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Die Erde im Fokus – Jahrestagung der Geophysik bietet spannende Einblicke in unseren Heimatplaneten

04.03.2016

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster erwartet mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland anlässlich der 76. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG).

Von der Erdoberfläche bis zum Erdkern sind es über 6700 km – diese enorme Distanz gilt es zu durchleuchten, um zu verstehen, wie sich die Vorgänge in der Tiefe auf die Oberfläche und damit auf unser Leben auswirken. Erdbeben, Vulkane, Tsunamis – ebenso wie viele Ressourcen, die wir nutzen – sind das Ergebnis geodynamischer Prozesse innerhalb unseres Planeten.

Diese Vorgänge stehen im Fokus der 76. Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG), die vom 14.-17. März 2016 im Naturwissenschaftlichen Zentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität stattfindet. Die diesjährige Tagung richtet den Blick aber nicht nur ins Erdinnere, sondern auch auf unser Sonnensystem.

Somit befassen sich die Schwerpunktthemen der Jahrestagung in Münster neben der Struktur und Dynamik unseres Planeten auch mit dem Einfluss des Weltraumwetters. Diese Themen werden durch internationale Experten im Rahmen von Plenarvorträgen in Münster vertieft.

Professorin Miaki Ishii von der Universität Harvard ist eine international renommierte Seismologin, die sich mit der internen Struktur der Erde beschäftigt. Ihre Kollegen Professor Michel Campillo aus Grenoble und Professor Andreas Fichtner aus Zürich sind neuen Ansätzen zu Abbildungsverfahren des Untergrundes auf der Spur. Den Einfluss von magnetischen Stürmen im Weltraum auf unser Elektrizitätssystem nimmt Dr. Antti Pulkkinen von der NASA in Greenbelt, USA unter die Lupe.

„Damit deckt die Tagung das gesamte Spektrum der Geophysik ab und bietet einen breiten Einblick in die verschiedenen Forschungsrichtungen. Dies bietet gerade auch jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die vielseitigen Forschungsansätze und vor allem über die gesellschaftliche Relevanz der Forschung“, berichtet das Mitglied der Tagungsleitung Professorin Christine Thomas. „Wir freuen uns auf über 500 wissenschaftliche Präsentationen. Insbesondere den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern bietet die Jahrestagung eine optimale Möglichkeit, um ihre Arbeiten der breiten Fachgemeinde zu präsentieren“.

Die Tagung bezieht die Öffentlichkeit aktiv in die Forschungspräsentationen mit ein: Am 15. März 2016 um 20:00 Uhr spricht Professor Dr. Karl-Heinz Glaßmeier, Leiter des Instituts für Geophysik und extraterrestrische Physik der TU Braunschweig, im Rahmen eines öffentlichen Vortrages zum Thema „Rosettas Reise an den Anfang unserer Zeit". Er berichtet von der Mission der Raumsonde Rosetta zum Kometen Churyumov-Gerasimenko. Der Vortrag richtet sich ausdrücklich auch an die interessierte Bevölkerung (Hörsaal H1, Schlossplatz 46).

Die 76. DGG-Tagung erfolgt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Extraterrestrische Forschung und dem Fachverband Extraterrestrische Physik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und wird vom Institut für Geophysik der Westfälischen Wilhelms-Universität ausgerichtet. Das wissenschaftliche Programm beginnt am Montag, den 14. März 2016 um 08:00 Uhr und wird flankiert von der Eröffnungsveranstaltung ab 15:30 Uhr im Hörsaal 1 des Physikalischen Instituts.

Im Anschluss an die diesjährige DGG-Jahrestagung wird am Freitag, den 18. März 2015 ein gemeinsamer Workshop der DGG und der European Association of Geoscientists and Engineers (EAGE) zum Thema "Deep Mineral Exploration: Chasing Both Land and Sea Deposits" stattfinden. Während des Workshops werden aktuelle Vorträge zu Explorationsstudien und Ressourcen präsentiert.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Prof. Dr. Heidrun Kopp, DGG-Komitee Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 0431 / 600-2334, E-Mail: hkopp@geomar.de)
Prof. Dr. Christine Thomas, Institut für Geophysik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Tel. 0251 / 83-33591, E-Mail: tine@earth.uni-muenster.de)

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG) wurde 1922 von einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Seismologen Emil Wiechert in Leipzig gegründet. Sie hat heute rund 1.200 Mitglieder in über 30 Ländern weltweit. Derzeitiger Präsident der DGG ist Professor Michael Weber vom GeoForschungszentrum Potsdam.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der DGG und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Weitere Informationen:

Internetseite der Tagung und ausführliches Tagungsprogramm http://www.dgg-2016.de
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft http://www.dgg-online.de
Westfälische Wilhelms-Universität Münster http://www.uni-muenster.de

Prof. Dr. Heidrun Kopp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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