Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Forum: Erste Vorschläge zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland

12.11.2015

Die Fachforen Internationalisierung und Autonome Systeme haben auf der dritten Sitzung des Hightech-Forums erste Zwischenergebnisse präsentiert. Zudem wurde ein Strategieprozess angestoßen, in dem Ziele, Strukturen und Rahmenbedingungen dafür festgelegt werden, wie sich Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort der Zukunft entwickelt.

In acht Fachforen berät das Hightech-Forum die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung der neuen Hightech-Strategie. Das Fachforum Internationalisierung erarbeitet dabei Vorschläge, wie sich Wissenschaft und Innovation durch internationale Kooperationen stärken lassen.

Auf der dritten Sitzung des Hightech-Forums wurden nun erste Zwischenergebnisse vorgestellt. Sie beruhen auf einer Expertenbefragung von Führungspersönlichkeiten aus innovativen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen.

Jürgen Mlynek, Professor am Institut für Physik der Humboldt-Universität Berlin und Sprecher des Fachforums Internationalisierung, unterstreicht die Bedeutung des Themas:

„Internationalisierung von Wissenschaft und Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Sie dient der internationalen Kooperation, aber auch der Sicherung und Steigerung des Lebensstandards im eigenen Land. Der Fokus der Internationalisierung sollte nicht nur auf Forschung, sondern auch auf Innovation liegen.“

Die Thesen der Experten für einen zukunftsfähigen deutschen Forschungs- und Innovationsstandort adressieren drei Dimensionen von Internationalisierung:

• Deutschland in der Welt – deutsche Exzellenz in Wissenschaft und Innovation im Ausland sichtbar machen.

• Die Welt in Deutschland – attraktiv sein für die besten Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft, für Investoren und Innovatoren.

• Deutschland international vernetzen – globale Zukunftstechnologien und -märkte erschließen, strategische Kooperationen ausbauen und den internationalen Rechtsrahmen mitgestalten.

Die Mitglieder des Fachforums werden bis Ende des Jahres konkrete Instrumente vorschlagen, um Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen, ihre Internationalisierungsstrategien in Forschung und Innovation weiter zu entwickeln.

Auf der Sitzung des Hightech-Forums stellte auch Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), das Fachforum Autonome Systeme vor. Dessen Schwerpunkt sind technische Systeme wie Roboter und Fahrzeuge, die komplexe Aufgaben in unstrukturierten und herausfordernden Umgebungen ohne (ständige) menschliche Kontrolle bewältigen können.

Kagermann erläuterte die von über 60 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten Anwendungsfelder und Herausforderungen autonomer Systeme. „Diese nächste Generation autonomer Systeme prägt nicht nur die Produktion und die Mobilität der Zukunft. Sie unterstützt die Menschen in alternden Gesellschaften in ihrem Wohnumfeld ebenso wie die Erkundung menschenfeindlicher Umgebungen wie der Tiefsee", betonte der Sprecher des Fachforums.

Die Experten sehen für die Weiterentwicklung und den Einsatz autonomer Systeme auch übergreifende technologische Herausforderungen: beispielsweise im Bereich der IT- und Cyber-Sicherheit oder im Aufbau der notwendigen IT-Infrastruktur und eines Hochleistungsinternets. Entscheidend sei, dass die neue Generation autonomer Systeme wirtschaftlich betrieben werden kann und trotz möglicher Risiken die Akzeptanz der Nutzer findet. Das Fachforum erarbeitet daher neben konkreten Empfehlungen zur Entwicklung von Technologien und Geschäftsmodellen auch gezielte Vorschläge, wie die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz autonomer Systeme gestaltet werden können.

Um eine gesellschaftliche Debatte über die Entwicklung des deutschen Forschungs- und Innovationsstandortes der Zukunft anzuregen, haben die Mitglieder des Hightech-Forums einen Strategieprozess angestoßen. Dabei sollen strategische Leitlinien beschrieben und prioritäre Handlungsfelder benannt werden. Ziel ist, globale und nationale Trends in Bezug auf das Innovationssystem zu beschreiben und notwendige Veränderungen für Strukturen, Prozesse und Rahmenbedingungen abzuleiten.

Das Hightech-Forum
Das Hightech-Forum begleitet und berät die Bundesregierung bei der neuen Hightech-Strategie bis zum Ende der Legislaturperiode 2017. In dem zentralen Beratungsgremium versammeln sich 18 berufene Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Geleitet wird das Hightech-Forum von den beiden Vorsitzenden Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Gemeinsam mit der Politik erarbeiten die Experten konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der Hightech-Strategie, diskutieren aktuelle Entwicklungen der Innovationspolitik und formulieren neue Forschungsaufgaben.

Mehr Informationen zum Hightech-Forum, zu seinen Fachforen und Mitgliedern erhalten Sie unter: http://www.hightech-forum.de

Pressekontakt Hightech-Forum
Peggy Groß
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Tel.: 030 322982-530
E-Mail: peggy.gross@stifterverband.de

Beate Koch
Pressesprecherin
Fraunhofer-Gesellschaft
Tel.: 089 1205-1300
E-Mail: beate.koch@zv.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

http://www.hightech-forum.de

Peggy Groß | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen
20.03.2019 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren
19.03.2019 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Selbstheilender Lack aus Maisstärke lässt kleine Kratzer durch Wärme verschwinden

Ein neuer Lack aus Maisstärke ist wegen der besonderen Anordnung seiner Moleküle in der Lage, durch Wärme kleine Kratzer von selbst zu reparieren: Die Vernetzung über ringförmige Moleküle macht das Material beweglich, sodass es die Kratzer ausgleicht und diese wieder verschwinden.

Oberflächliche Mikrokratzer in der Autokarosserie oder auf anderen Hochglanzoberflächen sind harmlos, aber ärgerlich. Gerade im Luxussegment zeichnen sich...

Im Focus: Self-healing coating made of corn starch makes small scratches disappear through heat

Due to the special arrangement of its molecules, a new coating made of corn starch is able to repair small scratches by itself through heat: The cross-linking via ring-shaped molecules makes the material mobile, so that it compensates for the scratches and these disappear again.

Superficial micro-scratches on the car body or on other high-gloss surfaces are harmless, but annoying. Especially in the luxury segment such surfaces are...

Im Focus: Kartographie eines fernen Sterns

Der am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) gefertigte Spektrograph PEPSI zeigt erste Aufnahmen der Struktur des Magnetfelds auf der Oberfläche eines weit entfernten Sterns. Mittels innovativer Verfahren lassen sich damit neue Erkenntnisse über die Vorgänge auf der Sternoberfläche gewinnen. Die Ergebnisse stellte ein Wissenschaftlerteam nun in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics vor.

Selbst mit den größten Teleskopen erscheinen die Oberflächen entfernter Sterne normalerweise nur als Lichtpunkte. Eine detaillierte Auflösung wird erst mittels...

Im Focus: Stellar cartography

The Potsdam Echelle Polarimetric and Spectroscopic Instrument (PEPSI) at the Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona released its first image of the surface magnetic field of another star. In a paper in the European journal Astronomy & Astrophysics, the PEPSI team presents a Zeeman- Doppler-Image of the surface of the magnetically active star II Pegasi.

A special technique allows astronomers to resolve the surfaces of faraway stars. Those are otherwise only seen as point sources, even in the largest telescopes...

Im Focus: Heading towards a tsunami of light

Researchers at Chalmers University of Technology and the University of Gothenburg, Sweden, have proposed a way to create a completely new source of radiation. Ultra-intense light pulses consist of the motion of a single wave and can be described as a tsunami of light. The strong wave can be used to study interactions between matter and light in a unique way. Their research is now published in the scientific journal Physical Review Letters.

"This source of radiation lets us look at reality through a new angle - it is like twisting a mirror and discovering something completely different," says...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Ausprobieren und diskutieren

19.03.2019 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Tagung zur Gesundheit von Meeressäugern

18.03.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Teilchenphysik trifft Didaktik und künstliche Intelligenz in Aachen

20.03.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Mit dem Forschungsflugzeug ins ewige Eis - Meteorologen starten Messkampagne

20.03.2019 | Geowissenschaften

Optischer Sensor soll Pflanzenzüchtung beschleunigen

20.03.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics