Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tagung an der TU Kaiserslautern widmet sich neuen Mikrostrukturen auf Oberflächen von Bauteilen

17.10.2016

Dank ihnen verbrauchen Antriebe weniger Energie, Autos sparen Sprit ein und industrielle Produktion laufen effizienter ab – Mikrostrukturen auf Oberflächen von Bauteilen. Über deren aktuelle Entwicklung tauschen sich am 20. und 21. Oktober Forscher aus aller Welt an der TU Kaiserslautern aus. Sie diskutieren etwa darüber, wie mikrostrukturierte Oberflächen neue Funktionen von Bauteilen ermöglichen und wie sich damit die Lebensdauer von Bauteilen erhöhen lässt. Organisiert wird die „International Conference on Microscale Morphology of Component Surfaces MICOS 2016“ vom Sonderforschungsbereich (SFB) 926 „Bauteiloberflächen: Morphologie auf der Mikroskala“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

„Die Bauteiloberfläche umschließt ein Bauteil wie die Haut den Menschen“, sagt Professor Dr.-Ing. Hans Hasse, Sprecher des SFB 926 und Leiter des Lehrstuhls für Thermodynamik an der TU Kaiserslautern.


Mit einem solchen Mikrofräswerkzeug können Forscher Strukturen auf Oberflächen bearbeiten. Das winzige Werkzeug hat einen Durchmesser von 48 Mikrometern.

Foto: SFB 926

„Sie ist entscheidend für die Funktion und Lebensdauer des Bauteils, über sie findet die Wechselwirkung des Bauteils mit seiner Umgebung statt. Die Mikrostrukturierung greift direkt hier ein und bietet daher ein enormes Potenzial. Wir können so Reibung senken, Energie sparen und nachhaltigere Produkte schaffen“, so Hasse weiter.

Bei der Tagung auf dem Kaiserslauterer Campus werden sich rund 100 Experten aus Europa, den USA und Australien über aktuelle Entwicklungen bei Bauteiloberflächen austauschen. Dabei wird es unter anderem um neuartige Techniken gehen, die zum Einsatz kommen, um Mikrostrukturen zu erzeugen, zu analysieren und anzuwenden.

Organisiert wird die „International Conference on Microscale Morphology of Component Surfaces MICOS 2016“ vom SFB 926 „Bauteiloberflächen: Morphologie auf der Mikroskala“, in dem an der TU Kaiserslautern seit 2011 Wissenschaftler aus dem Maschinenbau, der Verfahrenstechnik und der Physik zusammenarbeiten.

Mehr Informationen zur Tagung gibt es unter http://www.sfb926.de/micos-2016.html

Fragen beantwortet:
Prof. Dr.-Ing. Hans Hasse
Sprecher SFB 926
Lehrstuhl für Thermodynamik (LTD)
Tel.: 0631 205-3497
E-Mail: hans.hasse[at]mv.uni-kl.de

Katrin Müller | Technische Universität Kaiserslautern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“
18.11.2019 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Humanoide Roboter in Aktion erleben
18.11.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

20.11.2019 | Materialwissenschaften

Eisberge als Nährstoffquelle - Führt der Klimawandel zu mehr Eisendüngung im Ozean?

20.11.2019 | Geowissenschaften

Gehen verändert das Sehen

20.11.2019 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics