Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017

Wie muss ein Cockpit gestaltet sein, damit für den Piloten optimale Arbeitsbedingungen herrschen? Wie kann der Innenraum eines Autos ausgestattet werden, damit Schutzmaßnahmen wie Airbags nahezu maßgeschneidert für den Fahrer eingesetzt werden? Diese und andere Themen rund um die Anwendung Digitaler Mensch-Modelle stehen im Mittelpunkt eines Expertentreffens vom 26. bis 28. Juni 2017, zu dem das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nach Bonn eingeladen haben.

Das jährliche weltweite Treffen der Experten für Digitale Mensch-Modelle, das »Digital Human Modeling Symposium«, findet in diesem Jahr erstmals in Deutschland statt. Dr. Thomas Alexander, Leiter der Abteilung »Human Factors«, hat die Veranstaltung ans Fraunhofer FKIE geholt.


5th Digital Human Modeling Symposium 2017

Fraunhofer FKIE

Insgesamt werden sich 50 Experten, darunter Vertreter verschiedener Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie Mitarbeiter aus Entwicklungsabteilungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie über die neuesten Entwicklungen rund um Digital Human Modeling austauschen.

Ein zentrales Thema wird dabei auch das digitale Crashverhalten von Fahrzeugen sein. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Gestaltung der Innenräume von Autos gezielt und die Schutzmaßnahmen individualisiert an den Fahrer angepasst werden können.

Ebenso werden die Erstellung und Nutzung von 3D-anthropometrischen Daten im Mittelpunkt stehen, aus denen anhand des digitalen Mensch-Modells ablesbar ist, wie sich der Mensch verhält und bewegt. Einsetzbar ist diese Methode zum Beispiel bei maßgeschneiderter Schutzbekleidung für Mitarbeiter der Feuerwehr oder für Soldaten.

Gleichzeitig dient sie dazu, körperliche Belastungen am Arbeitsplatz bestmöglich abzuschätzen und eine gewisse Flexibilität bei der Einrichtung von Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Das heißt: kleine Frau, großer Mann – wie muss und darf der Arbeitsplatz gestaltet sein, damit er von beiden gleichermaßen genutzt werden kann?

Auch einen Blick in die Zukunft wird die DHM-Community bei dem Symposium wagen: Wenn es beispielsweise darum geht, menschliches Verhalten in herausfordernden Situationen im digitalen Mensch-Modell abzubilden und hieraus eine möglichst zuverlässige Handlungsvorhersage abzuleiten.

Als Keynote-Speaker konnte Dr. Alexander den renommierten Arbeits-wissenschaftler Prof. Dr. Heiner Bubb, langjähriger Professor für Ergonomie an der TU München und einer der bedeutendsten Forscher auf dem Gebiet der Fahrzeugergonomie, gewinnen.

Organisiert wird das Symposium in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der International Ergonomics Association (IEA), dem internationalen Dachverband der Gesellschaften für Ergonomie und Arbeitswissenschaften.

Silke Wiesemann | Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE
Weitere Informationen:
http://www.fkie.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?
14.11.2019 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

nachricht Mediation – Konflikte konstruktiv lösen
12.11.2019 | Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund - zfh

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: New opportunities in additive manufacturing presented

Fraunhofer IFAM Dresden demonstrates manufacturing of copper components

The Fraunhofer Institute for Manufacturing Technology and Advanced Materials IFAM in Dresden has succeeded in using Selective Electron Beam Melting (SEBM) to...

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Im Focus: Magnets for the second dimension

If you've ever tried to put several really strong, small cube magnets right next to each other on a magnetic board, you'll know that you just can't do it. What happens is that the magnets always arrange themselves in a column sticking out vertically from the magnetic board. Moreover, it's almost impossible to join several rows of these magnets together to form a flat surface. That's because magnets are dipolar. Equal poles repel each other, with the north pole of one magnet always attaching itself to the south pole of another and vice versa. This explains why they form a column with all the magnets aligned the same way.

Now, scientists at ETH Zurich have managed to create magnetic building blocks in the shape of cubes that - for the first time ever - can be joined together to...

Im Focus: A new quantum data classification protocol brings us nearer to a future 'quantum internet'

The algorithm represents a first step in the automated learning of quantum information networks

Quantum-based communication and computation technologies promise unprecedented applications, such as unconditionally secure communications, ultra-precise...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Erkundungsmethode für die Geothermie

14.11.2019 | Geowissenschaften

Schmieden statt Schweißen: Stoffschlüssige Verbindung durch Umformen

14.11.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics