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DINI-Jahrestagung an der Uni Kassel: Vom Wissen zu vernetzten Forschungsumgebungen

30.09.2009
Bibliothekare, IT- und Medien-Experten wollen gemeinsam mit Wissenschaftlern ganz unterschiedlicher Disziplinen - von der Astrophysik bis zur Pädagogik - das für die Forschung notwendige Wissen und die in der Forschung anfallenden Daten vernetzen und für die Produktion von neuem Wissen verfügbar machen.

Unter dem Titel "Informationsprozesse im Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation - Vom vernetzten Wissen zur virtuellen Forschungsumgebung" - findet die 10. Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI) vom 30. September bis 1. Oktober in der Universität Kassel statt.

Mehr als 120 Informationsmanager aus den Infrastruktureinrichtungen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen treffen zusammen mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen. "Das Informationsmanagement und moderne Informationstechnologien müssen die Forschungsprozesse und das Management von Forschung erleichtern, damit sich die Wissenschaftler ihrer Hauptaufgabe, nämlich der Forschung, besser widmen können", beschreibt Prof. Dr. Peter Schirmbacher, DINI-Vorstandsmitglied und Hauptverantwortlicher für das Programm, ein Ziel der Tagung und ein Aktionsfeld von DINI.

Der langjährige Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und heutige Direktor am Institut für Informatik der MPG, Prof. Dr. Kurt Mehlhorn, wird den Eröffnungsvortrag halten und seine Anforderungen an "Vernetztes Wissen und virtuelle Forschungsumgebungen" darstellen. Mit den anschließenden Vorträgen in unterschiedlichen Themenblöcken, so zu Grid-Technologien in vernetzten Forschungsumgebungen, zum Umgang mit Forschungsdaten, zu vernetztem Wissen und zu Forschungsinformationssystemen greift DINI aktuelle Themen und Anforderungen auf.

Die Frage, ob die D-Grid-Initiative des BMBF, die inzwischen in ihre dritte Förderrunde eingetreten ist, nur ein Hype oder ein Erfolg war, wird Prof. Dr. Ulrich Lang, Direktor des Regionalen Rechenzentrums der Universität zu Köln, in seinem Vortrag beantworten.

Ein virtuelles Observatorium, das mehr als ein Google für die Sterne sein will, das Suchen im Semantischen Web oder Fragen der Qualitätssicherung in virtuellen Forschungsumgebungen sind Beispiele für die Vielfalt der Vortragsthemen.

Mit der Konferenz will DINI auch ein Zeichen für einen weiteren künftigen Schwerpunkt der DINI-Arbeit setzen. Im Anschluss an die Tagung soll eine neue DINI-Arbeitsgruppe zu "Virtuellen Forschungsumgebungen" ihre Arbeit aufnehmen. "Neue Dienste für die vielfältigen Informationsprozesse in der Forschung und eine laufende Verbesserung der Serviceleistungen für die Wissenschaftler durch die Infrastruktureinrichtungen sind dringend notwendig", betont Manfred Stross, der DINI-Vorsitzende und Leiter des Medienzentrums der TU München.

DINI - die Deutsche Initiative für Netzwerk-Information e. V.
Die Deutsche Initiative für Netzwerk-Information (DINI) ist der überregionale Zusammenschluss von Bibliotheken, Medienzentren und Rechenzentren von Hochschulen und Forschungseinrichtungen; ihr gehören auch wissenschaftliche Fachgesellschaften an. DINI ist Partner der Hochschulen bei der Weiterentwicklung der Informationsinfrastruktur. Dazu erfasst und diskutiert DINI neue Formen der Organisation, Kooperation und Arbeitsteilung der Infrastruktureinrichtungen.
Information zum Programm der Tagung:
http://www.dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/2009/programm/
Rückfragen an:
Hans-Joachim Wätjen (DINI-Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: 0441 798-4010 oder 0175 26522669
E-Mail: waetjen@uni-oldenburg.de
Prof. Dr. Peter Schirmbacher (Vorsitzender des Programmkomitees zur Jahrestagung)
Tel.: 030 2093-7010 oder 030 2093-4463
E-Mail: schirmbacher@cms.hu-berlin.de
Manfred Stross (DINI-Vorsitzender)
Tel.: 089 289-24273 oder 0176 21320720
E-Mail: m.stross@tum.de

Christine Mandel | idw
Weitere Informationen:
http://www.dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/2009/programm/

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