Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheit ermöglichen – Internationaler Kongress für Integrative Medizin und Gesundheit

14.03.2016

Vom 9.-11. Juni 2016 hat in Stuttgart ein neuer internationaler Kongress Premiere. Sein Thema: Integrative Medizin und Gesundheit. Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung mit Experten aus rund 20 Ländern verknüpft neue Forschungsergebnisse der Integrativen Medizin mit den Erfahrungen aus der Praxis dieses Konzeptes in verschiedenen Gesundheitssystemen. Erwartet werden mehr als 1000 Ärzte, Wissenschaftler und Angehörige der verschiedenen Heil- und Pflegeberufe sowie Vertreter internationaler Gesundheitsorganisationen.

Für die meisten Menschen sind Naturheilverfahren, fernöstliche Therapien, Pflanzenmedizin oder Homöopathie keine Alternative zur konventionellen Medizin, sondern eine Ergänzung. Gefragt ist vor allem eine Kombination aus komplementärer und konventioneller Medizin. Das belegen Umfragen.

INTEGRATIV: DIE ANTWORT AUF BEDÜRFNISSE DER PATIENTEN

Das vergleichsweise junge Konzept der Integrativen Medizin ist, so scheint es, die Antwort auf diese Wünsche der Patienten. Für die Proponenten des Konzeptes ist „Integrative Medizin“ aber mehr als die evidenzfundierte Verknüpfung von konventionellen mit komplementären medizinischen Verfahren.

Im Mittelpunkt stehen weiterhin die Wahrnehmung des Patienten mit seinen bio-psycho-sozialen Dimensionen, seine Lebensqualität und seine Selbstheilungskräfte auf der Basis einer tragfähigen Arzt-Patienten-Beziehung. Damit steht die Integrative Medizin für eine Medizin, wie sie von vielen Ärzten und Patienten erwünscht und angestrebt, aber oft nicht umgesetzt wird.

Ihre Stärke entfaltet die Integrative Medizin insbesondere da, wo die hoch effektive Akutmedizin mit ihren Hightech- Möglichkeiten oft an ihre Grenzen stößt: bei der Therapie chronischer Erkrankungen. Bei diesen geht es nicht mehr um die Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes sondern um Unterstützung von Gesundungskräften, Wohlbefinden und Eigeninitiative.

EIN KONGRESS DES DIALOGS.

Darum stehen vor allem chronische Erkrankungen im Zentrum des ersten Kongresses für Integrative Medizin und Gesundheit, der Fachärzte und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, Psychologen sowie Angehörige der Heil- und Pflegeberufe zusammenführt. Welche Optionen bietet diese Medizin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronischen Schmerzen oder psychischen Erkrankungen? Antworten darauf geben Praktiker, die ihre Konzepte präsentieren, wie sich die Integrative Medizin in Praxen und Kliniken und in den jeweiligen nationalen Gesundheitssystemen sowie in der Pflege umsetzen lässt. Hinzu kommen neue Forschungsergebnisse zu einzelnen Bereichen in speziellen Sitzungen.

GLOBALE PROBLEME IM BLICK.

Die Experten haben darüber hinaus international drängende gesundheitspolitische Themen im Visier, etwa die Antibiotika-Resistenz. Auch hier kann die Integrative Medizin wichtige Beiträge leisten. Renommierte Experten von internationalen Organisationen diskutieren die Herausforderungen, vor denen die Gesundheitssysteme weltweit stehen, und mögliche Lösungswege. Zu diesen gehören etwa als Keynote-Redner Dr. Philippe Douste-Blazy, United Nations Under-Secretary General, Chairman of UNITAID, früherer Minister für Gesundheit und Außenminister von Frankreich, der Träger des alternativen Nobelpreises Dr. Ibrahim Abouleish aus Ägypten sowie Zhang Qi, der Koordinator für traditionelle und komplementäre Medizin bei der WHO.

INTEGRATIVE ONKOLOGIE

Leitlinien für die evidenzbasierte Therapie von Brustkrebs sowie einen integrativen Ansatz für die Krebsprävention präsentiert beispielsweise die Epidemiologin Prof. Dr. Heather Greenlee von der Mailman School of Public Health der Columbia Universität in New York. Dr. Eran Ben-Arye, Direktor des Integrative Onkologie-Programms im Oncology Service von Haifa und West-Galiläa (Israel) und Dr. Marion Debus, Oberärztin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe Berlin, berichten, wie die Umsetzung Integrativer Medizin in einer onkologischen Klinik funktioniert.

INTEGRATIVE KARDIOLOGIE

Die Möglichkeiten der Integrativen Kardiologie insbesondere in der Sekundärprävention beschreibt beispielsweise Prof. Dr. Andreas Michalsen, Berlin. Die Kardiologen Dr. Abdullah Abdulrahman Alabdulgader aus Saudi Arabien und Dr. Mimi Guarneri, La Jolla (USA) berichten über ihre Erfahrungen, wie sich die integrativen Konzepte im klinischen Alltag umsetzen lassen.

INTEGRATIVE PSYCHIATRIE

Schlussfolgerungen aus zehn Jahren Integrativer Psychiatrie in den Niederlanden zieht Dr. Rogier Hoenders aus Lentis/Groningen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Scott Shannon aus Fort Collins (USA) beschreibt Epigenetik und Neuroplastizität als elementare Basis der psychischen Gesundheit.

INTEGRATIVE PÄDIATRIE

Best Practice-Modelle und CAM-Initiativen in der Pädiatrie präsentieren Kathi J. Kemper, Professorin für Pädiatrie und Direktorin des Zentrums für Integrative Gesundheit und Wellness an der Ohio State University und Ines Rosenstiel von der Slotervaart Kinderklinik in Amsterdam. Welche integrativen Konzepte in der Pädiatrie an deutschen Kliniken umgesetzt werden, beschreiben Prof. Dr. David Martin und Dr. Jan Vagedes von der Filderklinik und Dr. Sigrid Krusevom Haunerschen Kinderspital der Universität München.

INTEGRATIVE PFLEGE

Bei den Pflege- und Heilberufen sind ganzheitliche und integrative Ansätze bereits sehr weit verbreitet. Wie sich verschiedene Konzepte umsetzen lassen, beschreiben Referentinnen und Referenten aus den USA, der Schweiz und Deutschland.

Die Veranstalter.
Veranstalter des Kongresses sind der größte Verband für Integrative Medizin in den USA, die Academy of Integrative Health & Medicine, sowie der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD). Weitere Fachverbände der Integrativen Medizin aus den USA und Europa beteiligen sich als Programmpartner, etwa EUROCAM und CAMDOC Alliance. Aus Deutschland unterstützt zum Beispiel die Hufelandgesellschaft als Dachverband der Ärztegesellschaften für Naturheilkunde und Komplementärmedizin den Kongress.

PRESSEKONTAKT:
Barbara Ritzert
ProScience Communications –
Die Agentur für Wissenschaftskommunikation GmbH
T: +49-8157-9397-0
E-Mail: ritzert@proscience-com.de

Natascha Hövener
Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland e.V. (DAMiD):
T: +49-30-28 87 70 96
F: +49-30-97 89 38 69
E-Mail: hoevener@damid.de

Weitere Informationen:

http://www.icihm.org/de

Barbara Ritzert | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen
19.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics