Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tagung zur Geschichte des Papiers im Mittelalter

06.11.2013
Öffentlicher Vortrag: Papier als universales Speicher- und Vermittlungsmedium

Die im 13. Jahrhundert beginnende Papierproduktion und der Einsatz dieses neuen Beschreibstoffs in Kanzleien und Skriptorien sowie im Bereich des Buchdrucks stehen im Mittelpunkt einer Tagung, die der Sonderforschungsbereich „Materiale Textkulturen“ (SFB 933) der Universität Heidelberg veranstaltet.

Am 14. und 15. November werden dazu rund 20 Experten aus Wissenschaft und Praxis erwartet, darunter auch ein Handpapiermacher sowie Restauratoren. Die Veranstaltung mit dem Titel „Papier im Mittelalter. Herstellung und Gebrauch“, die an der Universitätsbibliothek Heidelberg stattfindet, ist Teil des am SFB angesiedelten Forschungsprojekts „Die papierene Umwälzung im spätmittelalterlichen Europa“.

Im ersten Teil der Tagung werden sich die Teilnehmer mit ausgewählten Papiermühlenrevieren des späten Mittelalters in Norditalien, Südwestdeutschland und Belgien befassen. Dieser Veranstaltungsteil wird abgerundet durch einen Vortrag über Wasserzeichen als Quelle der Kanzlei- und Wirtschaftsgeschichte, der weit über die übliche Analyse zum Zweck der Datierung von Schriftstücken hinausführt.

Der zweite Tagungsteil greift die Frage auf, welchen Beitrag die Papierverwendung zur rasant ansteigenden Verschriftlichung im späten Mittelalter geleistet hat. Dabei werden die Experten den Blick auch auf den parallelen Gebrauch des älteren Beschreibstoffs Pergament richten. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem überlieferten Verwaltungsschrifttum in verschiedenen kirchlichen Institutionen des spätmittelalterlichen Paris, dem Papier- und Pergamentbedarf in den frühen Druckereien sowie mit Albrecht Dürers Wahl der Papiere für seine Druckgraphiken.

Im Rahmen der Veranstaltung wird Prof. Dr. Lothar Müller am Donnerstag, 14. November 2013, einen öffentlichen Abendvortrag zum Thema „Das Blatt und die Welt. Über die Epoche des Papiers“ halten. Der Feuilleton-Redakteur der Süddeutschen Zeitung, der seit 2010 auch Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin ist, hat 2012 eine umfangreiche Studie zur Geschichte des Papiers als bahnbrechende Erfindung und Durchsetzung eines universalen Speicher- und Vermittlungsmediums vorgelegt. Diese Veranstaltung findet im Handschriftenlesesaal der Universitätsbibliothek, Plöck 107-109, statt. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Informationen im Internet:
http://www.materiale-textkulturen.de (in der Rubrik „Tagungen und Workshops“)
Hinweis an die Redaktionen:
Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Vertreter der Medien sind zur Teilnahme und Berichterstattung herzlich eingeladen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail an Sandra Schultz (S.Schultz@uni-heidelberg.de) erforderlich.
Kontakt:
Annika Greuter,
Sonderforschungsbereich 933 „Materiale Textkulturen“
Telefon (06221) 54 34 34 (Sekretariat)
greuter@uni-heidelberg.de
Kommunikation und Marketing Pressestelle
Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de

Weitere Berichte zu: Beschreibstoffs Materiale Textkulturen Mittelalter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics