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Moderne Familienformen: Fachtagung thematisiert Herausforderungen aktueller Familienwirklichkeiten

28.10.2014

Fachtagung thematisiert gesellschaftliche und politische Herausforderungen aktueller Familienwirklichkeiten

Patchwork, Regenbogen oder transnational: Die Fachtagung „Wahlfamilien und Zwangsverwandtschaften“ am 13. November 2014 an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) nimmt die Widersprüche in der aktuellen Familienpolitik in den Blick.

Von 9 bis 16 Uhr beleuchten drei Referent(inn)en Aspekte moderner Familienwirklichkeiten. Zudem werden zwei Praxisprojekte vorgestellt, die sich den aus dem Spannungsverhältnis von Wahlfamilien und Zwangsverwandtschaften resultierenden gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler(innen), Praxisvertreter(innen) und alle Interessierte.

Um Anmeldung per E-Mail unter siegfried.zander@hlz.hessen.de wird gebeten. Anmeldeschluss ist der 06.11.2014; die Teilnahmegebühr beträgt zehn Euro.

Jenseits der bürgerlichen Kernfamilie mit Vater, Mutter und Kind sind in den vergangenen Jahrzehnten vielfältige Formen intimen Zusammenlebens entstanden: Patchworkfamilien, Regenbogenfamilien, Kleinfamilien, Großfamilien, inter- und transnationale Familien.

Vielfach sind es Wahlfamilien, die nicht dauerhaft sein müssen und sich immer wieder neu zusammensetzen. Moderne Reproduktionstechnologien sorgen zudem dafür, dass sich der Zusammenhang von Zeugung und Empfängnis über nationale Grenzen hinweg lockert.

Dagegen scheinen politische und gesetzgeberische Maßnahmen und Entscheidungen den biologisch begründeten Verwandtschaftsverhältnissen neue Relevanz zu verleihen. Darunter fallen beispielsweise die Rechte biologischer Väter oder die Unterhaltspflichten von Kindern für ihre leiblichen Eltern, auch wenn keine persönliche Beziehung mehr besteht.

Die Tagung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Wer sorgt für wen?“. Sie wird vom Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen (gffz), Frankfurt am Main, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden, und dem Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main, veranstaltet.

Anmeldung: Hessische Landeszentrale für politische Bildung Referat IV, Postfach 32 20, 65022 Wiesbaden; Telefon: 0611/32-4041; E-Mail: siegfried.zander@hlz.hessen.de

Weitere Informationen unter: http://www.gffz.de

Programm:

Veranstaltungsort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, Gebäude 4, 1. Stock, Raum 111-112

9.00 Uhr: Anmeldung und Kaffee

9.30 Uhr: Begrüßung und Einführung
Dr. Margit Göttert, Gender- und Frauenforschungszentrum der hessischen Hochschulen, Frankfurt am Main, Jamila Adamou, Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Wiesbaden, Dr. Marianne Schmidbaur, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main

9.45 Uhr: Familienwirklichkeiten – Situationen, Herausforderungen, Trends
Dr. Johanna Possinger, Deutsches Jugendinstitut, München

10.45 Uhr: „Ich möchte, dass du ein Kind bekommst, aber das soll von deiner Freundin sein" – Verwandtschaft und Reproduktionstechnologien sozial-anthropologisch betrachtet
Dr. Sven Bergmann, Charité – Universitätsmedizin, Berlin

11.45 Uhr: Biologie oder Bindung - Wandel der Familie im Recht
Prof. Dr. Friederike Wapler, Goethe-Universität Frankfurt am Main

12.45 Uhr: Mittagspause

13.30 Uhr: Bezugspersonen gesucht – das Projekt Ehrenamtliche Vormünder in Frankfurt am Main
Dr. Anja Sommer, Kinderschutzbund Frankfurt am Main

14.30 Uhr: Wahlfamilien ohne Grenzen: Von Zuschreibungen und Zugehörigkeiten
Hiltrud Stöcker-Zafari, Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V., Frankfurt am Main

15.30 Uhr: Zusammenfassung und Ausblick
Prof. Dr. Margrit Brückner, Mechtild M. Jansen

Weitere Informationen:

http://www.gffz.de

Nicola Veith | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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