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Euro BioMAT 2013

18.04.2013
Über Implantate, Katheter und Spinnenseide: Europäisches Symposium zu Biomaterialien und bioinspirierten Materialien am 23.-24. April in Weimar
Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM) und ihr Fachausschuss Biomaterialien veranstaltet in der Kulturstadt Weimar das Symposium „Euro BioMAT 2013“. 220 Teilnehmer aus der ganzen Welt kommen vom 23. bis 24. April im Park Inn by Radisson Hotel Weimar zusammen, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse zu Biomaterialien und bioinspirierten Materialien auszutauschen.

„Wir adressieren mit dieser Tagung das wachsende Interesse der Wissenschaft und Industrie an Biomaterialien und bioinspirierten Materialien“, sagt Prof. Dr. Klaus D. Jandt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der gemeinsam mit Dr. Thomas F. Keller (Deutsches Elektronen-Synchroton DESY, Hamburg) Vorsitzender des Organisationskomitees der Tagung ist. „Die Euro BioMAT widmet sich der Erzeugung, Charakterisierung, Prüfung und Anwendung von Materialien, die mit biologischen Systemen über Grenzflächen in Kontakt stehen und wechselwirken.“ betont Jandt.

Dr.-Ing. Frank O.R. Fischer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der DGM, freut sich über den Erfolg dieser Plattform: „Mit 83 Vorträgen, 88 Posterbeiträgen und vier Plenarvorträgen von internationalen Koryphäen trägt die Tagung dazu bei, herausragende Persönlichkeiten des Fachgebiets zusammen zu bringen und den Austausch über faszinierende wissenschaftliche Erkenntnisse zu fördern.“ Ein besonderes Highlight ist der Plenarvortrag von Prof. Henk J. Busscher von der Universität Groningen (Niederlande).

„Herr Prof. Busscher ist weltweit führend im Bereich von Implantatmaterialien, die Infektionen verhindern. Dieses Thema ist sehr wichtig, da etwa 40 Prozent aller Sterbefälle aufgrund von Infektionen in Krankenhäusern mit dem Einsatz von Biomaterialien zusammenhängen“, so Jandt, der Biomaterialien erforscht. Dabei gehören antimikrobielle Knochenersatzmaterialien und Knochenzemente zu den Forschungsthemen von Jandt. Diese werden bei Knochenverletzungen oder Osteoporose (Knochenschwund im Alter) eingesetzt um den natürlichen Knochen wieder zu stärken. Prof. Claus Michael Lehr von der Universität des Saarlandes in Saarbrücken wird auf der Euro BioMat einen Plenarvortrag über das neue Feld der Nanomedizin halten. Er wird im Rahmen der Tagung mit dem „International Journal of Nanomedicine Distinguished Scientist Award“ ausgezeichnet. Außerdem werden die besten Poster am 24. April mit dem „Dove Press Poster Award“ prämiert. Begleitet wird die Tagung von einer Ausstellung, auf der internationale Firmen ihre Produkte präsentieren.

Materialwissenschaftler, Ingenieure, Physiker, Chemiker und Biologen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung und Entwicklung stehen gemeinsam mit den Medizinern der Situation gegenüber, dass Materialien höchsten Ansprüchen und einer zunehmend herausfordernden biologischen Umgebung genügen müssen. Vor allem in den USA und in Asien gewann das Forschungsthema Biomaterialien in den letzten Jahren an Bedeutung. „Mittlerweile legt Europa aber schnell und kontinuierlich auf diesem Wissensgebiet zu. Das Besondere an der Euro BioMAT 2013 ist, dass hier Wissenschaftler und Praktiker in diesem aufregenden und stark interdisziplinären Wissenschafts- und Ingenieursfeld in den Dialog treten“, erläutert Klaus Jandt das Konzept der Tagung. „Der Plenarvortrag von Herrn Prof. Wolfram Mittelmeier vom Universitätsklinikum Rostock etwa zeigt anschaulich die Anwendung bestimmter Biomaterialien im Alltag eines Chirurgen auf.“

Weitere Informationen und das ausführliche Programm finden Sie unter: http://www.dgm.de/biomat/

Über die DGM
Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (www.dgm.de) ist die größte technisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Europa. Die DGM fördert mit ihren interdisziplinären Fachausschüssen, Veranstaltungs- sowie Fortbildungsreihen den Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie. Der Verein mit Sitz in Frankfurt/Main sorgt für eine deutschlandweite und internationale Vernetzung der Experten, organisiert europaweit Tagungen und Kongresse und bezieht auch den Nachwuchs ein. Mit Exkursionen, vergünstigtem Zugang zu Fortbildungs- und Tagungsplätzen, einer Jugendvertretung („Jung-DGM“) und speziellen Nachwuchsveranstaltungen unterstützt die DGM junge Materialwissenschaftler und Werkstofftechniker. Die Fachausschüsse der DGM decken nahezu alle Materialklassen, Prozesstechniken zur Materialherstellung und -verarbeitung, Erkenntnis- und Anwendungsfelder im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ab.

Weitere Informationen
Mehr Informationen zur DGM finden Sie unter http://www.dgm.de oder können direkt bei der DGM angefordert werden.

Ansprechpartner BioMAT
Anja Mangold
Tel.: 069-75306-747
biomat@dgm.de

Ansprechpartner Presse
Miriam Leonardy / Yvonne Burger
Tel.: 069-75306-759
presse@dgm.de

Ansprechpartner an der FSU Jena (Conference Chairman)
Prof. Dr. Klaus D. Jandt
Lehrstuhl für Materialwissenschaft
Löbdergraben 32, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947730
k.jandt@uni-jena.de

Miriam Leonardy | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgm.de

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