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Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin in Leipzig 2010

23.03.2010
Vom 21. bis 24. April findet die 48. Jahrestagung NuklearMedizin 2010 der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. im Congress Center Leipzig (CCL) statt.

Mit der Kombination aus Kongress, für den international renommierte Referenten und ausgesuchte Keynote-Sprecher gewonnen werden konnten, einem interaktiven Fortbildungsprogramm sowie der in Deutschland größten, branchenspezifischen Industrieausstellung hat sich die Tagung als bedeutendste nationale Tagung für Nuklearmedizin im europäischen Raum etabliert. In diesem Jahr werden rund 2.000 Teilnehmer - Mediziner, Naturwissenschaftler, medizinisch-technisches Personal, Pflegekräfte und nicht zuletzt Patienten - erwartet.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung liegt auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung und Therapie. Krankheitsursachen und -verläufe können sich trotz gleicher Symptome zwischen verschiedenen Patienten stark unterscheiden. Aus diesem Grund ist es für die Therapie notwendig, die beim einzelnen Patienten vorliegenden molekularen Veränderungen und biologischen Prozesse nachzuweisen. Hier spielt die Nuklearmedizin eine Schlüsselrolle: mit Hilfe der molekularen Bildgebung diagnostiziert sie Erkrankungen und behandelt sie bei der nuklearmedizinischen Therapie durch radioaktive Substanzen, die an spezifische molekulare Zielstrukturen binden. Erkrankungen können so oft bereits vor Auftreten von Symptomen oder strukturellen Veränderungen diagnostiziert, ihr Schweregrad bestimmt und gezielt behandelt werden.

Die Untersuchung der Durchblutung und des Stoffwechsels des Herzmuskels mit nuklearmedizinischen Methoden wie SPECT und PET hat ebenfalls eine rasante Entwicklung genommen und stellt daher mit der kardialen Bildgebung einen weiteren Schwerpunkt des Kongresses dar. Ohne einen Eingriff in den Körper werden wichtige Erkenntnisse über Funktion und Zustand des Herzmuskels gewonnen und damit Prognosen zum Infarktrisiko des Patienten ermöglicht.

Die Radioiodtherapie von Schilddrüsenerkrankungen wird im Rahmen der Jahrestagung ausführlich thematisiert. Diese Therapieform hat sich bei der effektiven Behandlung von verschiedenen Formen der Schilddrüsenüberfunktion und insbesondere der Heilung der meisten Arten des Schilddrüsenkrebses überaus erfolgreich bewährt. Aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet erlauben den Einsatz der Radioiodtherapie beim Schilddrüsenkrebs mit deutlich geringeren Nebenwirkungen für den Patienten. Außerdem wird diese Therapieform zukünftig eine größere Bedeutung bei der Behandlung von Knotenkröpfen haben. Solche Schilddrüsenvergrößerungen (Kröpfe) mit Knoten sind in Deutschland aufgrund des hier immer noch herrschenden Iodmangels sehr häufig.

Der Jahrestagung wird am 21. April 2010 ein Vorkongress-Symposium zum Thema "Strahlenbiologie - Wissen verbindet Nuklearmedizin und Radioonkologie" vorangehen. Ein internationaler Workshop zum "Preclinical Imaging in Small Laboratory Animals" findet am 22. und 23. April 2010 kongressbegleitend statt. Dieser bildet den Auftakt zu einer von der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin ins Leben gerufenen Workshopserie.

Die Jahrestagung NuklearMedizin 2010 ist in erster Linie ein Forum für den Austausch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und für die Präsentation aktueller Forschungsergebnisse. Die Industrieausstellung ist zentraler Bestandteil der Tagung, auf der nationale und internationale Hersteller den aktuellen Stand ihrer Entwicklungen präsentieren. Dabei soll an der Schnittstelle zwischen institutioneller Forschung und den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen der Anstoß für neue Forschungs- und Entwicklungsideen gegeben werden.

Sämtliche Informationen zur Jahrestagung NuklearMedizin 2010 stehen auf der Kongresshomepage http://www.nuklearmedizin2010.de zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de

Stefanie Neu | idw
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin.de
http://www.nuklearmedizin2010.de

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