Bedingungen ein Medikament bei den kleinen Patienten den erhofften Effekt zeigt.

Die MTZ-Stiftung aus Erkrath bei Düsseldorf fördert in Zusammenarbeit mit BMBF den wissenschaftlichen Nachwuchs im Feld der Systembiologie. Zum zweiten Mal werden während der Konferenz drei junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Dissertationen mit dem MTZ-Award der medizinisch orientierten Systembiologie im Wert von insgesamt 5.000 Euro geehrt. Die Preisverleihung findet am Freitag, den 4. Juni 2010, um 14 Uhr statt.

Journalisten und Editoren sind herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen.

Kontakt: Sabine Trunz SBMC 2010 Conference on Systems Biology of Mammalian Cells Tel.: 0761/7076679 Fax: 0761/203-5781 E-Mail: pr@sbmc2010.de

Melanie Hübner | Albert-Ludwigs-Universität Freib
Weitere Informationen:
http://sbmc2010.de
http://www.exzellenz-uni.de
http://www.pr.uni-freiburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt
13.08.2018 | Universität zu Köln

nachricht Digitalisierung in der chemischen Industrie
09.08.2018 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Im Focus: The “TRiC” to folding actin

Proteins must be folded correctly to fulfill their molecular functions in cells. Molecular assistants called chaperones help proteins exploit their inbuilt folding potential and reach the correct three-dimensional structure. Researchers at the Max Planck Institute of Biochemistry (MPIB) have demonstrated that actin, the most abundant protein in higher developed cells, does not have the inbuilt potential to fold and instead requires special assistance to fold into its active state. The chaperone TRiC uses a previously undescribed mechanism to perform actin folding. The study was recently published in the journal Cell.

Actin is the most abundant protein in highly developed cells and has diverse functions in processes like cell stabilization, cell division and muscle...

Im Focus: Arctic Ocean 2018 - Forscher untersuchen Wolken und Meereis in der Arktis

"Arctic Ocean 2018": So heißt die diesjährige Forschungsexpedition des schwedischen Eisbrechers ODEN in der Arktis, an der auch ein Wissenschaftler der Universität Leipzig beteiligt ist. Noch bis zum 25. September wollen die etwa 40 Forscher an Bord vor allem das mikrobiologische Leben im Ozean und im Meereis untersuchen und wie es mit der Wolkenbildung in der Arktis zusammenhängt.

Während der Fahrt durch die Arktis, die Ende Juli gestartet ist, sollen im Rahmen der Kampagne MOCCHA 2018 (Microbiology-Ocean-Cloud-Coupling in the Hight...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

Herausforderung China – Wissenschaftler aus der ganzen Welt diskutieren miteinander auf UW/H-Tagung

03.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltkleinster Transistor schaltet Strom mit einzelnem Atom in festem Elektrolyten

13.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Your Smartphone is Watching You: Gefährliche Sicherheitslücken in Tracker-Apps

13.08.2018 | Informationstechnologie

Was wir von Ameisen und Amöben über Koordination und Zusammenarbeit lernen können

13.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics