Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leibniz-Institut DSMZ auf der VAAM - Jahrestagung in Bremen

07.03.2013
Neues Projekt „Phagenfänger“ in Kooperation mit Universitäten
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen informiert traditionell auf der Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) über die öffentlichen Kultursammlungen von Mikroorganismen, menschlichen, tierischen, pflanzlichen Zellkulturen und Pflanzenviren sowie aktuelle Forschungsergebnisse. Die Jahrestagung findet vom 10.-13.3.2013 zusammen mit der Koninklijke Nederlandse Verenigung voor Microbiologie (KNVM) in Bremen statt.

Auf dem Infostand (Nr. 45) in Halle 4.1. stellt die DSMZ den aktuellen Sammlungsbestand von derzeit etwa 40.000 Kulturen und die wissenschaftlichen Services vor. Interessierte Tagungsbesucher können sich direkt im Expertengespräch über die Hinterlegung von Stämmen und deren Qualitätskultivierung in der öffentlichen Sammlung oder für Patente informieren. Der Identifizierungsservice der DSMZ bietet eine Vielzahl von spezifischen Methoden zur Charakterisierung von Mikroorganismen unter Anwendung modernster Technologie an. Zudem verfügt die DSMZ über qualitätskontrollierte genomische DNA von nahezu allen in der Sammlung vorhandenen Bakterienstämmen für die breite Anwendung in der Forschung.

Als Expertin für die Spezialsammlung der über 300 Bakteriophagen steht Dr. Christine Rohde am Stand zur Verfügung. Bakteriophagen sind spezifische Viren für Bakterien und Archaeen. Sie können wie ihre Wirte aus vielen verschiedenen Habitaten isoliert werden und zeigen dabei eine hohe Vielfalt ihrer Morphologie und Genomstruktur. Phagen können in der Zukunft eine Alternative zur Bekämpfung bakterieller Infektionen darstellen. Ausgehend von der öffentlichen DSMZ-Sammlung von Bakterien und Archaea in ihrer bekannten breiten Diversität, baut die DSMZ derzeit ihre Phagensammlung substantiell aus. Mit der neuen DSMZ-Initiative „Phagenfänger“ sollen die Phagenbestände gemeinsam mit Studenten an Universitäten signifikant und gezielt erweitert werden. Zahlreiche Habitate können so mit Hilfe universitärer Studienmodule auf das Vorkommen neuer Bakteriophagen analysiert werden. Im Vordergrund steht dabei, diese in die DSMZ-Sammlung zu integrieren und für die wissenschaftliche Öffentlichkeit bereitzustellen. Als erste Partner haben schon die Technische Universität Braunschweig und die Universität Bielefeld begonnen. Die DSMZ informiert am Stand über das neue Projekt und lädt auf der VAAM weitere Universitäten ein, am kontinuierlichen Projekt „Phagenfänger“ teilzunehmen. Weitere Informationen dazu unter: http://www.dsmz.de/de/forschung/mikroorganismen/projekte/phage-trapper-projekt.h...

Parallel berichten DSMZ-Forscher und Forscherinnen über ihre aktuellen Arbeiten in wissenschaftlichen Postern und Vorträgen. Hier geht es zum Beispiel um die Zellbiologie von Planktomyceten, endophytisch lebende Bakterien in Pflanzen, die Biodiversitätsforschung in marinen Ökosystemen oder die Bedeutung von Bakterien für die Bodenfruchtbarkeit von ertragsarmen subtropischen Savannenböden.

Vorträge:

Dr. Christian Jogler:
„Towards understanding the planctomycetal cell biology” (CBV001), Dienstag 12.3, 8.30 Uhr

Dr. Pia Wüst:
“Be aware of your nucleic acid extraction bias: insights from qPCR and deep sequencing of DNA and RNA extracts from soil” (652), Mittwoch, 13.3. 9.15 Uhr

Poster:

Dr. Heike Freese: High-throughput isolation of Phaeobacter-related members of the Roseobacter clade from diverse marine samples. (MMIP006)

Katharina Huber: Soil and land use type affect the structure and function of bacterial community in subtropical savannah soils.

Dr. Mareike Jogler: Towards understanding the molecular mechanism of FtsZ independent cell division in Planctomycetes. (CBP023)

Petra Henke: Interaction of symbiotic bacteria in phototrophic consortia (128)

Dr. Nicole Brinkmann: How specific is specific? Are endophytic bacteria living inside plant calli naturally selected by the host? (593)

Hinweise für die Medien

Pressemitteilung
Sie finden diese Pressemitteilung auch auf unserer Internetseite www.dsmz.de.

Pressekontakt:

Susanne Thiele
Leiterin Presse und Kommunikation
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
Deutschland / Germany
Tel. ++49531-2616-300
Fax ++49531-2616-418
susanne.thiele@dsmz.de

www.facebook.com/Leibniz.DSMZ
www.twitter.com/Leibniz_DSMZ_en

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft und mit seinen umfangreichen wissenschaftlichen Services und einem breiten Spektrum an biologischen Materialien seit Jahrzehnten weltweiter Partner für Forschung und Industrie. Als einem der größten biologischen Ressourcenzentren seiner Art wurde der DSMZ die Übereinstimmung mit dem weltweit gültigen Qualitätsstandard ISO 9001:2008 bestätigt. Als Patenthinterlegungsstelle bietet die DSMZ die bundesweit einzigartige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags aufzunehmen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die sammlungsbezogene Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Die Sammlung mit Sitz in Braunschweig existiert seit 42 Jahren und beherbergt mehr als 32.000 Kulturen und Biomaterialien. Die DSMZ ist die vielfältigste Sammlung weltweit: neben Pilzen, Hefen, Bakterien und Archaea werden dort auch menschliche und tierische Zellkulturen sowie Pflanzenviren und pflanzliche Zellkulturen erforscht und archiviert. www.dsmz.de

Leibniz Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Wissenschaftscampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro.

Susanne Thiele | idw
Weitere Informationen:
http://www.dsmz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Mister Raney bekommt Konkurrenz - Ein neuer Katalysator auf Nickel-Basis nutzt Nano-Strukturen

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics