Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsam gegen Leukämie: Typisierungsaktion in Münster am 19. August

13.08.2010
UKM und DKMS suchen Stammzellspender / Mutter von zwei Kindern betroffen

Die 40-jährige Henrike B., frühere Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Münster (UKM), ist an Leukämie erkrankt. Um ihr und anderen Patienten zu helfen, veranstalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anästhesie und Intensivmedizin am UKM zusammen mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH am 19. August 2010 von 12.30 bis 19 Uhr eine Typisierungsaktion. Jeder kann helfen und sich als potenziellen Stammzellspender aufnehmen lassen oder Geld spenden, damit die Typisierungen finanziert werden können.

„Auch als Intensiv-Mediziner ist man natürlich geschockt, wenn ein Freund oder Familienmitglied mit der Diagnose Leukämie konfrontiert wird. Davor schützt auch der professionelle Blick nicht. Daher stand schnell fest, dass wir Henrike und natürlich auch anderen Betroffenen mit der Typisierungsaktion helfen wollen“, sagt Privat-Dozent Dr. Klaus Hahnenkamp, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesie und Intensivmedizin am UKM. Er hat gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Typisierungsaktion initiiert.

Hahnenkamp: „Egal ob Mediziner, Pflege oder Verwaltung: Viele haben direkt ihre Teilnahme zugesagt. Jetzt hoffen wir natürlich auch zusätzlich auf große Unterstützung der Menschen aus Münster und Umgebung. In Aachen ließen sich über 1.000 Menschen typisieren. Wir hoffen, dass wir eine ähnliche Resonanz erzielen.“ Es ist das erste Mal, dass am UKM eine solche Typisierungsaktion in diesem Umfang zusammen mit der DKMS durchgeführt wird.

Übertragung gesunder Stammzellen als einzige Überlebenschance
Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie. Darunter sind auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale des Stammzellspenders nahezu vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen. Ein Patient mit einer häufigen Kombination der Gewebemerkmale kann unter 20.000 Menschen einen passenden Spender finden, bei sehr seltenen Merkmalskombinationen findet sich unter Umständen unter mehreren Millionen niemand. Auch Henrike B. wird einen Stammzellspender brauchen. Deshalb wenden sich ihren frühere Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit der DKMS an die Bevölkerung von Münster und Umgebung mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung. Jeder, der sich typisieren lässt, ist eine Chance für die Patienten weltweit und kann vielleicht schon morgen zum Lebensspender werden.
Die Typisierungsaktion findet statt am:
Donnerstag, den 19. August 2010
von 12:30 bis 19:00 Uhr im Universitätsklinikum Münster
Albert-Schweitzer-Str. 22, Lehrsaalgebäude, Obergeschoss, Münster.
Das Lehrsaalgebäude befindet sich direkt vor dem Zentralklinikum neben dem Parkdeck. Alle Teilnehmer erhalten bei der Typisierungsaktion kostenlose Ausfahrtickets, so dass sie das Parkdeck nutzen können. Für die Verpflegung der Teilnehmer sorgt das UKM.

Mitmachen kann jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, welches dann auf seine Gewebemerkmale untersucht wird. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion typisieren ließen, brauchen nicht erneut an der Registrierung teilnehmen. Ihre Daten stehen weiter für alle Patienten zur Verfügung.

Ohne finanzielle Unterstützung ist keine Hilfe möglich
Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist die DKMS bei der Spenderneugewinnung allein auf Geldspenden angewiesen. Um die geplante Aktion überhaupt durchführen zu können, benötigt die DKMS finanzielle Unterstützung:
Spendenkonto 498238
bei der Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Die Initiatoren hoffen nun auf eine große Resonanz am 19. August - trotz der Ferienzeit. Hahnenkamp: „Machen Sie auch im Verein, in der Nachbarschaft, in der Gemeinde oder in der Firma auf die Aktion aufmerksam!“ Und wer etwa urlaubsbedingt nicht in Münster ist, kann helfen und sich typisieren lassen. Wer Henrike oder anderen Betroffenen helfen will, kann sich registrieren lassen bei ab null, dem Blutspendedienst des Universitätsklinikums Münster (www.abnull.de) und natürlich auch direkt bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS (www.dkms.de). Denn Stammzellspender werden dringend gesucht – an 365 Tagen im Jahr.

Simone Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dkms.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle
21.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten
17.08.2018 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Browser-Plugin für mehr Internet-Sicherheit

21.08.2018 | Informationstechnologie

Aussicht auf neue Therapie bei rheumatoider Arthritis

21.08.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics