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Erste Internationale VISION ZERO Konferenz für mehr Sicherheit in Bergbau und Rohstoffbranche

09.09.2016

Jeder Unfall ist einer zu viel, jede Erkrankung auch – beides kann verhindert werden. Diese Überzeugung teilen rund 260 Unternehmens- und Arbeitnehmervertreter, Arbeitsschutzexperten, Wissenschaftler sowie Experten von Sozialversicherungen aus mehr als 20 Ländern: Sie nehmen an der „First VISION ZERO Europe Conference“, die vom 7. bis 9. September an der Technischen Hochschule (TH) Georg Agricola in Bochum stattfindet und unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft steht.

Die Vision Zero Strategie der Bergbau-Sektion der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit verfolgt das Ziel, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz an den Arbeitsplätzen in der internationalen Rohstoffindustrie so weit zu verbessern, dass die Zahl der Unfälle, Erkrankungen oder Schadensfälle gegen Null (englisch: Zero) geht.


Vision Zero: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Rohstoffindustrie optimieren

Foto: V. Wiciok/THGA

Die VISION ZERO Europe Konferenz in Bochum findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und bildet den Auftakt einer Serie von weltweiten Veranstaltungen und Initiativen. Im Kern geht es darum, voneinander zu lernen, um bewährte Lösungen und Präventionsansätze kennenzulernen und zu übernehmen. Der deutsche Bergbau hat hier mit seiner langen Tradition eine Menge an Erfahrungen einzubringen, in einer Zeit der zunehmenden Globalisierung können aber alle Seiten vom internationalen Austausch profitieren.

Als Veranstalter haben sich die TH Georg Agricola sowie vier führende Institutionen der Sozialen Sicherheit zusammengefunden: Die Internationale Sektion für Prävention im Bergbau der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (Englisch: ISSA Mining), die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemische Industrie (BG RCI) aus Deutschland, das italienische Istituto Nazionale per l’Assicurazione contro gli infortuni sui Lavoro (Italienische Staatliche Versicherung für Arbeitsunfälle - INAIL) und die polnische Zakład Ubezpieczeń Społecznych (Sozialversicherungsanstalt - ZUS).

Vision Zero gewinnt gerade vor dem Hintergrund besondere Bedeutung, dass an der weltweiten Rohstoffproduktion mehr und mehr Entwicklungs- und Schwellenländer beteiligt sind. „Funktionierender Arbeits- und Gesundheitsschutz sind ebenso wie der Umweltschutz Bedingungen für nachhaltiges Wirtschaften“, sagt Dirk Sohn, Professor für Betriebssicherheitsmanagement an der TH.

„In den Industrieländern wird der Großteil der Rohstoffe verbraucht. Deshalb haben wir eine besondere Verantwortung, Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit zu erreichen.“ Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Generalsekretär der ISSA Mining ergänzt, dass man bewusst auf Teilnahmegebühren verzichtet und einige Länder sogar finanziell unterstützt habe, um insbesondere Vertretern aus Entwicklungs- und Schwellenländern die Teilnahme zu erleichtern.

„Dank finanzieller Unterstützung können beispielsweise Experten aus der Mongolei und dem Iran die Konferenz besuchen. Auch sind große Delegationen aus China und Chile angereist. Die Vielfalt ist uns sehr wichtig“, so Helmut Ehnes.

Die VIZE Konferenz versteht sich als internationale Plattform zum Austausch von Erfahrungen, Guter Betriebspraxis und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie gesellschaftlichen Trends auf den Gebieten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Rohstoffindustrie. Den Focus setzt die Konferenz in diesem Jahr auf Themen wie Führung und Gesundheit, Sicherheitskultur im Unternehmen, technologische Innovationen, Unfalluntersuchungen, betriebliche Gesundheitsförderung und die Besonderheiten kleiner und mittelständischer Betriebe. Finanziell unterstützt wird die Konferenz von der RAG Aktiengesellschaft und von der Messe Düsseldorf.

Die Veranstalter blicken bereits über die diesjährige Premiere hinaus: „Die große Resonanz und der intensive Austausch bestärken uns darin, dass diese Premiere keine Eintagsfliege sein sollte. Wir streben an, in zwei Jahren eine Folgeveranstaltung in einem anderen europäischen Land zu organisieren und haben darüber bereits positive Gespräche geführt“, zeigen sich Prof. Sohn und Dipl.-Ing. Ehnes einig.

Kontakt und weitere Auskünfte:

• Dipl.-Ing. Helmut Ehnes, Generalsekretär der ISSA Mining und Leiter Prävention BG RCI, Mobil: (0171) 410 54 99, E-Mail: helmut.ehnes@bgrci.de

• Prof. Dr. Dirk Sohn, Professor für Betriebssicherheitsmanagement an der TH Georg Agricola, Telefon: (0234) 968 3262, E-Mail: dirk.sohn@thga.de

Weitere Informationen:

http://vize-europe-conference.de - Website der Konferenz

Stephan Düppe | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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