Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017

Vom 5. bis 9. Juni treffen sich Meeresexperten aus aller Welt zur Ozean-Konferenz der Vereinten Nationen in New York. Das Ziel der Konferenz – die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele für die Meere voranzubringen – ist ein Forschungsschwerpunkt des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS). Das Ozeanteam des Instituts ist vor Ort und lädt gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu drei Veranstaltungen zum Thema Meeresschutz ein.

Bei einer ganztägigen Veranstaltung zur Verbesserung regionaler Zusammenarbeit, die zusammen mit der deutschen Bundesregierung durchgeführt wird, werden die IASS-Forscher zwei neue Berichte zum Schutz mariner Ökosysteme und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane präsentieren, an denen sie federführend beteiligt waren. Bereits im Februar hatte das IASS ein Policy Brief (Link: http://www.iass-potsdam.de/sites/default/files/files/policy_brief_1_2017_en_arch... ) mit Empfehlungen für die Welt-Ozean-Konferenz vorgelegt und mit Unterstützung der Bundesregierung in den Vorbereitungsprozess der Vereinten Nationen übermittelt.


IASS-Wissenschaftler Sebastian Unger beim Vortrag zum Meeresschutz.

© IASS

Nachhaltige Entwicklung: Passen Wachstum und Meeresschutz zusammen?

Mit den nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) haben sich die Vereinten Nationen eine ambitionierte Agenda für die Zukunft der menschlichen Gesellschaft bis 2030 gesetzt, von der Bekämpfung von Armut und Hunger über Wirtschaftswachstum bis zu nachhaltigem Konsum. Als 14. Ziel definiert die UN den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen unter Wasser. Doch wie gut lässt sich der Meereschutz mit anderen Entwicklungszielen vereinbaren? Wo gibt es Konflikte und wo ergeben sich Synergien? Das ist die Fragestellung der Diskussionsrunde, die der Internationale Wissenschaftsrat (ICSU) mit den IASS-Meeresexperten und weiteren Partnern ausrichtet.

Tag/Zeit: 5. Juni 2017 9:00-10:30 (EST)
Ort: Konferenzraum B, Hauptquartier der Vereinten Nationen
Event: Interconnections Among the SDGs as a Force Multiplier for Implementation Of SDG14
IASS-Experten vor Ort: Stefanie Schmidt und Sebastian Unger

Hintergrund mit Grafiken und Fallbeispielen aus aller Welt: ICSU – A Guide to SDG Interactions: from Science to Implementation (ab S.176) (Link: https://www.icsu.org/current/press/new-report-from-scientific-experts-provides-a... )

Regionale Zusammenarbeit für nachhaltige Meere

Ozeane kennen keine Grenzen. Nur wenn die Küstenstaaten kooperieren, kann eine Meeresregion wirklich geschützt und nachhaltig bewirtschaftet werden. Wie das effektiv geschehen kann, ist Thema der ganztägigen Tagung, die das IASS mit der Bundesregierung, der schwedischen Regierung, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen sowie dem Pariser Institut für nachhaltige Entwicklung und internationale Beziehungen (IDDRI) und dem Think Tank for Sustainability TMG durchführt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zum Schutz der Ozeane politisch umsetzen lassen.

Mit dabei sind die schwedische Umweltministerin Karolina Skog, der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms Erik Solheim, Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, sowie Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und IASS-Gründungsdirektor. Unter dem Dach der vom IASS mitinitiierten „Partnership for Regional Ocean Governance“ (PROG) stellen IASS-Forscher gemeinsam mit IDDRI und TMG die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützte Studie „Partnering for a Sustainable Ocean - The Role of Regional Ocean Governance in Implementing Sustainable Development Goal 14“ vor. Die Studie analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen internationaler Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in Meeresregionen.

Tag/Zeit: 6. Juni 2017 9:30-17:00 (EST)
Ort: Ständige Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen
Event: Oceans in the 2030 Agenda: The role of Regional Governance
IASS-Experten vor Ort: Sebastian Unger, Carole Durussel

Wissen teilen: Gute Beispiele für integriertes Meeresmanagement

Was macht Meeres- und Küstenschutz erfolgreich? Welche positiven Praxisbeispiele gibt es? Auf einer Veranstaltung, die das IASS mit der US-amerikanischen Behörde für Ozean- und Atmosphärenschutz (NOAA) und anderen Partnern ausrichtet, wird das Wissen geteilt: Praktiker und Vertreter von Meeresschutz-Organisationen treffen sich mit Umwelt- und Nachhaltigkeitsexperten und tauschen Fallbeispiele und Lösungsoptionen aus. Besonderer Fokus liegt auf der Ozeanversauerung, die mit Korallenriffen und anderen Lebensformen im Meer auch die wirtschaftlichen Grundlagen und Küsteninfrastruktur vieler kleiner Inselstaaten bedroht. Anstoß und Diskussionsgrundlage für die Veranstaltung ist ein IASS-Policy Brief zum Aufbau von Kapazitäten für nachhaltiges Meeresmanagement.
(Link: http://www.iass-potsdam.de/sites/default/files/files/policy_brief_3_2016_en_capa... )

Tag/Zeit: 7. Juni 2017 9:00-10:30 (EST)
Ort: Konferenzraum B, Hauptquartier der Vereinten Nationen
Event: Capacity Development Solutions for Managing, Protecting, Conserving and Restoring Marine and Coastal Ecosystems
IASS-Experte vor Ort: Sebastian Unger

Die IASS-Experten vor Ort

Sebastian Unger
ist Projektleiter für die Governance der Ozeane am IASS. Als Experte für internationale Ozeanpolitik hat der Biologe und Politologe regionale Strategien im Nord-Ost-Atlantik und das erste internationale Netzwerk von Meeresschutzgebieten auf hoher See mitentwickelt.

Dr.Carole Durussel
arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Ozean-Team des IASS. Die Meereswissenschaftlerin erforscht den Schutz und die nachhaltige Nutzung der marinen Artenvielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Hoheitsgewässer, besonders auf regionaler Ebene.

Mehr über die Meeresforschung am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung IASS erfahren Sie auf unserer Webseite Governance der Ozeane. (Link: http://www.iass-potsdam.de/de/forschung/ozeane )

Zur Vereinbarung von Interviews vor oder während der Konferenz wenden Sie sich bitte an

Eva Söderman und Anja Krieger
Presse & Kommunikation
Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.
Berliner Straße 130, 14467 Potsdam
Tel. +49 (0)331 288 22-340/479
Fax +49 (0)331 288 22-310
E-Mail eva.soederman@iass-potsdam.de / anja.krieger@iass-potsdam.de
www.iass-potsdam.de

Das von den Forschungsministerien des Bundes und des Landes Brandenburg geförderte Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) hat das Ziel, Entwicklungspfade für die globale Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft aufzuzeigen. Das IASS folgt einem transdisziplinären, dialogorientierten Ansatz zur gemeinsamen Entwicklung des Problemverständnisses und von Lösungsoptionen in Kooperation zwischen den Wissenschaften, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein starkes nationales und internationales Partnernetzwerk unterstützt die Arbeit des Instituts. Zentrale Forschungsthemen sind u.a. die Energiewende, aufkommende Technologien, Klimawandel, Luftqualität, systemische Risiken, Governance und Partizipation sowie Kulturen der Transformation.

Weitere Informationen:

https://oceanconference.un.org/index.php?page=view&type=20000&nr=1301&am...
https://oceanconference.un.org/index.php?page=view&type=20000&nr=1220&am...
https://oceanconference.un.org/index.php?page=view&type=20000&nr=1943&am...

Eva Söderman | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: EST IASS Meeresschutz Nachhaltigkeitsforschung Ozeane

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart
16.11.2018 | Pädagogische Hochschule Karlsruhe

nachricht Können Roboter im Alter Spaß machen?
14.11.2018 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics