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Krebs-Experten tagen in der Lüneburger Heide

17.06.2010
18. Wilsede-Meeting mit hochkarätiger internationaler Besetzung

Erkenntnisse aus der Stammzellforschung sowie Fortschritte in der Immun- und Gentherapie bei Krebs stehen im Mittelpunkt des 18. Wilsede-Meetings vom 19. bis zum 23. Juni 2010. Renommierte Wissenschaftler aus aller Welt berichten über den aktuellen Stand der Krebsforschung: 165 Teilnehmer, darunter zahlreiche Nachwuchswissenschaftler, haben sich angemeldet.

„Traditionell befasst sich das Wilsede-Meeting mit neuen Erkenntnissen der Entstehung von Leukämie- und Tumorzellen sowie innovativen Wegen ihrer Behandlung“, erklärt Professor Dr. Axel Zander, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), der die Wilsede-Meetings seit 1992 leitet. Das Treffen in der Lüneburger Heide hat mittlerweile Tradition: Schon 1973 trafen sich in Wilsede erstmals rund 80 Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern, um Fragen der Entstehung von Blutkrebs zu diskutieren.

Das diesjährige wissenschaftliche Programm, das wie in den letzten Jahren von Carol Stocking (Heinrich-Pette-Institut Hamburg) und Boris Fehse (UKE) zusammengestellt wurde, widmet sich vor allem der Frage der Stammzellen von Leukämien und Tumoren. Bei diesen Zellen handelt es sich um Fabrikzellen für den Tumor, welche die Erkrankung immer wieder neu entfachen können und so auch für die gefürchteten Rückfälle einer bereits erfolgreich behandelten Tumorerkrankung verantwortlich sind. Wie werden diese Zellen reguliert, wie kann man ihre Regulation beeinflussen und welche therapeutischen Konzepte ermöglichen es, diese Zellen aufzuspüren und zu eliminieren? All dies sind Fragen, die thematisiert werden sollen.

Außerdem diskutieren die Wissenschaftler über aktuelle Forschungsergebnisse zum Themenkomplex „Epigenetische Mechanismen der malignen Transformation“, also der Umwandlung von Körperzellen in Tumorzellen, sowie zu Fortschritten der Immun- und Gentherapie bei Krebserkrankungen.

Die Wilsede-Treffen werden bereits seit 1978 von der Deutschen Krebshilfe gefördert. In diesem Jahr investiert die gemeinnützige Organisation 75.000
Euro in den internationalen Wissensaustausch, um die Krebsmedizin voran
zu bringen. Außerdem wird Professor Dr. Ralf Küppers, Universitätsklinikum Essen, als Mitglied des Fachausschusses ’Nachwuchsförderung’ der Deutschen Krebshilfe über das Career Development Programm der gemeinnützigen Organisation berichten. „Die Nachwuchsförderung ist uns ein wichtiges Anliegen“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe in Bonn. „Im Rahmen unseres ’Career Development Programs’ bieten wir jungen Ärzten und Naturwissenschaftlern Stipendien an, fördern den Aufbau von Nachwuchs-Forschergruppen und stiften Professuren. Die Unterstützung junger Wissenschaftler trägt mit dazu bei, die Qualität der Versorgung krebskranker Menschen in Deutschland auf einem hohen Niveau zu halten und weiter zu verbessern.“

Hintergrund-Informationen: Forschungsförderung

Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Dabei stellt die Förderung der Krebsforschung ein wichtiges Kernelement ihrer Aktivitäten dar. Jedes Jahr investiert die gemeinnützige Organisation über 40 Millionen Euro in die onkologische Forschung. Damit ist die Deutsche Krebshilfe der wichtigste private Geldgeber auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik. Bei allen Forschungsvorhaben zu den Themen Prävention, Krebsentstehung, Diagnostik und Behandlung stellt die Deutsche Krebshilfe den Patienten in den Mittelpunkt. Die Forschungsergebnisse sollen dem kranken Menschen möglichst rasch zugute kommen.

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.wilsede-meeting.com

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