Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Service-Oriented Computing: Neueste Forschungsresultate am Hasso-Plattner-Institut

06.06.2011
Führende Informatikforscher aus Wissenschaft und Industrie kommen vom 15. bis 17. Juni am Hasso-Plattner-Institut (HPI) zusammen, um über neueste Untersuchungsergebnisse zu diskutieren.

Am 15. Juni geht es zunächst um den Stand der jüngsten Projekte aus dem Spitzenforschungslabor HPI Future SOC Lab. Es wird seit 2010 in Kooperation mit Industrie-Partnern wie EMC, Fujitsu, Hewlett-Packard, SAP und VMware betrieben und umfasst modernste Hard- und Softwareressourcen im Wert von rund zwei Millionen Euro. Das SOC im Labornamen steht als Abkürzung für Service-Oriented Computing.

Diesem Feld widmet sich auch ein Symposium der HPI Research School, das sich am 16. und 17. Juni anschließt. Wissenschaftler aus Deutschland, Israel, und Südafrika – den Ländern mit Standorten des HPI-Forschungskollegs – diskutieren mit Kollegen aus Schweden und Ägypten über aktuelle Entwicklungen und Forschungsarbeiten. Vor allem geht es um Skalierbarkeits- und Kompatibilitäts-Fragen. An beiden öffentlichen Veranstaltungen wird HPI-Stifter Prof. Hasso Plattner mitwirken.

Beim Service-Oriented Computing geht es – vereinfacht gesagt – um lose miteinander gekoppelte und Daten in standardisierter Form austauschende Dienst-Programme. Sie lösen zunehmend bisher fest miteinander verzahnte Software-Anwendungen und -Prozesse ab. Das ermöglicht bei Änderungen eine flexible Neukonfiguration und erspart eine grundlegende, teure Neuprogrammierung.

HPI-Wissenschaftler und Kollegen nutzen Spitzenforschungslabor
Im Potsdamer Future SOC Lab arbeiten HPI-Forscher und Kollegen aus dem In- und Ausland mit neuesten, massiv parallel verarbeitenden Mehrkern-Rechnern mit enormen Hauptspeicherkapazitäten sowie speziell dafür konzipierter Software. Untersucht werden zukünftige hochkomplexe IT-Systeme. Die Wissenschaftler entwickeln neue Ideen, Datenstrukturen und Algorithmen und verfolgen diese bis hin zur praktischen Erprobung. Sie dürfen die ihnen zugewiesenen Ressourcen des Potsdamer Labors für eine bestimmte Zeit kostenlos nutzen.

Zur Ausstattung des HPI-Spitzenforschungslabors gehören zum Beispiel neueste Serversysteme von Fujitsu und Hewlett-Packard, ausgestattet mit vier und acht Intel 64 Bit CPUs und insgesamt 32 beziehungsweise 64 Recheneinheiten sowie ein bis zwei Terabyte Hauptspeicherkapazität. Weiterhin unterstützen leistungsfähige Speichersysteme, kleinere Serversysteme sowie ein GPU-Rechensystem mit NVIDIA Tesla-Einheiten vielfältige Forschungsinteressen. Einmalig im akademischen Umfeld ist die Möglichkeit, die Software-as-a-Service Enterprise Lösungen „Business ByDesign“ und „In-Memory Computing Engine“ von SAP sowie Virtualisierungs- und Cloud-Produkte von VMware schon heute in zukünftigen IT-Landschaften zu untersuchen.

Blitzschnelle Unternehmensdatenanalysen, optimierte Windräder
Erste Forschungsprojekte im HPI-Spitzenforschungslabor haben zum Beispiel bereits zu bedeutenden Fortschritten in der Beschleunigung von Unternehmensdatenanalysen geführt (In-Memory Data Management). Auch für das Service-orientierte Computing und für zuverlässiges Cloud Computing werden in Potsdam spezielle Verfahren untersucht und in Zusammenarbeit mit Industriepartnern für den Einsatz in zukünftigen Systemen weiterentwickelt.

Forscher des Max-Planck-Institutes in Saarbrücken untersuchen zum Beispiel, wie sich durch hochparallele Simulationen von Windradparks eine möglichst optimale Anordnung der Windräder und dadurch eine Effizienzsteigerung ermöglichen lassen. Mit einem leistungsfähigen, auf Grafikkarten basierenden System untersuchen Forscher des HPI, wie sich 3D-Szenen in Videos in Echtzeit berechnen lassen, um z.B. dynamisch die Inhalte anzupassen. Weitere Projekte beschäftigen sich mit der Verwaltung von virtuellen Maschinen, der Basis für Cloud Computing, um die Systeme durch das Abschalten von ungenutzten Teilen besonders energieeffizient zu betreiben.

Hinweis für Fachredaktionen:

Anmeldungen zum Future SOC Lab Day am 15. Juni und zum Symposium am 16. und 17. Juni nehmen wir unter presse@hpi.uni-potsdam.de entgegen

Mehr zu bisherigen Projektergebnissen im Future SOC Lab unter:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/technische_berichte
Infos zum Future SOC Lab Day am 15. Juni unter
http://www.hpi.uni-potsdam.de/forschung/future_soc_lab
Mehr zum Research School-Symposium am 16. und 17. Juni finden Sie hier:
www.hpi.uni-potsdam.de/research_school

Rosina Geiger | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“
18.11.2019 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Humanoide Roboter in Aktion erleben
18.11.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy: neue Methode zur Nahfeldkommunikation

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Rasante Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Behandlungsalltag

21.11.2019 | Medizin Gesundheit

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics