Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herausforderung Offshore-Windmarkt: Know-how der maritimen Industrie gefragt

17.08.2012
Experten treffen sich beim SMM Offshore Dialogue am 6. September 2012 in Hamburg
WindEnergy Hamburg – The global on- & offshore expo
Vom 23. bis 26. September 2014 auf dem Hamburger Messegelände
Das Potential der Stromgewinnung durch Windenergie-Nutzung auf den Meeren ist riesig. Der Offshore-Windenergie-Sektor erweist sich für immer mehr Unternehmen, nicht nur aus der Windbranche, als Wachstumsfeld, das zugleich eine große Herausforderung darstellt. Wegen der extremen Bedingungen auf dem offenen Meer, die höchste Ansprüche an Material und Installation stellen, müssen Hersteller und Komponentenbauer die Anlagen ständig weiterentwickeln.
Industrie und Politik sind am Zug, praktikable Lösungen für die Netzanschlussfragen und den Trassenausbau zu finden. Bei Bau und Unterhaltung der Windparks ist zunehmend das Know-how der maritimen Industrie gefragt. Ein Beispiel sind die Werften, die Schiffe für die Installation und Wartung der Anlagen auf See bauen oder sich auf die Produktion von Stahltürmen spezialisieren. Der Bedarf an Erfahrungsaustausch, branchen- und länderübergreifend, ist groß. Ein hochkarätiges Forum dafür bietet der SMM Offshore Dialogue, zu dem am 6. September 2012 mehr als 500 Offshore-Experten in Hamburg erwartet werden. Er findet am dritten Tag der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft (4. bis 7. September 2012) auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt und widmet sich u.a. dem Themenschwerpunkt Windenergie. Ganz auf diesen zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt zugeschnitten ist die WindEnergy Hamburg, die ab 2014 allen Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette eine neue Plattform bietet. Die globale Fachmesse in der Windhauptstadt Europas findet dann direkt nach der SMM 2014 statt.

„Für die Aussteller beider Fachmessen bieten sich große Synergieeffekte durch zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten und intensiven Austausch“, betont Peter Bergleiter, Projektleiter SMM. Die klassischen Windenergie-Unternehmen profitieren von der Expertise der Schiffbau- und Zulieferindustrie - und umgekehrt.“ Zahlreiche Aussteller der Weltschiffbaumesse haben sich bereits für die neue Windfachmesse in zwei Jahren angemeldet, darunter Firmen wie Palfinger, DSME Daewoo oder Leitwind. Auf der WindEnergy Hamburg werden führende Wind-Unternehmen wie Siemens Wind Power, REpower Systems, Nordex, GE Energy, Winergy, Gamesa, Dong Energy und Alstom sowie wichtige Unternehmen der Zulieferbranche wie ZF und Bosch Rexroth Präsenz zeigen.

Offshore-Potentiale in Europa
Europa – und insbesondere Großbritannien – nimmt bei der Offshore-Windenergie eine Vorreiterrolle ein. Insgesamt sollen laut EWEA (European Wind Energy Association) bis 2020 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung zwischen 20 000 und 40 000 MW in Europas Meeren installiert sein. Ende 2011 waren es europaweit 1371 Windenergieanlagen mit 3,8 GW Leistung. Durch weitere 18 Projekte, an denen derzeit gearbeitet wird, steigt die Kapazität auf 9 GW. Außerdem liegen für weitere 18 GW in insgesamt zwölf europäischen Ländern Genehmigungen vor. Weltweit sind nach dem Windenergie-Report von Fraunhofer IWES insgesamt 62 Offshore-Windparks in Betrieb.

Fachvorträge zu den aktuellen Fragen der Branche
Angesichts dieses Potentials stößt das Programm des SMM Offshore Dialogue am 6. September 2012 auf großes Interesse. Am Nachmittag steht der aufstrebende Windenergiemarkt im Fokus des Workshops. Gerade in Deutschland sind die energiepolitischen Ziele zum Ausbau der Offshore-Windenergie besonders ambitioniert, andererseits hat die Branche einige Herausforderungen zu meistern. „Der Offshore-Windenergiemarkt bietet ein hervorragendes Wachstumspotential für die deutsche Industrie. Das führende maritime Know-How und die technologische Spitzenstellung bilden einen ausgezeichneten Mix, um den Offshore-Windenergiemarkt mit deutscher Wertschöpfung realisieren zu können“, so Thorsten Herdan, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Power Systems und Vizepräsident der deutschen Stiftung Offshore Windenergie. „Wenn die von den Bundesministern Rösler und Altmaier angekündigte Gesetzesvorlage zur Haftungsregelung und zum zeitgerechten Netzanschluss greift, ist die deutsche Offshore-Windindustriezukunft gesichert.“ Herdan ist Session Chairman des Offshore Wind Dialogue.

Abgesehen von den politischen Rahmenbedingungen zeichnet sich die Offshore-Windindustrie weiterhin durch Pionierarbeit aus. Auf die Herausforderungen der Installation und Konstruktion von Windparks auf See wird am 6. September Hans Kahle, Geschäftsführer der RWE Innogy Offshore Logistic, eingehen. Das Unternehmen ist für die logistische Umsetzung der Offshore-Windprojekte von RWE Innogy verantwortlich. Darüber hinaus betreibt es eine Hafenanlage in Bremerhaven und disponiert zwei speziell angefertigte Installationsschiffe.

Über das Thema „Betrieb und Wartung“ wird Dr. Felix Ferlemann, CEO der Siemens Wind Power Division in Hamburg, berichten. Siemens rechnet allein in Europa bis 2030 für die Offshore-Windenergie mit einer installierten Leistung von mehr als 80 GW. Dies entspricht der Leistung von etwas mehr als der Hälfte des derzeit in Deutschland installierten Kraftwerksparks. Von diesen 80 GW sind laut Siemens derzeit erst sechs Prozent erschlossen. Auf den Aspekt der Finanzierung wird Felix Pahl von Dong Energy Renewables Germany eingehen. Dong Energy, einer der führenden Energiekonzerne in Nordeuropa, errichtet die Nordsee-Windparks Borkum Riffgrund 1 und 2 und betreibt zahlreiche Offshore-Parks in Dänemark und Großbritannien.

Bei einer Podiumsdiskussion über die Potentiale und Synergien von maritimer Industrie und Windenergie-Branche wollen die Referenten und Experten weiterer Unternehmen gemeinsam Lösungen für die bestehenden und künftigen Herausforderungen der Branche finden.
Im Rahmen einer Sonderschau zu Offshore-Technologien auf der SMM veranschaulicht eine Ausstellung der Stiftung Offshore Windenergie die Zukunft der Energiegewinnung auf hoher See.

WindEnergy Hamburg 2014
Die WindEnergy Hamburg, die globale Fachmesse für die On- und Offshore-Windindustrie, findet vom 23. bis 26. September 2014 auf dem Gelände der Hamburg Messe statt. Der neue Branchentreffpunkt ist gänzlich auf die Schwerpunkte, Schlüsselmärkte und aktuellen Themen der internationalen Windenergiewirtschaft zugeschnitten. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.windenergyhamburg.com Informationen zur SMM, Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft: www.smm-hamburg.com

Pressekontakt: Karsten Broockmann,
Tel: +49 (0)40-3569-2090, karsten.broockmann@hamburg-messe.de

Karsten Broockmann | Hamburg Messe
Weitere Informationen:
http://www.smm-hamburg.com
http://www.windenergyhamburg.com
http://www.hamburg-messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht
17.07.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics