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Interdisziplinäre Tagung zu Spracherwerb und dessen Störungen

23.10.2012
Vom 2. bis 4. November 2012 findet an der Universität Leipzig die 7. Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES VII) statt.

In drei Keynote-Vorträgen, 41 Einzelvorträgen, vier Arbeitsgruppen und einer Postersession werden die Themen Spracherwerb, Sprachentwicklungsstörungen, Mehrsprachigkeit, Früherkennung von Auffälligkeiten sowie sprachtherapeutische Interventionen bei Sprachstörungen behandelt. 200 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum werden erwartet.

Die Tagung wird vom Fachbereich Pädagogik mit Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation (Sprachbehindertenpädagogik) an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, Institut für Förderpädagogik, gemeinsam mit der GISKID organisiert, der Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum.

Im Zentrum der Arbeit der GISKID und der Tagung stehen der Spracherwerb und seine Störungen. Sprachentwicklungsstörungen sind die größte Gruppe von bekannten Entwicklungsstörungen, trotzdem sind sie wenig bekannt und ihrer Problematik wird in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen oft zu wenig Rechnung getragen.

Nicht zuletzt die internationalen und nationalen Bildungsstudien der vergangenen Jahre haben jedoch die Bedeutung von sprachlichen Fähigkeiten für den Bildungserfolg und die Teilhabe an der Gesellschaft deutlich gemacht. Nur bei einem kleinen Teil von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen ist eine eindeutige Ursache für die Störung bekannt, zum Beispiel Kinder mit angeborenen Hörstörungen oder kognitiven Einschränkungen (wie das Down Syndrom).

Bei etwa acht Prozent der Kinder, die nicht altersgemäß in ganzen oder korrekten Sätzen sprechen können, die über einen geringen Wortschatz verfügen oder die Laute ihrer Muttersprache falsch beziehungsweise gar nicht aussprechen können, kann jedoch keine eindeutige Ursache für die Probleme im Spracherwerb verantwortlich gemacht werden.

Störungen und Auffälligkeiten der Sprachentwicklung zeigen sich in verschiedenen Bereichen der Sprachverarbeitung, weswegen sich Experten unterschiedlicher Wissenschafts- und Praxisdisziplinen mit diesem Themenfeld aus ihrer jeweiligen Fachperspektive beschäftigen. Durch die interdisziplinäre Struktur der Fachgesellschaft sollen die immer noch vorhandenen Grenzen der Betrachtung von Spracherwerb, Sprachförderung, Sprachtherapie und Sprachdiagnostik aus der Perspektive einzelner Wissenschaftsdisziplinen oder Berufsgruppen aufgehoben werden.

Zudem ist das Ziel, die Ressourcen durch die Vernetzung von Fachleuten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum noch besser nutzen zu können. Neben einem Forum für die grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Aspekte des Themengebietes möchte die GISKID ebenfalls betroffenen Eltern und Elternverbänden eine Kommunikationsplattform untereinander und die Möglichkeit zum Kontakt mit Fachleuten bieten.

Ab sofort übernimmt Prof. Dr. Rita Süssmuth die Schirmherrschaft der GISKID. Süssmuth kennt aus ihrer Arbeit als Ministerin im Bereich Jugend, Familie und Gesundheit, ihrer Tätigkeit als Bundestagspräsidentin und durch die Mitarbeit in Gremien zu Zuwanderung, Integration und Migration viele der Themenbereiche, die für die GISKID von zentraler Bedeutung sind und die Wichtigkeit von Sprachkenntnissen für die Teilhabe an der Gesellschaft verdeutlichen. Süssmuth wird dazu beitragen, die Bedeutung von sprachlichen Fähigkeiten, damit verbunden die Notwendigkeit von Früherfassung sowie sprachtherapeutischen Interventionen bei Sprachstörungen, einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Weitere Informationen:
Dr. Stephan Sallat (GISKID-Vorstandsmitglied)
Telefon: 0341 - 97 315 42 oder 0163 - 275 68 67
E-Mail: stephan.sallat@uni-leipzig.de

Katrin Henneberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.giskid.eu
http://www.uni-leipzig.de

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