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Innovationsschübe in der Kreativwirtschaft durch immersive Technologien

25.03.2011
10. Heidelberger Innovationsforum leistet Pionierarbeit bei neuen Technologien für virtuelle Umgebungen

3D-Browserspiele, virtuelle Klassenzimmer und flexibel gestaltbare Online-Arbeitsplätze: Mit dem Fokus auf „Immersive Technologies“ widmet sich das 10. Heidelberger Innovationsforum am 12. April 2011 einem wichtigen Zukunftsthema der Kreativwirtschaft.

Mehr als 20 Geschäftsideen werden in Kurzvorträgen im Studio der Heidelberger Villa Bosch vorgestellt. Forscher und Entwickler knüpfen so die richtigen Kontakte, um ihre IT-Lösungen fit für den Markt zu machen. Mit einem erweiterten Konzept öffnet sich das Forum zudem verstärkt der Anwenderseite.

Ob Servicepersonal, das Wartungsarbeiten an Maschinen vorab virtuell trainiert, oder Schüler, die den Molekülaufbau dreidimensional erkunden – immersive Technologien sind vielseitig einsetzbar. Das Heidelberger Innovationsforum konzentriert sich auf dieses wichtige Trendthema am 12. April 2011 – als eine der ersten Veranstaltungen auf dem deutschen und europäischen Markt. Angesprochen sind vielfältige Anwendungsbereiche an der Schnittstelle zwischen kreativer und traditioneller Industrie: von Produktion, Prototypen-Entwicklung, Ausbildung und Unterhaltung bis zur Visualisierung in Werbung und Marketing.

In rund 20 Kurzpräsentationen stellen Forscher und Unternehmer neuartige Produkte und Dienstleistungen vor, welche die Grenzen zwischen realen und digital erzeugten Welten zunehmend verschwimmen lassen. Dazu zählen beispielsweise virtuelle Umgebungen, die der Anwender durch Bewegungen oder akustische Signale aktiv und in Echtzeit beeinflussen kann – so wie bei einem Flugsimulator.

Marktanforderungen im Blick
Die MFG Baden-Württemberg und das European Media Laboratory veranstalten den Matchmaking-Event bereits zum zehnten Mal gemeinsam im Studio der Villa Bosch in Heidelberg. In diesem Jahr bietet das Forum eine noch breitere Informationspalette: Neben den Kurzpräsentationen der Geschäftsideen kommt auch die Anwenderseite verstärkt zu Wort. In sogenannten „Showcase-Sessions“ stellen Vertreter aus Anwenderbranchen ihren Bedarf sowie ihre Produkt- und Entwicklungsstrategien vor. Anschließend präsentieren jeweils vier Unternehmen ihre Lösungen.

Technisch und grafisch hochwertige 3D-Browserspiele entwickeln
Die erste Showcase-Session widmet sich dem Thema „Gamification“. Jason Della Rocca, Games-Experte und Gründer des Beratungsunternehmens „Perimeter Partners“, erläutert die Schwerpunkte der kanadischen Games-Branche. Kanada hat sich in den letzten Jahren zu einer der Topadressen für digitale Medien entwickelt und wichtige Branchengrößen – vor allem aus der Games-Szene – angezogen.

Obwohl der Markt für Browserspiele kontinuierlich wächst, hinken die Entwickler den klassischen Computer- und Konsolenspielen hinterher. Die meisten Onlinespiele sind Flash-basiert und haben keine echten 3D-Effekte. Hier hat das Digital Frame Studio aus Stuttgart eine Lösung parat: Mit „Azarak“ möchte Geschäftsführer Benc Orpac zukünftig zu Branchengrößen wie Bigpoint oder Game Forge aufschließen. Das technisch und grafisch sehr hochwertige Browserspiel hat das Digital Frame Studio mithilfe einer neuen Technologie namens Unity3D entwickelt. Dadurch können beispielsweise Schatten, Wind oder Kollisionen realitätsnah simuliert und somit 3D-Effekte im Browser ermöglicht werden. Das innovative Episodenkonzept sieht zudem vor, die Spielergemeinde miteinzubeziehen, so dass monatlich ein neues „Level“ veröffentlicht und die Spielewelt kontinuierlich vergrößert wird.

Neue Kollaborationsformate: Virtuelle Arbeitsplätze und Klassenzimmer
Die zweite Showcase-Session wird von Stanley Wang, Generaldirektor des taiwanesischen „Institute for Information Industry“ eröffnet. Er stellt die Bedingungen in einem der weltweit größten Märkte für IT, Medien und Unterhaltungselektronik vor und sucht neue Kollaborationsformate für die unternehmensinterne und konzernübergreifende Kommunikation.

Eine mögliche Lösung präsentiert das Ulmer Unternehmen TriCAT: Um das große Potenzial virtueller Welten auch für kleine und mittlere Unternehmen zugänglich zu machen, forscht und entwickelt TriCAT derzeit an einer flexibel anpassungsfähigen 3D-Online-Umgebung. Einzigartig daran ist eine Echtzeit-Verknüpfung der virtuellen Welt mit Prozessen und Daten der realen Arbeitswelt. So können Unternehmen ihre 3D-Handlungsumgebungen selbst zusammenstellen, Daten und Objekte darin repräsentieren und mit einer Gruppe von Personen virtuell zusammenarbeiten.

Schülern, Studenten und Auszubildenden das Wissen über komplexe dreidimensionale Fragestellungen zu vermitteln, ist eine große Herausforderung. Diese Herausforderung findet sich in fast jedem Lernumfeld, besonders in solchen mit technischem Bezug. Die Lösung der Visenso GmbH: ein virtuell angereichertes Klassenzimmer, der „Cyber Classroom“. Darin kombiniert das Stuttgarter Unternehmen 3D-Visualisierung mit 3D-Interaktion und didaktisch optimal aufbereiteten Inhalten in einer preiswerten und einfach zu bedienenden Lernumgebung. Die Virtual-Reality-Anwendung visualisiert die Lerninhalte über eine Immersionswand, 3D-Stereofernseher oder speziellen Videobrillen. Dadurch soll der Lernprozess effizienter, die Motivation der Lernenden größer und die Flexibilität bei der Entwicklung der Inhalte erweitert werden.

Als Vorbereitung für die Showcases bietet die MFG Baden-Württemberg den teilnehmenden Unternehmen ein intensives Coaching an, die von MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis und Carlo Donzella (Geschäftsführer MediaKIS, Malta) durchgeführt werden.

Über das Heidelberger Innovationsforum
Das Heidelberger Innovationsforum vernetzt seit 2005 erfolgreich IT-Forscher und Marktakteure in frühen Innovationsphasen. Ziel der Veranstaltung ist, die Lizenzierung von Technologien sowie die Finanzierung von Start-up-Firmen zu unterstützen und die Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Firmen zu verbessern. Mit großem Erfolg: Auf den vergangenen Veranstaltungen haben über 325 Erfinder und Entwickler aus 10 Ländern ihre Ideen vorgestellt. Mehr als die Hälfte von ihnen konnte vielversprechende Kontakte zu Investoren und Entscheidern aus der Industrie knüpfen.

Über die MFG Baden-Württemberg
Als Innovationsagentur des Landes für IT und Medien stärkt die MFG Baden-Württemberg seit 1995 den IT-, Medien- und Kreativstandort Baden-Württemberg. Sie verbessert die landesweite Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit u. a. durch die Förderung regionaler, nationaler und internationaler Kooperationen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von erfolgreichem Unternehmertum, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen, sowie deren Vernetzung mit anwendungsnaher Forschung und öffentlichen Förderprogrammen.

Über das European Media Laboratory
Die European Media Laboratory GmbH (EML) GmbH ist ein Entwicklungs- und Forschungsunternehmen im Bereich der angewandten IT mit Sitz in Heidelberg, das von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Experience IT – Intuitive Technology“ forscht und entwickelt das EML in den Bereichen „Mensch-Technik-Interaktion“ und „automatische Sprachverarbeitung.“

Fachlicher Ansprechpartner

MFG Baden-Württemberg mbH
Innovationsagentur des Landes
für Informationstechnologie und Medien
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

Christof Lechner
Projektleiter Technologie Transfer
Tel.: 0711-90715-352
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: lechner@mfg.de
innovation.mfg.de
Ansprechpartnerin für die Presse

Silke Ruoff
Leiterin Stabsstelle Kommunikation/Marketing
Tel.: 0711-90715-316
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: ruoff@mfg.de
innovation.mfg.de

Silke Ruoff | MFG Baden-Württemberg mbH
Weitere Informationen:
http://innovation.mfg.de
http://www.eml-development.de
http://www.heidelberger-innovationsforum.de

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Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

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