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Mit Sport gegen Multiple Sklerose

02.03.2010
Auftaktveranstaltung "Trainingseffekte bei Multipler Sklerose"
Samstag, 13. März 2010, 14 Uhr
Sportwissenschaftliches Institut, Gebäude B8 2, Räume 0.21 und 0.22

Interessierte sind herzlich willkommen.

Sehstörungen, Lähmungen und Schmerzen sind einige der Symptome, unter denen Patienten mit Multipler Sklerose (MS) leiden. Es handelt sich dabei um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die bis heute nicht geheilt werden kann. Privatdozent Dr. Christian Haas vom Sportwissenschaftlichen Institut der Saar-Uni hat herausgefunden, dass MS-Patienten durch gezieltes Training ihre Symptome lindern können. Bei der Auftaktveranstaltung stellt Dr. Haas die Trainingsmethode und ihre Effekte vor. Anschließend präsentiert er ein neues Forschungsprojekt, bei dem ein Interventionsprogramm für die Patienten untersucht wird.

Der Gang wird oft unsicher und Tätigkeiten mit den Händen schwieriger, wenn die Betroffenen unter einem so genannten Schub ihrer Krankheit leiden. "Obwohl es heute sehr gute Medikamente gibt, spielen trainingstherapeutische Ansätze in der MS-Rehabilitation eine entscheidende Rolle, um motorischen Defiziten und ihren Folgen für den Alltag entgegen zu wirken", erklärt der Sportwissenschaftler Christian Haas. Zahlreiche Studien auf dem Gebiet der Neurorehabilitation zeigen, dass sich die motorischen Leistungen von MS-Patienten durch Training tatsächlich verbessern. Die Erkrankten übten unter anderem ihre Gehfähigkeit mit sehr unterschiedlichen und ungewöhnlichen Bewegungen, beispielsweise dem Gang von Betrunkenen oder Soldaten. Auf diese Weise verbesserte sich ihre Bewegungsfähigkeit im Alltag stärker, als wenn sie nur den "normalen" Gang trainiert hätten.

In einem neuen Forschungsprojekt will Dr. Haas gemeinsam mit seinem Team neue Erkenntnisse über ein Interventionsprogramm für MS-Patienten gewinnen. Das besondere an den Interventionsmaßnahmen ist, dass die Patienten neben dem angeleiteten Training auch lernen sollen, wie sie eigenverantwortlich trainieren können. Die Wissenschaftler werden dabei den Trainingsprozess beobachten und untersuchen, wie sich die Selbstkompetenz der Teilnehmer verändert. Am Ende der Veranstaltung können sich die Besucher an einer offenen Diskussion beteiligen und Fragen zum Thema "Trainingseffekte bei Multipler Sklerose" stellen.

Die Auftaktveranstaltung soll der Beginn einer längerfristigen Zusammenarbeit der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) und des Sportwissenschaftlichen Instituts der Saar-Uni sein. Die Veranstaltung wird vom Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz unterstützt.

Kontakt:
Dr. Christian Haas
Tel. 0681/302-4625
E-Mail: c.haas@mx.uni-saarland.de
Stephanie Kersten (M.A.)
Tel. 0681/302-4624
E-Mail: s.kersten@mx.uni-saarland.de

Irina Urig | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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