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Science on the Road: Erlebe die Antarktis in deiner Stadt

10.04.2017

Alfred-Wegener-Institut tourt im Wissenschaftsjahr 2016*17 mit interaktiver Polarausstellung durch zwölf Städte

Wo schläft man während einer Polarexpedition? Wie fühlt sich Kleidung an, die selbst bei extremen Minusgraden warmhält? Und was sieht man, wenn man in der Antarktis aus dem Fenster schaut? Mit der interaktiven Wanderausstellung „Science on the Road“ macht das Alfred-Wegener-Institut die Welt aus der Sicht von Polarforschern erfahrbar.


Antarktisches Meereis, Weddellmeer

Foto: Alfred-Wegener-Institut / M. Hoppmann

Zwischen Mai und August schlägt ein mobiles Polarcamp an zwölf ausgewählten Plätzen in Deutschland auf. Originale Ausrüstungsgegenstände und Live-Telefonate in die Antarktis zeigen den Besuchern, was es heißt, in Polarregionen zu leben und zu forschen.

Endlose Weiten aus Schnee und Eis bei extremer Kälte – die Antarktis zählt zu den faszinierendsten Orten der Welt. Sie ist noch nahezu unberührt und gleichzeitig bestimmt sie maßgeblich unser Klima. Wissenschaftler forschen hier das ganze Jahr über. Für die meisten Menschen ist diese Region jedoch unerreichbar. Wie fühlt es sich an, in der Antarktis zu leben und zu arbeiten?

Um das herauszufinden, muss man nicht weit reisen. In einer interaktiven Ausstellung bringt das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) jetzt den antarktischen Alltag nach Deutschland. Die Wanderausstellung „Science on the Road“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane – gefördert.

Im Zentrum des Polarcamps steht die sogenannte Kabause – eine mobile Unterkunft, die Forschern auf Polarexpeditionen Schutz bietet. Bis zu sechs Personen teilen sich dann wenige Quadratmeter. Der Nachbau einer Kabause wird zum begehbaren Ausstellungsraum und zeigt eindrücklich, wie Wissenschaftler in der Antarktis teilweise mehrere Wochen lang auf engstem Raum leben.

Auf die Besucher des Polarcamps warten aber noch viele weitere Erlebnisse. Eine Virtual-Reality-Brille etwa zeigt im Kontrast zur engen Unterkunft ein einzigartiges 3-D-Panorama der Antarktis. Allein dieser Blick ins Eis lässt die Kälte erahnen. Die Besucher des Polarcamps können ausprobieren, wie sich Kleidung anfühlt, die bei extremen Minusgraden noch warmhält. An einer Fotostation lassen sich – eingepackt in Polarkleidung – Selfies und Grüße aus dem Camp verschicken.

Neben den extremen Lebensbedingungen steht die Polarforschung im Zentrum der Ausstellung. In der West-Antarktis verliert das Inlandeis an Masse. Weltweit beobachten Forscher außerdem Veränderungen der Meereisdecken im Südpolarmeer und in der Arktis. Wie wirken sich solche Veränderungen auf das globale Klimasystem aus? Was können Forscher im Eis der Antarktis über das Klima vergangener Zeiten „lesen“? Und was macht das Ökosystem im Südpolarmeer so einzigartig?

Forschungszelte, Observatorien und eine begehbare Karte der Antarktis liefern Antworten auf diese Fragen und zeigen, warum Wissenschaft in den Polarregionen so spannend und wichtig ist. An jedem Standort der Wanderausstellung sind Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts anwesend, die über ihre Arbeit berichten und Fragen beantworten. Zwei Mal pro Tag gibt es bei einem Live-Gespräch in die Antarktis außerdem die Möglichkeit, mit Überwinterern an der Neumayer-Station III zu sprechen.

Einen Vorab-Einblick in die Ausstellung erhalten Besucher der Veranstaltung Open Ship Polarstern am 22. und 23. April in Bremerhaven. Von dort geht das Polarcamp dann auf die Reise und wird das erste Mal vollständig in Potsdam zu sehen sein, wo es am 13. Mai beim Tag der Wissenschaften aufschlägt. Dreizehn Wochen lang reist das Camp anschließend quer durch Deutschland. Der Eintritt ist an allen Standorten frei. Weitere Informationen befinden sich auf der Veranstaltungshomepage unter folgendem Link: http://www.awi.de/polarcamp

Die Tourdaten:

22. April 2017
Bremerhaven (Pre-Opening) | Open Ship Polarstern | Lloyd Werft

13. Mai 2017
Potsdam | Tag der Wissenschaft | Uni-Campus Golm

20. Mai 2017
Magdeburg | Wissenschaftshafen

27./28. Mai 2017
Stralsund | Ozeaneum

10./11. Juni 2017
Hannover | IdeenExpo | Messe Hannover

17. Juni 2017
Hamburg | Marco-Polo-Terrassen

24./25. Juni 2017
Kiel | Kieler Woche | Ostseekai

01. Juli 2017
Berlin | Tempelhofer Feld

09. Juli 2017
Bremen | Breminale | Osterdeich

22. Juli 2017
Köln | Schokoladenmuseum

29. Juli 2017
Wiesbaden | Schlossplatz

06. August 2017
Stuttgart | Marktplatz | Innenstadt

12./13. August 2017
München | Museumshof | Deutsches Museum

Hinweise für Redaktionen:

Druckbare Bilder finden Sie in der Online-Version dieser Pressemitteilung unter: http://www.awi.de/nc/ueber-uns/service/presse/pressemeldung

Ihr Ansprechpartner in der Abteilung Kommunikation und Medien ist Sebastian Grote, Tel. 0471 4831-2006 (E-Mail: sebastian.grote@awi.de).

Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern und Stationen in der Arktis und Antarktis für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der 18 Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane
Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Meere und Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit langem; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 geht es um die Entdeckung der Meere und Ozeane, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet.

Weitere Informationen unter http://www.wissenschaftsjahr.de

Ralf Röchert | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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