Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was leisten Methoden der natürlichen Familienplanung?

24.09.2012
Europäische Fachgesellschaften bestätigen Sicherheit der natürlichen Methode „Sensiplan“ / Kongress zum 30-jährigen Bestehen der Arbeitsgruppe „Natürliche Familienplanung“ am 29. September 2012 in Heidelberg / Journalisten sind herzlich eingeladen!

Wie sicher lässt sich mit Methoden der natürlichen Familienplanung eine Schwangerschaft vermeiden bzw. anstreben? Welche Unterschiede gibt es? Wie alltagstauglich sind sie? Am Samstag, den 29. September 2012, veranstalten die Malteser, die Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg und der Bereich Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz in Heidelberg einen Kongress zum Thema „Natürliche Familienplanung“.

Anlass ist das 30-jährige Bestehen der gleichnamigen Arbeitsgruppe der Malteser, die von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wissenschaftlich begleitet wird. Renommierte Frauenärzte und Endokrinologen aus ganz Deutschland diskutieren Grundlagen, Anwendungsbereiche und Entwicklungen der natürlichen Familienplanung. Im Mittelpunkt steht „Sensiplan“, eine natürliche Methode der Empfängnisregelung, deren Zuverlässigkeit gerade von mehreren medizinischen Fachgesellschaften bestätigt wurde. Aktuelle Forschungsergebnisse aus Heidelberg zeigen aber auch, dass die bewusste Anwendung der Methode Frauen nach jahrelang unerfülltem Kinderwunsch helfen kann, schwanger zu werden.

Der Kongress beginnt um 9.30 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Frauenklinik, Voßstr. 9, 69115 Heidelberg. Anmeldungen sind noch möglich. Journalisten sind herzlich eingeladen.

Der caritativ tätige Ritterorden der Malteser, der im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründet wurde, unterstützt weltweit Bedürftige, Alte und Kranke unabhängig von Religion oder Herkunft. In Deutschland engagiert er sich in unterschiedlichen Bereichen wie der Kranken- und Altenpflege. Ein weiterer Bereich sind die Malteser Werke mit den Abteilungen „Jugend, Schule und Soziales“, „Migration“ sowie „Gesundheitsförderung und Prävention“, die bundesweit Beratung und Begleitung anbieten. Die Arbeitsgruppe „Natürliche Familienplanung“ (NFP) gehört der Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention an.
Methoden ähnlich, aber große Unterschiede in Zuverlässigkeit

Die Methode zur natürlichen Familienplanung „Sensiplan“ wurde von der Malteser Arbeitsgruppe NFP in Zusammenarbeit mit mehreren Universitätskliniken entwickelt. Bei dieser wissenschaftlich abgesicherten Methode beobachten Frauen bestimmte Anzeichen der Fruchtbarkeit, die sich im Laufe des Zyklus verändern. Dazu gehören u.a. Veränderungen der Körpertemperatur und des Gebärmutterhalsschleims. Diese Symptome werden aufgezeichnet und nach bestimmten Regeln ausgewertet. So lassen sich die fruchtbaren Tage bestimmen, um eine Schwangerschaft gezielt anzustreben oder zu vermeiden.

Bei richtiger Anwendung ist diese Methode so sicher wie die „Pille“ und wird daher von verschiedenen deutschen und europäischen Fachgesellschaften, z.B. der European Society of Contraception und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF), in ihren aktuell überarbeiteten Leitlinien zur Empfängnisverhütung („Kontrazeption bei der Frau“) empfohlen. Dazu analysierte ein Expertenteam unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Rabe, Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, u.a. die international vorliegenden Studien zu verschiedenen natürlichen Methoden: „Aktuell erfüllt nur Sensiplan die hohen Ansprüche der Nutzerinnen“, erklärt Dr. Petra Frank-Herrmann, Gynäkologin an der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen der Universitäts-Frauenklinik.
Sie koordiniert im Team um Professor Dr. Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Abteilung, die deutschlandweite Begleitforschung zu Sensiplan. „Für interessierte Frauen ist es wichtig, sich gut zu informieren: Es gibt zahlreiche ähnliche Methoden, die häufig mit unseren Studienergebnissen beworben werden, obwohl sie anderen Auswertungsregeln folgen und nicht ausreichend untersucht oder deutlich unzuverlässiger sind als Sensiplan“, warnt die Expertin. Die Bewertung der verschiedenen Methoden ist ebenfalls Thema des Kongresses.

Studie: Natürliche Empfängnisplanung unterstützt Erfüllung des Kinderwunsches
Die Methode eignet sich allerdings nicht nur zur Vermeidung einer Schwangerschaft: Im Rahmen einer Studie an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wurden Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch in der Anwendung von Sensiplan geschult. Ziel war es, herauszufinden, ob die genaue Kenntnis der fruchtbaren Tage eine Schwangerschaft unterstützen kann. „Die Studienteilnehmerinnen versuchten bereits seit drei bis vier Jahren schwanger zu werden und waren deshalb zum Teil auch in Behandlung“, sagt Frank-Herrmann. Erste Auswertungen ergaben, dass die Methode bei einem Teil der Frauen sehr schnell Erfolg zeigte, die genaue Analyse und Veröffentlichung der Daten steht noch aus.

Zu den Aufgaben der 1981 gegründeten Arbeitsgruppe NFP gehört es, Informationen rund um die Natürliche Familienplanung zielgruppengerecht aufzuarbeiten und kontinuierlich zu aktualisieren, NFP-Beraterinnen und Berater auszubilden sowie die Qualität der Ausbildung und Beratungsangebote zu sichern. Seit 2009 ist die von der Arbeitsgruppe angebotene Methode unter dem Namen Sensiplan eingetragen.
Weitere Informationen im Internet:
Arbeitsgruppe NFP: http://www.nfp-online.de
Tagungsprogramm: www.nfp-online.de > NFP- Kongress 2012
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Natuerliche-Familienplanung.105835.0.html

Ansprechpartner für Interviews:
* Dr. med. Petra Frank-Herrmann
Leiterin der Bereichs „Natürliche Familienplanung“ der Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen der Universitäts-Frauenklinik
Leiterin der Sektion “Natürliche Fertilität” der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin (DGGEF)
E-Mail: petra.frank-herrmann@med.uni-heidelberg.de

* Dr. med. Ursula Sottong
Leiterin der Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention / Arbeitsgruppe NFP,
Malteser Werke gemeinnützige GmbH in Köln
Tel.: 0221 / 98 22 591
E-Mail: ursula.sottong@malteser.de

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4536
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics