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Digitalisierung trifft Energiewende

15.10.2019

Zur Energiewende gibt es keine Alternative. Doch wie gelingt die Transformation von Energiewirtschaft und Energiesystemen? Und welche Rolle spielt die Digitalisierung bei diesem Veränderungsprozess? Diese Fragen stehen im Zentrum der Tagung »Energie im Wandel« am 7. November 2019 in Oberhausen. Veranstalter sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie der Cluster EnergieForschung der EnergieAgentur NRW.

»Eine zentrale Herausforderung bei der Gestaltung der Energiewende ist die Geschwindigkeit«, erklärt Carsten Beier, Leiter der Abteilung Energiesysteme beim Fraunhofer UMSICHT. »In den kommenden zehn Jahren muss die Kapazität der erneuerbaren Stromerzeugung nahezu verdoppelt werden. Gleichzeitig ist es nötig, rund ein Drittel der fossilen Großkraftwerke durch kleine, dezentrale Anlagen zu ersetzen.«


Bei diesem Umbau spiele die Digitalisierung eine Schlüsselrolle: Eine Vielzahl dezentraler Anlagen muss miteinander kommunizieren, um den Energiebedarf zu jeder Zeit zu decken. Gleichzeitig müssen die Energiesysteme miteinander gekoppelt werden, um Schwankungen mit hoher Dynamik auszugleichen und eine möglichst hohe Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Dafür seien neue digitale Lösungen erforderlich.

Vom Wissen zum Handeln

Wie solche Lösungen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen entstehen können, wird im Rahmen der Tagung diskutiert. Ein wichtiger Aspekt dabei: »Es gibt bereits Technologien und Konzepte zur Gestaltung der Energiewende«, sagt Annedore Kanngießer, stellvertretende Leiterin der Abteilung Energiesysteme. »Wir fragen, wie wir dieses Know-how auf die Straße bringen – also vom Wissen zum Handeln kommen.«

Teilnehmen an dieser Diskussion werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft: Prof. Dr. Wolfgang Ketter vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität zu Köln gGmbH (EWI) befasst sich beispielsweise mit der Rolle künstlicher Intelligenz im Energiesystem der Zukunft.

Prof. Christian Rehtanz von der Technischen Universität Dortmund geht der Frage nach, was Digitalisierung für Energiewirtschaft und Energienetze beitragen kann. Und Prof. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut, beleuchtet mit Blick auf die Digitalisierung die Aspekte Akzeptanz und Partizipation.

Ein besonderes Highlight ist der Beitrag von Martin Buchholz. Der Braunschweiger Science-Slammer präsentiert seine ganz persönliche Sicht auf den Themenkomplex. Titel seines Vortrages: »Energie – Wie verschwendet man etwas, das nicht weniger werden kann?«.

Die Tagung

Hinter der Tagung »Energie im Wandel: Energiewende digital – vom Wissen zum Handeln« stehen das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und der Cluster EnergieForschung der EnergieAgentur.NRW in Oberhausen.

Die Veranstaltung richtet sich an Personen aus den Bereichen Geschäftsführung, Betriebsleitung, Medien, technische Planung und Beratung sowie an Entscheider*innen in der öffentlichen Verwaltung, Klimaschutzbeauftragte, an Mitarbeiter*innen aus Forschung und Entwicklung sowie an fachlich Interessierte.

Eine Anmeldung ist bis zum 31. Oktober 2019 möglich.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Carsten Beier
Abteilungsleiter Energiesysteme
Telefon +49 208 8598-1416

Dr.-Ing. Annedore Kanngießer
Stellv. Abteilungsleiterin Energiesysteme
Telefon +49 208 8598-1373

Weitere Informationen:

http://s.fhg.de/HV9

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Weitere Informationen:
http://www.umsicht.fraunhofer.de/

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