Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresden erneut Magnet für Polymerforscher aus aller Welt

20.06.2017

Europe Africa Conference der Polymer Processing Society in der sächsischen Landeshauptstadt

Vom 26. bis 29. Juni 2017 richtet das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) gemeinsam mit der TU Dresden und der TU Chemnitz im Deutschen Hygienemuseum die Europe Africa Conference der Polymer Processing Society (PPS) aus.


Anti-Malaria-Textilien: Querschnitt durch Faser mit Repellent-Konzentrat im Kern und einer Hülle mit Barrierewirkung (Mikroskopische Aufnahme)

IPF Dresden

Die Zahl von rund 450 Anmeldungen von Wissenschaftlern aus aller Welt stellt für die Tagungsreihe einen Spitzenwert dar und zeigt, wie anziehend der Tagungsstandort Dresden und das Renommee des ausrichtenden Instituts auf die internationale Fachwelt wirken.

Die PPS ist die traditionsreichste und wichtigste internationale Fachorganisation auf dem Gebiet der Forschung zur Polymerverarbeitung. Sie führt jedes Jahr eine internationale Tagung und in wechselnden Rhythmen zusätzlich regionale Konferenzen durch. In acht parallelen Sektionen werden rund 350 Vorträge und ca. 120 Poster präsentiert.

Auf lang etablierten traditionellen Feldern der Kunststoffverarbeitung wie Extrusion, Spritzguss und Schmelzspinnprozesse wird das Potenzial neuartiger meist mehrphasiger Polymerwerkstoffe gezeigt. Darüber hinaus rücken neueste Entwicklungen zur individualisierten Erzeugung von Kunststoffbauteilen durch Additive Fertigung (3D-Druck) sowie „intelligente“ Werkstoffe mit eingebautem „Reaktionsvermögen“ (z.B. Formgedächtnis, Selbstheilung) in den Fokus.

Speziell gefördert, u.a. aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wird die Teilnahme von Forschern aus Afrika (Südafrika, Mosambik, Tschad, Algerien, Marokko).

Mit Fachkollegen an der Universität Pretoria in Südafrika pflegt das IPF bereits seit langem eine intensive Kooperation.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden unter anderem gemeinsam Anti-Malaria-Textilien entwickelt. Es gelang, das wirksame, aber teure Repellent N,NDiethyltoluamid (DEET) so in Fäden zu integrieren, dass es zuverlässig und dosiert über einen langen Zeitraum abgegeben wird. Dies funktioniert über eine Kern-Schale-Struktur der Fäden mit Repellent-Konzentrat im Inneren und einer diffusionshemmenden Außenschicht.

Da die Dosierung genau angepasst erfolgt und insbesondere weil - anders als bei der Anwendung direkt auf der Haut - wiederholtes Auftragen entfällt, ist die Wirkung außerordentlich effektiv, und die Kosten des Repellent-Einsatzes werden minimiert.

Bevorzugt saugen die Anopheles-Mücken, durch die Malaria übertragen wird, an den unteren Waden und Knöcheln Blut. Deshalb wurde aus den im Spinntechnikum des IPF erzeugten Kern-Schale-Fäden mit Repellent mit Unterstützung von Kollegen des Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der Technischen Universität Dresden eine Socke als Demonstrator hergestellt. In ersten Tests konnte sie Aktivität bereits über mehrere Wochen nachweisen.

Erst 2015 war das IPF Gastgeber des Kongresses der European Polymer Federation gewesen, die 2014/2015 durch Frau Professor Voit, die Wissenschaftliche Direktorin des IPF, als Präsidentin geführt wurde.

Kerstin Wustrack | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.ipfdd.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?
21.06.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

nachricht Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Latest News

Graphene assembled film shows higher thermal conductivity than graphite film

22.06.2018 | Materials Sciences

Fast rising bedrock below West Antarctica reveals an extremely fluid Earth mantle

22.06.2018 | Earth Sciences

Zebrafish's near 360 degree UV-vision knocks stripes off Google Street View

22.06.2018 | Life Sciences

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics