Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefäßerkrankungen - welche Therapie für welchen Patienten

17.03.2010
Hochkarätige Gefäßspezialisten informieren und diskutieren mit niedergelassenen Ärzten, Patienten und interessierten Laien auf dem 1. Heidelberger Angiologietag am 27. März 2010

Stent, Operation oder Medikamente? Bei Patienten mit Verengung der Halsschlagader gibt es verschiedene Therapieoptionen: Möglicherweise reichen Medikamente für eine zufriedenstellende Versorgung. Vielleicht ist es aber auch notwendig, die Engstelle zu beseitigen, entweder durch eine offene Operation, oder indem mit Hilfe eines Katheters ein Stent (kleines Maschendrahtröhrchen) eingelegt wird. Doch was ist das Beste für den Patienten?

Der Frage nach der optimalen Therapie von Gefäßerkrankungen gehen hochkarätige Gefäßmediziner auf dem 1. Heidelberger Angiologietag am 27. März 2010 von 9 bis 16 Uhr im großen Hörsaal der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg nach. Eingeladen sind Ärzte, betroffene Patienten und interessierte Laien. Veranstalter ist die Abteilung für Angiologie der Medizinischen Klinik als Teil des zertifizierten Gefäßzentrums des Universitätsklinikums Heidelberg. Die Vortragenden sind international ausgewiesene Experten aus den Fachgebieten der Angiologie, Radiologie, Gefäßchirurgie und Nephrologie. Die Tagung findet dieses Jahr zum ersten Mal statt und ist fortan jährlich geplant.

Gefäßerkrankungen treten mit zunehmendem Alter häufiger auf. Mit der wachsenden Zahl älterer Menschen in der Bevölkerung gewinnen sie stetig an Bedeutung. Durch Ablagerungen an der Gefäßwand (Verkalkungen, Arteriosklerose) entstehen Einengungen der Gefäße, die Symptome wie Schlaganfall, mangelnde Blutversorgung an den Beinen oder Bluthochdruck nach sich ziehen.

Es gibt eine Vielzahl neuester Therapien, über die der Angiologietag informiert. Ein äußerst innovatives Therapieverfahren ist zum Beispiel die Gentherapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, die mit Durchblutungsstörungen an den Extremitäten einhergeht. Dabei erhalten die Patienten eine Injektion mit einem Wachstumsfaktor, der die Gefäße anregt, neue Blutwege um die verschlossenen Abschnitte herum zu bilden.

Sehr vielversprechend ist auch die Hochfrequenzablation bei therapieresistentem Bluthochdruck. Die betroffenen Patienten haben trotz zahlreicher Medikamente weiterhin einen erhöhten Blutdruck. Bei dem neuen Verfahren werden die überaktiven Nierennerven, die den Bluthochdruck verursachen, mittels Hochfrequenzstrom ausgeschaltet. Der Eingriff erfolgt an beiden Nieren jeweils über einen Katheter in der Nierenarterie und ist sehr gut verträglich.

"In Deutschland kommen selten ähnlich viele so renommierte Gefäßspezialisten an einem Tag zusammen", kommentiert Privatdozent Dr. Erwin Blessing, Leiter der Angiologie des Universitätsklinikums Heidelberg und wissenschaftlicher Leiter der Tagung. "Professor Dr. Klaus Mathias beispielsweise hat weltweit die erste Karotisstent-Implantation durchgeführt. Frau Professor Dr. Iris Grunwald ist international eine der renommiertesten Neuroradiologinnen und Chefärztin am Radcliffe College in Oxford", so Blessing.

1. Heidelberger Angiologietag
am Samstag, dem 27. März 2010, von 9 bis 16 Uhr im großen Hörsaal der
Medizinischen Klinik III
des Universitätsklinikums Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Programm und Anmeldung im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/medizinische_klinik/Abteilung_3/pdf/2010/Flyer.pdf
Kontakt bei Fragen:
Tel.: 06221 / 56 86 76
Fax: 06221 / 56 55 15
E-Mail: Simone.Laudenklos@med.uni-heidelberg.de
Wissenschaftliche Leitung:
PD Dr. Erwin Blessing
Oberarzt, Leiter Angiologie
Medizinische Klink III
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 86 11
Fax: 06221 / 56 55 15
E-Mail: Erwin.Blessing@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht VR-/AR-Technologien aus der Nische holen
18.10.2019 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Ein Marktplatz zur digitalen Transformation
18.10.2019 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste Ameise der Welt - Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination

Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt - obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses "Wüstenflitzers" auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.

Sie geht auf Nahrungssuche, wenn andere Siesta halten: Die saharische Silberameise macht vor allem in der Mittagshitze der Sahara und in den Wüsten der...

Im Focus: Fraunhofer FHR zeigt kontaktlose, zerstörungsfreie Qualitätskontrolle von Kunststoffprodukten auf der K 2019

Auf der K 2019, der Weltleitmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie vom 16.-23. Oktober in Düsseldorf, demonstriert das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR das breite Anwendungsspektrum des von ihm entwickelten Millimeterwellen-Scanners SAMMI® im Kunststoffbereich. Im Rahmen des Messeauftritts führen die Wissenschaftler die vielseitigen Möglichkeiten der Millimeterwellentechnologie zur kontaktlosen, zerstörungsfreien Prüfung von Kunststoffprodukten vor.

Millimeterwellen sind in der Lage, nicht leitende, sogenannte dielektrische Materialien zu durchdringen. Damit eigen sie sich in besonderem Maße zum Einsatz in...

Im Focus: Solving the mystery of quantum light in thin layers

A very special kind of light is emitted by tungsten diselenide layers. The reason for this has been unclear. Now an explanation has been found at TU Wien (Vienna)

It is an exotic phenomenon that nobody was able to explain for years: when energy is supplied to a thin layer of the material tungsten diselenide, it begins to...

Im Focus: Rätsel gelöst: Das Quantenleuchten dünner Schichten

Eine ganz spezielle Art von Licht wird von Wolfram-Diselenid-Schichten ausgesandt. Warum das so ist, war bisher unklar. An der TU Wien wurde nun eine Erklärung gefunden.

Es ist ein merkwürdiges Phänomen, das jahrelang niemand erklären konnte: Wenn man einer dünnen Schicht des Materials Wolfram-Diselenid Energie zuführt, dann...

Im Focus: Wie sich Reibung bei topologischen Isolatoren kontrollieren lässt

Topologische Isolatoren sind neuartige Materialien, die elektrischen Strom an der Oberfläche leiten, sich im Innern aber wie Isolatoren verhalten. Wie sie auf Reibung reagieren, haben Physiker der Universität Basel und der Technischen Universität Istanbul nun erstmals untersucht. Ihr Experiment zeigt, dass die durch Reibung erzeugt Wärme deutlich geringer ausfällt als in herkömmlichen Materialien. Dafür verantwortlich ist ein neuartiger Quantenmechanismus, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Nature Materials».

Dank ihren einzigartigen elektrischen Eigenschaften versprechen topologische Isolatoren zahlreiche Neuerungen in der Elektronik- und Computerindustrie, aber...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

VR-/AR-Technologien aus der Nische holen

18.10.2019 | Veranstaltungen

Ein Marktplatz zur digitalen Transformation

18.10.2019 | Veranstaltungen

Wenn der Mensch auf Künstliche Intelligenz trifft

17.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Insekten teilen den gleichen Signalweg zur dreidimensionalen Entwicklung ihres Körpers

18.10.2019 | Biowissenschaften Chemie

Volle Wertschöpfungskette in der Mikrosystemtechnik – vom Chip bis zum Prototyp

18.10.2019 | Physik Astronomie

Innovative Datenanalyse von Fraunhofer Austria

18.10.2019 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics