Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herausforderungen des demografischen Wandels

17.05.2013
Tag der Forschung zu „Aktuellen Perspektiven der Alternsforschung“ am 3. Juni an Universität Jena

Im Jahr 2030 wird etwa die Hälfte der Deutschen über 50 und ein Drittel über 65 Jahre alt sein. Der demografische Wandel äußert sich nicht nur in einer schiefen Bevölkerungspyramide, sondern er konfrontiert unsere Gesellschaft mit zahlreichen Fragen und Herausforderungen.

„Die Beantwortung dieser Fragen erfordert die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern, Biologen, Ernährungs- und Sozialwissenschaftlern“, sagt der Prorektor für Forschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Thorsten Heinzel. Denn es geht nicht nur um die Erforschung der biologischen Alterungsprozesse und die gesundheitlichen Folgen, sondern auch um die Frage, wie sich Lebens- und Arbeitsbedingungen an den gesellschaftlichen Wandel anpassen müssen.

Zum „Tag der Forschung“ der Universität Jena am 3. Juni von 9-15 Uhr in den Rosensälen (Fürstengraben 27) stehen genau diese Zukunftsthemen im Mittelpunkt. Experten verschiedener Fachrichtungen geben Einblicke in ihre Forschungsarbeiten. Wissenschaftler können sich bei Fachvorträgen und Posterpräsentationen zu „Aktuellen Perspektiven der Alternsforschung“ informieren und mit den Experten diskutieren. Im Rahmen eines Wissenschaftsworkshops werden Jenaer Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Soziologie, Ernährungswissenschaften und Molekularbiologie geplante Forschungsprojekte vorstellen. Prof. Dr. Frank Madeo von der Universität Graz wird zudem in einem Gastvortrag zum Thema „Anti-Ageing – Der Kampf gegen die Zeit“ sprechen.
Neben den wissenschaftlichen Vorträgen und Informationsständen stehen in einer interaktiven Ausstellung verschiedene Exponate zum Mitmachen und Ausprobieren bereit. So können die Besucher mit Hilfe eines Simulators erleben, wie es sich anfühlt, alt zu sein: Ausgerüstet mit Bandagen, Gewichten, einem speziellen Stift, der die Hände zittern lässt, und einer Brille, die das Sehvermögen einschränkt, werden alltägliche Dinge, wie etwa das Schreiben eines Briefes, zu einer Herausforderung.

Der „Tag der Forschung“ wird gefördert durch die Stiftung für Technologie und Forschung Thüringen (STIFT) und ist eingebettet in die Initiative „Die demografische Chance“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zukünftig will die Universität Jena die Alternsforschung verstärkt in den Fokus rücken und dazu ein fakultätsübergreifendes wissenschaftliches Zentrum gründen. Die Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, die Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, die Fakultät für Mathematik und Informatik sowie die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum werden in diesem Zentrum mit Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut zusammenarbeiten. „Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir die Forschung in diesem Bereich stärken und so Lösungsansätze entwickeln, die zur Gestaltung des demografischen Wandels beitragen“, verdeutlicht Prof. Heinzel.
Ein wichtiger Schritt ist dabei auch, das Altersbild in der Gesellschaft zu hinterfragen und zu verändern. „Beim ‚Tag der Forschung‘ wollen wir daher nicht nur aktuelle und geplante Forschungsprojekte vorstellen“, erläutert Organisatorin Dr. Kerstin Rötzler vom Servicezentrum für Forschung und Transfer. „Vor allem wollen wir die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren und anregen, die Stärken der älteren Menschen mehr zu nutzen“, so Dr. Rötzler.

Veranstaltungshinweis:
Tag der Forschung zum Thema „Aktuelle Perspektiven der Alternsforschung“
3. Juni, 9-15 Uhr
Rosensäle, Fürstengraben 27, 07743 Jena
Der Eintritt ist frei.
Das vollständige Programm ist im Internet zu finden unter: http://www.sft.uni-jena.de/Aktuelles/Veranstaltungen/Tag+der+Forschung.html
Kontakt:
Dr. Kerstin Rötzler
Servicezentrum für Forschung und Transfer der Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931071
E-Mail: kerstin.roetzler[at]uni-jena.de

Claudia Hilbert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de
http://www.sft.uni-jena.de/Aktuelles/Veranstaltungen/Tag+der+Forschung.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics