Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kongress Viszeralmedizin erstmals gemeinsam mit Partnerland

14.07.2015

Die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bauchraums und Verdauungstrakts erfordern die Kooperation verschiedener Spezialisten. Gastroenterologen und Chirurgen arbeiten bei der Behandlung von Erkrankungen wie Refluxkrankheit, Reizdarmsyndrom oder Leberkrebs sektorenübergreifend eng zusammen. Auf einem gemeinsamen Kongress, der Viszeralmedizin, diskutieren sie über neueste medizinische Erkenntnisse. In diesem Jahr werden die Mediziner vom 16. bis 19. September in Leipzig tagen. Erstmals tauschen sie sich nicht nur fächerübergreifend, sondern auch länderübergreifend aus. Die Niederlande sind als europäisches Partnerland in den Kongress eingebunden.

„Mit dem diesjährigen Kongressmotto `integrativ - kommunikativ - innovativ´ bringen wir die großen Herausforderungen der Viszeralmedizin in Forschung und Versorgung auf den Punkt“, erläutert Professor Dr. med. Joachim Labenz, Kongresspräsident der DGVS.

„Denn um Patienten bestmöglich zu versorgen, müssen sämtliche Disziplinen der Viszeralmedizin effektiv zusammenarbeiten und schließlich gemeinsam eine zukunftsweisende Forschungsarbeit leisten.“ Ein weiteres zentrales Element des diesjährigen Kongresses wird der Austausch mit den Kollegen aus den Niederlanden sein. „In Bezug auf Spezialisierung und klinische Forschung ist dieses Land vorbildlich organisiert und wir freuen uns auf einen intensiven Austausch“, so Labenz.

Das Kongressprogramm deckt das gesamte Spektrum der Viszeralmedizin ab. Unter anderem stehen Updates zur akuten Pankreatitis sowie zu gastroenterologischen Autoimmunkrankheiten auf dem Programm. Auch der Diagnostik und Therapie von Helicobacter pylori ist eine Sitzung gewidmet. Unter dem Titel „Freund, Feind oder beides?“ diskutieren die Mediziner, wie schädlich oder mitunter nützlich der Magenkeim tatsächlich ist. Weitere Veranstaltungen widmen sich neuen Leitlinien und ihrer Umsetzung im klinischen Alltag – so etwa zu den aktuellen Leitlinien „Sedierung in der Endoskopie“ oder zur „perioperativen Antibiotikaprophylaxe“.

„Wie bei allen Erkrankungen, die nur interdisziplinär wirksam behandelt werden können, gibt es auch in der Viszeralmedizin mitunter kontroverse Sichtweisen – etwa bei der Frage, in welchen Fällen die chirurgische, endoskopische oder konservative Therapie den größeren Nutzen für den Patienten bringen“, erläutert Professor Dr. med. Dietmar Lorenz, Präsident der DGAV.

„Neben der Abbildung der aktuellen diagnostischen und therapeutischen Standards in den verschiedenen Sitzungen geben wir deshalb auch der Diskussion von Kontroversen ausreichend Raum.“ Sie werden in TED-Sitzungen anhand von Fallszenarien interaktiv mit dem Auditorium erörtert. Immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt die Patientensicherheit. „Wir werden deswegen gemeinsam mit Vertretern des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, der Politik und unserer wissenschaftlichen Fachgesellschaften am 17. September, dem Tag der Patientensicherheit, eine gemeinsame Sitzung veranstalten“, führt Professor Lorenz weiter aus.

Die Endoskopie-Experten der DGVS veranstalten neben ihren Fachsitzungen zu neuesten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Endoskopie auch ein Video-Forum Endoskopie. „Unser Fach ist ja ein visuelles – es lebt von Bildern. Auf dem Kongress präsentieren wir zehn ausgewählte, technisch hochwertige Videos, die interessante Fälle sowie innovative und anspruchsvolle endoskopische Techniken zeigen“, so Professor Dr. med. Andrea May, Vorsitzende der Sektion Endoskopie. Namhafte Experten kommentieren diese und der beste Videobeitrag wird am Ende der Sitzung mit einem Preis ausgezeichnet.

Der Kongress bietet auch Patienten ein vielfältiges Programm: In kostenfreien Arzt-Patienten-Seminaren, die am Samstag, dem 19. September 2015 im CCL Leipzig stattfinden, informieren Ärzte und Selbsthilfegruppen über Bauchspeicheldrüsen- und Leberleiden, Therapie, Diagnostik und Sozialrecht bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sowie über das Reizdarmsyndrom. Mehr Informationen dazu im Internet unter: http://www.viszeralmedizin.com/indexL1.jsp?neid=364

Für Mitglieder der DGVS und DGAV ist die Teilnahme am Kongress kostenlos. Nichtmitglieder zahlen 125 Euro Teilnahmegebühr (bei Anmeldung bis zum 31. Juli 2015). Für Assistenzärzte und Studenten gelten ermäßigte Tarife.
Anmeldeformulare sowie das Vorprogramm des Kongresses finden Interessierte im Internet unter: http://www.viszeralmedizin.com.


Pressekontakt:
Pressestelle Viszeralmedizin 2015
Juliane Pfeiffer, Ina Lorenz-Meyer
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931-693
Fax: 0711 8931-167
pfeiffer@medizinkommunikation.org
lorenz-meyer@medizinkommunikation.org
http://www.viszeralmedizin.com

Medizin - Kommunikation | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“
12.02.2020 | Technische Universität Chemnitz

nachricht 4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart
10.02.2020 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics