Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Energiewende im Fokus: Jahrestagung des Öko-Instituts

12.09.2012
Die Energiewende ist ein Prozess, der mit Blick auf die Folgen des globalen Klimawandels sowie die Gefahren der Kernenergie geboten und mit hohem Druck vorangetrieben werden muss. Die grundlegende Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energien stellt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vor vielfältige Herausforderungen.

Entsprechende Notwendigkeiten für politisches Handeln aufzuzeigen, Herausforderungen und Chancen herauszuarbeiten und konkrete Lösungsvorschläge zu entwickeln, ist Aufgabe des Öko-Instituts und zentrales Anliegen der morgen stattfindenden Jahrestagung.

Unter dem Motto „Energiewende – Gut vernetzt?“ diskutieren die Expertinnen und Experten des Instituts Versäumnisse, Aufgaben und Anforderungen an die politische Ausgestaltung des Transformationsprozesses mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

„Die aktuelle Diskussion rund um die Energiewende konzentriert sich häufig auf kurzfristige und oft übertrieben dargestellte Preiseffekte“, betont Michael Sailer, Geschäftsführer des Öko-Instituts. „Wir richten den Fokus auf die langfristigen Chancen und Weichenstellungen. Denn gerade diese werden entscheidend dafür sein, dass die Energiewende gelingt und die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Die entscheidenden Knackpunkte liegen bei den Fragen der Umgestaltung der Strommärkte und der benötigten Infrastruktur.“

Panels und Podium: Strategien für die Energiewende

Darüber hinaus stehen die Themen Planung und Entscheidungsprozesse beim Infrastrukturumbau sowie die Rolle von Stromspeichern auf der Agenda. In der Abschlussdiskussion soll der Blick aufs Ganze gewagt und zugleich die Fragen nach aktuellen Umsetzungshürden und konkreten Vorschlägen für wegweisende Strategien diskutiert werden.

Das Öko-Institut erwartet mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich am Donnerstag, den 13. September 2012 ganztägig austauschen. Unter den externen Rednern der Tagung befinden sich unter anderem Repräsentanten und Repräsentantinnen von Umweltbundesamt und Bundesnetzagentur, ebenso wie von der Deutschen Umwelthilfe und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

„Wir freuen uns, dass wir so viele interessierte Gäste erwarten dürfen“, so Michael Sailer weiter. „Wir hoffen, mit der Tagung einen weiteren Anstoß für den notwenigen Austausch zum Umgestaltungsprozess in der Gesellschaft zu geben.“ Die Veranstaltung findet in den Räumen der KfW Bankengruppe in Berlin statt, die die Jahrestagung unterstützt.

Zum Öko-Institut und der Rolle in der Energiewende

Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Schon 1980 hat das Institut mit dem programmatischen Buch „Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“ Szenarien für eine alternative Energiezukunft vorgelegt. Seitdem arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Strategien für die Ausgestaltung eines Energiesystems ohne Kernenergie, das stattdessen auf einer effizienten Energienutzung wie Energieeinsparung oder Kraft-Wärme-Kopplung sowie auf der Verwendung kohlenstoffarmer und erneuerbarer Energieträger beruht.

Das Öko-Institut überträgt die Tagung als Video-Livestream auf der Institutswebsite http://www.oeko.de.
Weitere Informationen zum Programm der Jahrestagung 2012 „Energiewende – Gut vernetzt?“ auf der Tagungswebsite des Öko-Instituts.

http://www.oeko.de/jahrestagung2012

Dort stehen im Nachgang eine ausführliche Dokumentation, Fotos und Videos der Panels und Diskussion zur Verfügung.

Weitere Informationen und einen Überblick zur Arbeit des Öko-Instituts zu Themen rund um die Energiewende auf http://www.energiewende.de/.
Ansprechpartnerin am Öko-Institut:

Mandy Schoßig
Leiterin Öffentlichkeit & Kommunikation
Öko-Institut e.V., Büro Berlin
Telefon: +49 30 405085-334
E-Mail: m.schossig(at)oeko.de
Neues vom Öko-Institut auf Twitter: http://twitter.com/oekoinstitut

Interesse an eco@work, dem kostenlosen E-Paper des Öko-Instituts?
Abo unter http://www.oeko.de/newsletter_ein.php

Romy Klupsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.oeko.de
http://www.oeko.de/jahrestagung2012
http://www.energiewende.de/

Weitere Berichte zu: Ausgestaltung Energiesystem Energiewende FOKUS Kernenergie Öko-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt
06.04.2020 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren
03.04.2020 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

In vielen Bereichen spielen „Elektrolyte“ eine wichtige Rolle: Sie sind bei der Speicherung von Energie in unserem Körper wie auch in Batterien von großer Bedeutung. Um Energie freizusetzen, müssen sich Ionen – geladene Atome – in einer Flüssigkeit, wie bspw. Wasser, bewegen. Bisher war jedoch der präzise Mechanismus, wie genau sie sich durch die Atome und Moleküle der Elektrolyt-Flüssigkeit bewegen, weitgehend unverstanden. Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben nun gezeigt, dass der durch die Bewegung von Ionen bestimmte elektrische Widerstand einer Elektrolyt-Flüssigkeit sich auf mikroskopische Schwingungen dieser gelösten Ionen zurückführen lässt.

Kochsalz wird in der Chemie auch als Natriumchlorid bezeichnet. Löst man Kochsalz in Wasser lösen sich Natrium und Chlorid als positiv bzw. negativ geladene...

Im Focus: When ions rattle their cage

Electrolytes play a key role in many areas: They are crucial for the storage of energy in our body as well as in batteries. In order to release energy, ions - charged atoms - must move in a liquid such as water. Until now the precise mechanism by which they move through the atoms and molecules of the electrolyte has, however, remained largely unknown. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now shown that the electrical resistance of an electrolyte, which is determined by the motion of ions, can be traced back to microscopic vibrations of these dissolved ions.

In chemistry, common table salt is also known as sodium chloride. If this salt is dissolved in water, sodium and chloride atoms dissolve as positively or...

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Wenn Ionen an ihrem Käfig rütteln

06.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Virtueller Roboterschwarm auf dem Mars

06.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics