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Personalisierte oder Personenzentrierte Medizin?

11.10.2013
Molekularbiologischer und ganzheitlicher Ansatz der Medizin treten in einen produktiven Dialog

Das Symposium „Personalisierte oder Personenzentrierte Medizin?“ findet vom 18. bis 19. Oktober 2013 an der Universität Witten/Herdecke statt.

Darin sollen die beiden unterschiedlichen Perspektiven des molekularbiologischer und des ganzheitlichen Ansatzes in der Medizin durch ausgewiesene Experten dargestellt, in Dialog gebracht und miteinander verbunden werden.

Individualisierung ist eine wichtige Perspektive für die künftige Entwicklung des Gesundheitssystems. Allerdings gibt es zwei stark kontrastierende, aber gleichermaßen wichtige Konzepte von Individualisierung in der Medizin, die jedoch noch kaum miteinander in Diskurs gebracht worden sind:

• Die „personalisierte“ oder „individualisierte“ Medizin fokussiert auf individuelle genetische und molekulare Marker, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern, indem bei Diagnose, Therapie und Prävention die molekularen und biologischen Besonderheiten von Individuen zunehmend berücksichtigt werden können. Personalisierte Medizin wird vor allem von der Industrie und von den akademischen Forschungszentren vorangetrieben.

• Die „personenzentrierte“ und in diesem Sinn ebenfalls „individualisierte“ Medizin versucht, bei Diagnose, Therapie und Prävention die ganze Person ins Auge zu fassen, d.h. unter Berücksichtigung von physischen, psychologischen, sozialen, spirituellen und anderen Aspekten von Individuen. Sie wird mehrheitlich in psycho-sozialen, komplementären und integrativen Richtungen der Medizin praktiziert und entspricht den häufig artikulierten Bedürfnissen von Patienten nach ganzheitlicheren Formen der Medizin.

Weitere Informationen auch im Flyer der Tagung.

Weitere Informationen bei Univ.-Prof. Dr. Peter Heusser, Tel.: +49 (0)2330 / 62 4760, Peter.Heusser@uni-wh.de

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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