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Hirnmetastasen: Operation kann Lebensqualität verbessern

13.06.2012
63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie
13. bis 16. Juni 2012, Congress Center Leipzig (CCL)

In der Behandlung von Hirnmetastasen konkurrieren Strahlentherapie und Neurochirurgie. Für die Operation spricht die rasche Erholung und der damit verbundene Gewinn an Lebensqualität, berichtet eine Expertin anlässlich der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie in Leipzig.

Bei Lungen-, Brust- und Nierenkrebs sowie beim schwarzen Hautkrebs kommt es häufig zur sogenannten Absiedlung von Tumorzellen im Gehirn. Die Metastasen verdrängen das gesunde Nervengewebe. Da es unter dem Schädeldach keine Ausweichmöglichkeiten gibt, leiden viele Patienten beispielsweise unter starken Kopfschmerzen, Krampfanfällen oder Lähmungen. Einzelne Hirnmetastasen können durch eine Operation entfernt werden.

„Der neurochirurgische Eingriff ist heute sicher“, sagt Dr. med. Petra Schödel von der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Regensburg, die die Ergebnisse von 178 Patienten ihrer Klinik ausgewertet hat.

Kein Patient sei an den Folgen der Operation verstorben. Nur bei jedem zehnten hätte die Operation, bei der manchmal auch gesundes Hirngewebe mit entfernt werden muss, Auswirkungen auf die Gesundheit gehabt. Schödel: „Die meisten Patienten erholten sich innerhalb weniger Tage und ihr Allgemeinzustand verbesserte sich rasch.“

Den größten Nutzen von der Operation hatten laut Schödel Patienten mit Lähmungserscheinungen oder einem erhöhten Hirndruck (Kopfschmerzen). Nur bei vier Patienten sei es nach der Operation zu neuen neurologischen Ausfällen gekommen. Bei weiteren neun Patienten hätten sich bereits bestehende Symptome verschlechtert. Die Komplikationsrate ist nach Einschätzung von Schödel geringer als nach einer Bestrahlung, die bei Hirnmetastasen häufig angewendet wird.

Nach einer Bestrahlung kommt es in der Regel nicht sofort zu einer Verbesserung. Die Auswirkungen der Operation machen sich dagegen bereits nach wenigen Tagen bemerkbar. Für die Neurochirurgin ist dies ein wesentlicher Vorteil der Operation, da die meisten Patienten aufgrund ihrer Krebserkrankung nur noch eine begrenzte Lebenszeit haben. Die schnelle Besserung der Symptome und Ausfallerscheinungen biete deshalb einen nicht zu unterschätzenden Gewinn an Lebensqualität.

Terminhinweis:

Kongress-Pressekonferenz
anlässlich der 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC)
Termin: Donnerstag, den 14. Juni 2012, von 12.45 bis 13.45 Uhr
Ort: Raum 10, Congress Center Leipzig (CCL)
Themen und Referenten
* Innovationen im Operationsaal – Implikationen für Patient & Neurochirurg
* Computerassistierte Chirurgie: Bildvisualisierung zur Planung, Simulation und Durchführung operativer Maßnahmen – Heute und morgen –

Professor Dr. med. Jürgen Meixensberger, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC); Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Leipzig

* Aktuelle Therapie der Meningeome der Schädelbasis: Was sind die ersten Symptome? Welche Therapien gibt es? Was bedeutet dies für die Lebensqualität und Lebensprognose?

Professor Dr. med. Gabriele Schackert, 2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden

* Behandlungsstrategien bei Subarachnoidalblutung: Warum ist der Krankheitsverlauf heute oft noch tödlich?

Professor Dr. med. Andreas Unterberg, Sprecher des Beirats der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), Direktor der Neurochirurgischen Klinik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

* Tiefe Hirnstimulation: Neue Indikationen in der Behandlung neuro- /psychiatrischer Erkrankungen

Professor Dr. med. Volker Tronnier, Direktor der Klinik für Neurochirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck

* Bandscheibenprothese an der Halswirbelsäule bei jungen Patienten: Wie viel sportliche Betätigung ist möglich?
Professor med. Dr. Bernhard Meyer, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

Technische Universität München – Klinikum rechts der Isar

Pressekontakt für Rückfragen:
Silke Jakobi
Pressestelle
DGNC Kongress 2012
Dieselstraße 2
50859 Köln
Tel.: +49 2234-7011-584
Fax.: +49 2234-7011-6584
Mobil: +49 162-100 1092
Mail: jakobi@medipress-consulting.de

Silke Jakobi | Medipress-Consulting
Weitere Informationen:
http://www.medipress-consulting.de

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