Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobile World Congress: Bundesamt für Strahlenschutz rät zu Handys mit geringem SAR-Wert

22.02.2019

Neue Technologie, neue Smartphones: Angesichts der Ankündigung mehrerer Hersteller, auf der weltgrößten Mobilfunkmesse MWC (ehemals Mobile World Congress) in Barcelona neue Smartphones zu präsentieren, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dazu, auf den SAR-Wert der Geräte zu achten. "Gerade angesichts steigender Datenübertragungsmengen sollte die eigene Strahlenbelastung beim Telefonieren und Surfen gering gehalten werden", betonte die Präsidentin der Behörde, Inge Paulini. Auf dem MWC vom 25. bis 28. Februar 2019 präsentieren zahlreiche Hersteller ihre Neuheiten. Dazu gehören auch Geräte, die bereits den kommenden Mobilfunkstandard 5G unterstützen.

„Nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand gehen wir nicht davon aus, dass Mobilfunkfelder ein gesundheitliches Risiko darstellen, wenn die Grenzwerte eingehalten werden“, fügte Paulini hinzu. „Das gilt unabhängig von der gerade aktuellen Mobilfunkgeneration. Viele technische Aspekte von 5G sind mit denen der bisherigen Mobilfunkstandards vergleichbar.


Studien haben gezeigt, dass die bestehenden Grenzwerte ausreichend schützen. Hinsichtlich möglicher Langzeitwirkungen intensiver Handynutzung gibt es allerdings noch offene Fragen, die wir untersuchen. Deshalb raten wir zur Vorsorge. Bei der Auswahl eines Mobilfunkgeräts sollte zum Beispiel darauf geachtet werden, dass es möglichst strahlungsarm ist.“

Die neue Mobilfunktechnik 5G verspricht deutlich höhere Datenübertragungsraten als die bisherigen Standards LTE (4G), UMTS (3G) und GSM (2G). Auch die Datenraten für einzelne Nutzer und die Netzwerkeffizienz sollen deutlich steigen. Dadurch werden technisch anspruchsvolle Anwendungen wie selbstfahrende Autos und das „Internet der Dinge“ möglich.

Viele technische Aspekte von 5G sind mit denen bisheriger Mobilfunkstandards vergleichbar. Unter anderem soll 5G zunächst in Frequenzbereichen eingesetzt werden, in denen bereits heute Mobilfunk betrieben wird. Erkenntnisse aus Studien, in denen mögliche Gesundheitswirkungen elektromagnetischer Felder des Mobilfunks untersucht wurden, können daher zu einem großen Teil auf 5G übertragen werden.

Erst in einer späteren Ausbaustufe ist der Einsatz von höheren Frequenzen geplant, zu denen noch nicht im selben Umfang Untersuchungsergebnisse vorliegen. Das BfS hat hierzu offene Forschungsfragen formuliert und geht diese kurzfristig an.

Unabhängig von 5G gibt es jedoch weiterhin wissenschaftliche Unsicherheiten zu möglichen Langzeitwirkungen intensiver Handynutzung insgesamt. Auch zu möglichen Wirkungen auf Kinder sind noch nicht alle Fragen abschließend beantwortet. Bei der Auswahl eines Mobilfunkgeräts sollte man deshalb auf den SAR-Wert achten: Je geringer der Wert, desto strahlungsärmer ist das Gerät.

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie, die in einer bestimmten Zeit von einem Körper aufgenommen und vor allem in Wärme umgewandelt wird, bezogen auf die Masse des Körpers. Sie wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen. Um gesundheitliche Wirkungen auszuschließen, soll der SAR-Wert eines Handys nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen.

Über die SAR-Werte der auf dem Markt erhältlichen Geräte informiert die BfS-Internetseite. Die SAR-Werte-Liste umfasst mittlerweile 3.430 Geräte von 82 Herstellern und wird regelmäßig um neue Modelle erweitert.

Die SAR-Werte verschiedener Geräte finden Sie hier: www.bfs.de/sar

Bundesamt für Strahlenschutz:
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt.

Weitere Informationen unter www.bfs.de 

Jan Lauer PB2/ Pressearbeit |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht VR-/AR-Technologien aus der Nische holen
18.10.2019 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Ein Marktplatz zur digitalen Transformation
18.10.2019 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics