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Internationaler Austausch: CSR-Experten aus aller Welt zu Gast an der FOM Hochschule

25.04.2013
„Wir wollen gemeinsam neue Wege finden, um nachhaltige Innovationen für Unternehmen zu schaffen und unsere Ressourcen dabei für mehr als nur unseren persönlichen Vorteil einzusetzen.“

Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Linda O’Riordan die FOM International Research Conference in Köln und gab gleichzeitig die Marschrichtung für die kommenden beiden Tage vor: Über 100 Teilnehmer und Referenten aus aller Welt diskutierten an der FOM Hochschule am Rheinauhafen, wie sich Corporate Social Responsibility in Geschäftsmodelle integrieren lässt. Dabei ging es sowohl um strategische Überlegungen als auch um unternehmerische Kernfunktionen wie Personalmanagement, Marketing oder Finanzen.

Einen konkreten Vorschlag für einen möglichen neuen Weg hatte beispielsweise Prof. Dr. Jan Jonker von der niederländischen Radboud University Nijmegen im Gepäck: die sogenannte WEconomy. „Dahinter verbirgt sich ein kollaboratives Konzept, bei dem sich die nachhaltige Entwicklung gemeinsamer Werte nicht innerhalb, sondern zwischen verschiedenen Unternehmen abspielt“, erklärte der Experte. „Auch Regierungen und jeder Einzelne sollten in diesen Prozess eingebunden sein.“ Beispiele, dass dieser Ansatz funktioniere, gäbe es schon heute genug, so Jonker weiter – von der Entwicklung benzinfreier Autos bis zu Geschäftsmodellen, bei denen Haushalte ihr Abwasser verkaufen.

Prof. Dr. Ina Ehnert von der belgischen Louvain School of Management brach das Nachhaltigkeitskonzept auf den HR-Bereich herunter und nannte Charakteristika einer CSR-konformen Personalarbeit. Sie müsse beispielsweise langzeitorientiert sein und dafür sorgen, dass sich menschliche und soziale Ressourcen innerhalb des Unternehmens regenerieren und entwickeln könnten. Dafür seien neue Kompetenzen gefragt, so Ehnert: HR-Mitarbeiter müssten proaktiv tätig werden und in der Lage sein, Führungskräfte und Top-Management bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien zu unterstützen.

Weitere Themen der Konferenz: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Ulrich Küpper von der Ludwig-Maximilians-Universität München stellte die Relevanz von CSR, Nachhaltigkeit und Business Ethics zur Diskussion. Der afrikanische CSR-Forscher Prof. David N. Abdulai von der African Graduate School for Management and Leadership in Südafrika informierte über aktuelle CSR-Entwicklungen im afrikanischen Kontext, während Prof. Tom Nist von der Duquesne University in Pittsburgh kurzweilige Einblicke in die „American Sustainability Agenda“ gewährte. Darüber hinaus präsentierten die Experten zahlreiche Beispiele aus der Praxis: So stellte Marion Birnstill von Johnson & Johnson Projekte des Corporate Citizenship Trust des Unternehmens vor, während Dr. Ortrud Kamps von der FOM Hochschule die globale Initiative „Cotton made in Africa“ bekannt machte.

Nach Ablauf der beiden Konferenztage zeigten sich sowohl Veranstalter als auch Gäste begeistert. „Wir haben sehr viel Lob von den Teilnehmern erhalten – für die Inhalte ebenso wie für die Organisation“, lautet Linda O’Riordans Bilanz. Und auch das Fazit von Prof. Dr. Thomas Heupel, Prorektor Forschung der FOM, und Prof. Dr. Stefan Heinemann, Prorektor Kooperationen und Nachhaltigkeitsbeauftragter der FOM, fällt positiv aus. „Die Konferenz ist in diesem Jahr die internationalste und wissenschaftlich bedeutendste an der FOM Hochschule“, betont Heupel. „Sie hat deutlich gezeigt, welchen Stellenwert das Thema CSR einnimmt – sowohl für Wirtschaft und Gesellschaft als auch für uns als Hochschule.“ Und Heinemann ergänzt: „Schließlich haben wir mit dem KompetenzCentrum für Corporate Social Responsibility einen eigenen Forschungsschwerpunkt geschaffen. Gleichzeitig ist das Thema Business Ethics fester Bestandteil unserer Curricula.“

Übrigens: Die Ergebnisse und Impulse der Konferenz werden in Form eines Tagungsbandes veröffentlicht. Später folgt ein wissenschaftliches Fachwerk in englischer Sprache.

Die gemeinnützige FOM Hochschule gehört zur Stiftung BildungsCentrum der Wirtschaft (BCW) in Essen. Aktuell zählt die Hochschule in 32 Städten in Deutschland rund 21.000 Studierende. Das Besondere: Sie absolvieren die staatlich anerkannten und akkreditierten Bachelor- und Masterstudiengänge berufsbegleitend parallel zu Job oder Ausbildung.

Stefanie Bergel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fom.de

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