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Internationales Treffen von Wissenschaftlern der Flüssigkristallforschung in Mainz

09.08.2012
24. Internationale Flüssigkristallkonferenz findet vom 19. bis 24. August in der Rheingoldhalle statt.

Die weltweit bedeutendste Tagung der Flüssigkristallforschung findet nach über 20 Jahren wieder in Deutschland statt. Rund 800 Wissenschaftler aus aller Welt werden vom 19. bis 24. August 2012 in Mainz auf der 24. International Liquid Crystal Conference (ILCC) zusammentreffen.

Die Veranstaltung in der Rheingoldhalle wird von Prof. Dr. Harald Pleiner vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung und Prof. Dr. Rudolf Zentel von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisiert. Als Schirmherrin der Konferenz fungiert die Internationale Gesellschaft für Flüssigkristallforschung (ILCS). Die Konferenzteilnehmer können ca. 300 Vorträgen aus 20 Themengebieten rund um die Flüssigkristallforschung beiwohnen und sich gegenseitig mit über 550 Postern über ihre wissenschaftliche Arbeit informieren. 2010 wurde der Kongress in Krakau (Polen) ausgerichtet. In Deutschland war letztmalig Freiburg 1988 Gastgeber der Veranstaltung.

Flüssigkristalle aus modernem Leben nicht mehr wegzudenken

Flüssigkristalle wurden bereits Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sie eine enorme technische Verbreitung erfahren und sind heute nahezu in jedem Display oder Flachbildschirm zu finden. Flüssigkristalle sind damit das erfolgreichste Beispiel für organische Funktionsmaterialien.

Die teilnehmenden Wissenschaftler stellen auf der Konferenz aktuelle Forschungen zu flüssigkristallinen Substanzen vor und diskutieren die Weiterentwicklung dieser Materialien. Das Themenspektrum reicht von Struktur und Ordnung flüssigkristalliner Phasen über das molekulare Design neuer Materialien bis zur Optimierung optoelektronischer Eigenschaften. Neben den klassischen Themenfeldern haben die Organisatoren vier fachübergreifende Grenzbereiche ausgewählt. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung flüssigkristalliner Ordnungsprinzipien, um die elektrischen Eigenschaften von organischen Halbleitern zu verbessern, die für flexible Solarzellen verwendet werden können. Andererseits finden flüssigkristalline Ordnungsprozesse in lebenden Organismen und biologisch relevanten Systemen verstärkt Interesse für Anwendungen, die von der Materialwissenschaft bis hin zur Medizin reichen.

Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Zentel
Institut für Organische Chemie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-20361
Fax +49 6131 39-24778
E-Mail: zentel@uni-mainz.de
http://www.ak-zentel.chemie.uni-mainz.de/
Prof. Dr. Harald Pleiner
Max-Planck-Institut für Polymerforschung
D 55021 Mainz
Tel. +49 6131 379-246
Fax +49 6131 379-340
E-Mail: pleiner@mpip-mainz.mpg.de
http://www.mpip-mainz.mpg.de/~pleiner

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de
http://www.ilcc2012.de/
http://www.ilcsoc.org/ILCS

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