Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wenn Lebensmittel zu Giften werden

01.11.2012
Ernährungsfachtagung am 8. November an der Universität Jena

Ohne sie kann der Mensch nicht überleben: Lebensmittel. Aus ihnen schöpft der menschliche Körper die benötigte Energie und die erforderlichen Nährstoffe. Doch schnell kann aus dem Mittel zum Leben ein Gift werden, das dem Körper schadet.

Mit toxischen Aspekten von Lebensmitteln beschäftigt sich die 20. Ernährungsfachtagung der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Thüringen“ am 8. November (ab 9.30 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes, Fürstengraben 1). Die Tagung steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Gesundheitsministeriums.

Der Verzehr von Pistazien kann beispielsweise fatale Folgen haben, ist die Nuss mit Pilzen überzogen. „Bei Nüssen besteht eine erhöhte Gefahr, da sie bereits aufgeknackt sind. Dadurch haben es Schimmelpilze sehr viel einfacher“, sagt Prof. Dr. Gerhard Jahreis von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Esse man nun über Jahre hinweg mit Mykotoxinen belastete Nüsse oder andere verschimmelte Lebensmittel, so der Lehrstuhlinhaber für Ernährungsphysiologie, könne dies im Extremfall krebserregend sein. Prof. Dr. Pablo Steinberg aus Hannover hält zu Pilzgiften einen Vortrag während der Tagung.

Doch auch andere Nahrungsmittel können giftig wirken. „Fleisch – Ein Stück Lebenskraft“ ist der Vortrag von Prof. Dr. Michael Glei (Jena) überschrieben. „Fleisch ist stark umstritten, denn es enthält das oxidationsfördernde Element Eisen“, weiß Prof. Jahreis. „Eisen begünstigt Veränderungen an anderen Lebensmittelinhaltsstoffen oder Stoffwechselprodukten im Körper, wie den ungesättigten Fettsäuren und den Proteinen. Dabei entstehen Abbauprodukte, die z. B. an der DNA des Menschen Strangbrüche verursachen können. Die dadurch verursachte falsche genetische Information erhöht die Krebsgefahr“, sagt der Jenaer Ernährungswissenschaftler und Organisator der Tagung. Dennoch empfiehlt er, zwei Mal pro Woche rotes Fleisch oder Wurst zu essen. Schließlich enthalte es wertvolles Eisen, das wohldosiert für die Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin benötigt wird.

Weitere Themen der Tagung sind Trinkwasser, Alkohol und Antioxidantien.
Einzelheiten zum Programm sind im Internet zu finden unter:
http://www.e-phys.uni-jena.de/index.php/aktuelles.html.

Kontakt:
Prof. Dr. Gerhard Jahreis
Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Jena
Dornburger Str. 24
07743 Jena
Tel.: 03641 / 949610
E-Mail: b6jage[at]uni-jena.de

Stefanie Bühlchen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.e-phys.uni-jena.de/index.php/aktuelles.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur
17.04.2019 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck
17.04.2019 | Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Im Focus: Quantum simulation more stable than expected

A localization phenomenon boosts the accuracy of solving quantum many-body problems with quantum computers which are otherwise challenging for conventional computers. This brings such digital quantum simulation within reach on quantum devices available today.

Quantum computers promise to solve certain computational problems exponentially faster than any classical machine. “A particularly promising application is the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Kühlen nach Art der Pflanzen

18.04.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics