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Führende Rohstoffwissenschaftler stellen auf BMBF-Statuskonferenz ihre r⁴-Forschungsarbeiten vor

24.10.2016

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit der Fördermaßnahme „r⁴– Wirtschaftsstrategische Rohstoffe“ 40 Forschungsverbünde, deren Arbeiten das Potenzial an wertvollen Rohstoffen erhöhen werden. Wissenschaftler und Unternehmen entwickeln gemeinsam Technologien, wie sich Indium, Gallium und weitere für die deutsche Wirtschaft wichtigen Metalle umweltgerecht gewinnen oder recyceln lassen. Ihre Forschungen stellten sie auf einer Statuskonferenz am 20. und 21. Oktober 2016 in Hannover vor.

Heimische Erzvorkommen mit Anteilen seltener Metalle sind ein Forschungsschwerpunkt der BMBF-Fördermaßnahme „r⁴ – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“.


Dr. Ulrich Schwartz-Schampera, BGR (l.), stellt Dr. Helmut Löwe, BMBF (r.), Dr. Britta Kragert, CUTEC-Institut GmbH, und weiteren Teilnehmern der BMBF-Statuskonferenz marine Rohstoffe vor.

Dipl.-Ing. Andre Bertram, CUTEC

Dafür entwickeln Forscher moderne Technologien, mit denen sich auch geringe Vorkommen erkunden und abbauen lassen. Der zweite Forschungsschwerpunkt: Recycling und die Kreislaufführung von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen. Dafür untersuchen Rohstoffforscher den Abraum ehemaliger Bergwerke oder erforschen neue Methoden, wie sich Elektronikabfall recyceln lässt.

Rund eineinhalb Jahre nach dem Start der BMBF-Fördermaßnahme „r⁴“ mit insgesamt 60 Millionen Euro stellten Wissenschaftler und Unternehmer ihre Vorhaben und erste Ergebnisse auf einer Statuskonferenz in Hannover vor. 26 Forschungsprojekte haben im ersten Halbjahr 2015 ihre Arbeit aufgenommen.

Dazu zählt etwa das Team von „DESMEX“, das per Hubschrauber und Magnetsensorik unterirdische deutsche Lagerstätten von Mineralien erkundet. Oder das Forschungsteam von „REWITA“, das die Abraum-Teiche eines ehemaligen Harzer Bergwerks nach Ressourcen wie Indium, Kobalt und Gold untersucht.

Im Juni 2016 gingen weitere 14 Forschungsverbünde im Rahmen von „r⁴“ an den Start. Ihre Themen sind u.a. die Erforschung von neuen Rohstoffquellen, etwa im Ostsee-Sand (Projekt „SEEsand“) oder im Erdöl- und Erdgas-Erkundungsgebiet Norddeutsches Becken (Projekt „MinNoBeck“). Neue Technologien entwickelt u.a. das Forschungsteam von „Dibras“. Damit sollen wertvolle Rohstoffe wie Chrom, Molybdän, Vanadium, Niob und Zinn aus industriellen Schlacken und Filterstäuben gewonnen werden.

Die Statuskonferenz der BMBF-Fördermaßnahme „r⁴“ fand am 20. und 21. Oktober 2016 in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover statt.
Mehr Informationen auf: www.fona.de und www.r4-innovation.de

Ihre Ansprechpartner/innen:
Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich, für das BMBF, Referat 724 Ressourcen und Nachhaltigkeit
Frau Dr. Hannelore Katzke, h.katzke@fz-juelich.de, Tel. 030/20199 3303 (Wissenschaftliche Projektleiterin „r⁴“)
Frau Katharina Fial, k.fial@fz-juelich.de, Tel. 030/20199 3420 (Kommunikation)

CUTEC-Institut Clausthal-Zellerfeld für das Wissenschaftliche Begleitvorhaben der Fördermaßnahme r⁴: Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich (Verbundkoordinator), Dr. Torsten Zeller, Tel.: 05323 933-206

Dipl.-Ing. Andre Bertram | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.cutec.de/

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