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Potenzial Früherkennung: Was die Nierenwerte aussagen

15.06.2010
Nierenerkrankungen nehmen zu. Die Therapie ist teuer und für die Betroffenen leidvoll, die Früherkennungsmaßnahmen hingegen sind günstig und effektiv. Darüber hinaus erfassen sie nicht nur die Nierengesundheit per se, sondern sie sind auch ein valider Spiegel für den Allgemeinzustand der Patienten.

Vom 25.-28. Juni findet in München der europäische Nierenkongress statt. Herzlich laden wir zur Eröffnunsgpressekonferenz am Freitag, den 25. Juni um 11 Uhr ins Hotel "Le Meridien" ein.

Bereits jetzt werden in Dtl. jährlich für nur 70.000 Dialysepatienten ca. 2,5 Mrd. Euro ausgegeben. Und wir sehen erst die Spitze des Eisbergs: Die chronische Niereninsuffizienz ist eine Folgeerkrankung von Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Da bei diesen "Volkskrankeiten" die Inzidenz in den letzen Jahren stark gestiegen und die Dunkelziffer immer noch hoch ist, muss zukünftig mit einer potenziell viel größeren Prävalenz von nierenkranken Menschen gerechnet werden.

Nur eine verbesserte Prävention kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Die Früherkennungsmaßnahmen sind einfach, sie bestehen aus einen Urintest auf Albumin und einer Kreatinin-Blutbestimmung, mit deren Hilfe die Filterleistung der Nieren (GFR) berechnet wird. Es handelt sich also um eine Früherkennung, die nicht teuer oder aufwändig ist, sie wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Diese Füherkennungstest sind zudem von besonderer Bedeutung, da man weiß, dass die beiden Parameter (Albuminurie/ GFR) nicht nur Aussagen über die Nierenfunktion erlauben, sondern auch aussagekräftige prognostische Parameter für die kardiovaskuläre und Gesamtmortalität sind. Die Nieren-Parameter können also kardiovaskuläre Hochrisiko-Patienten stratifizieren, bevor eine Nierenerkrankung zum Tragen kommt.

Dr. Bettina Albers | idw
Weitere Informationen:
http://www.eraedta2010.org
http://www.dgfn.eu

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