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Reichweitenangst. Wie Batterien und Akkus unser Leben beeinflussen

09.01.2019

Wenn die Akkuladung des Smartphones unter 10 Prozent fällt, beginnt meist die verzweifelte Suche nach der nächsten Steckdose. Batterien und Akkus als Medien der Flexibilisierung, Dezentralisierung und Mobilisierung elektrischer Netze sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie sich ihr Einfluss entwickelt hat und welche Rolle sie für das digitale Zeitalter spielen, untersucht jetzt eine Tagung an der Leuphana Universität Lüneburg. Vom 24. bis 26. Januar diskutieren Fachleute unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen über Erscheinungsformen und Verwendungszusammenhänge dieser Energiespeicher. Gäste sind willkommen.

„Elektrochemische Zellen gehören zu den technischen Voraussetzungen, die das Digitale Zeitalter erst möglich gemacht haben“, sagt Tagungsorganisator Professor Jan Müggenburg vom Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien (ICAM) der Leuphana.


„Batterien und Akkus sorgen für Flexibilität und Mobilität und haben so unsere raumzeitlichen Maßstäbe verändert.“ Nicht zu unterschätzen sei ihr Einfluss auf das Entstehen digitaler Kulturen: Aus Cafés und Zugabteilen werden Arbeitsplätze, der Konsum von Musik, Podcasts oder Computerspielen wird ortsunabhängig.

Ob Elektroauto, Smartphone oder medizinische Assistenzsysteme wie etwa elektrische Rollstühle: Batterien und Akkus haben unseren Alltag verändert. Nicht zuletzt ruhen auf ihnen die Hoffnungen ganzer Wirtschaftssektoren wie die der Automobilindustrie.

Auf der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen kommen Batterien und Akkus als effiziente, nachhaltige und fortschrittliche Technologie in den Blick.

Doch ihr Einsatz hat seinen Preis: Batterien und Akkus sind zeitkritische Medien, die sich ständig im Zustand ihrer Entladung befinden. Der Begriff ›Reichweitenangst‹ – vor 20 Jahren geprägt im Kontext der Einführung des ersten serienproduzierten Elektrofahrzeugs – meint ursprünglich die Sorge, mit dem Auto wegen leerer Batterien fernab der Aufladeinfrastruktur liegen zu bleiben. Heute beschränkt sich die Angst vor der Entladung längst nicht mehr nur auf den Verkehr.

Die Rolle von Batterien und Akkus als Hoffnungsträger des technologischen Wandels muss auch kritisch betrachtet werden: Ihre CO2-Bilanz ist umstritten und das Recycling-Problem noch nicht gelöst. Durch den Abbau von Lithium, Kobalt und anderen Rohstoffen hat die vermeintlich ›grüne‹ Batterietechnologie Einfluss auf die Nutzung von Ressourcen, globale Materialströme, Arbeitsverhältnisse und die soziale Lebenswelt ganzer Länder genommen.

Das Programm der Tagung und weitere Informationen finden Sie unter: https://go.leuphana.de/reichweitenangst

Interessierte können sich bis zum 16. Januar anmelden unter der Adresse reichweitenangst@leuphana.de

HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN:
Wir laden Sie herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen. Sie beginnt am
24. Januar 2019 um 14 Uhr im Raum 530, Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg, Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg.

Weitere Informationen:

https://go.leuphana.de/reichweitenangst

Henning Zuehlsdorff | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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