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DGCH-Kongress: Chirurgen tagen gemeinsam im ICC Berlin

25.02.2010
Wissenschaftlicher Fortschritt und klinischen Alltag sichtbar machen

Komplikationslose Abläufe im Operationssaal sind nur durch intensive Abstimmung aller Beteiligten möglich. Fächerübergreifende Schnittstellen, funktionierende Kommunikation und Patientensicherheit sind daher die Hauptthemen des 127. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH).

Dieser findet vom 20. bis 23. April 2010 im Internationalen Congress Centrum Berlin statt. Erstmals tagen die Chirurgen gleichzeitig mit dem IT-Kongress für den Gesundheitsmarkt "conhIT". Welche Möglichkeiten Informationstechnologie oder Telemedizin beispielsweise für mehr Patientensicherheit bieten, sind weitere Kongressthemen.

Kongresspräsident Professor Dr. med. Reiner Gradinger stellt die Tagung unter das Motto "Wissen, Denken, Handeln" und warnt vor zunehmender Kommerzialisierung in der Medizin. "Prämienzahlungen für eingewiesene Patienten oder Rationierungen von Leistungen aufgrund des Kostendrucks dürfen nicht zum medizinischen Alltag werden", beklagt Professor Gradinger aktuelle Entwicklungen. Neben den wissenschaftlichen Neuerungen in der Chirurgie stehen deshalb auch gesundheitspolitische und ethische Fragen auf dem Tagungsprogramm. Der Unternehmens- und Politikberater Professor Dr. Roland Berger greift dies in einem Vortrag auf.

Schwerpunkte des diesjährigen Chirurgenkongresses sind der sogenannten perioperativen Medizin gewidmet - diese umfasst alle Abläufe, die vor, während und im Anschluss an eine Operation bedeutend sind. Dazu gehören etwa Schmerz- und Qualitätsmanagement oder die Ernährungsmedizin. Die Intensiv- und Notfallmedizin erfordert schnelle Entscheidungen, und diese sollten Ärzte möglichst interdisziplinär treffen. Eine funktionierende Kommunikation ist hier lebenswichtig. Wie Chirurgen diese optimal organisieren können und was die Sicherheit des Patienten erhöht, ist Thema mehrerer Kongressveranstaltungen.

Rund 5000 erwartete Kongressbesucher aus allen Teilfächern der Chirurgie diskutieren neueste Erkenntnisse und Techniken. Um diese schneller in die Behandlung am Patienten einfließen zu lassen, tauschen sich Grundlagenforscher und Kliniker in gemeinsamen Sitzungen aus. "Wir wollen das Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und klinischem Alltag auf unserem Kongress sichtbar machen", ergänzt Professor Gradinger, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München.

Das wissenschaftliche Programm wird neben der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie auch von den neun Fachgesellschaften der Viszeral-, Unfall-, Gefäß-, Kinder-, Herz-, Thorax-, Neuro- und plastischen Chirurgie sowie den Orthopäden gestaltet. Eine Posterpräsentation, eine Industrieausstellung und Fortbildungskurse, beispielsweise zur Laparoskopie oder ein gefäßchirurgischer Nahtkurs, ergänzen das Programm.

Zum Abschluss des diesjährigen Chirurgenkongresses findet die traditionelle Ruderregatta erstmals in Kooperation mit der Stiftung Leben mit Krebs statt. Unter dem Motto "Rudern gegen Krebs" werden die Erlöse Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen zugute kommen. Die Stiftung bietet bundesweit ein medizinisch betreutes Sport- und Therapieprogramm an. Ziel ist, die Belastung von Erkrankung und Therapie aktiv mit regelmäßigem Sport zu überwinden und die Lebensqualität zu verbessern.

Für Mitglieder der DGCH ist die Teilnahme am Kongress kostenlos, wenn sie sich am Tagungscounter in Berlin mit ihrer Mitgliederkarte 2010 anmelden oder sich vorab online unter www.chirurgie2010.de registrieren. Assoziierte Mitglieder der Fachgesellschaften DGAV, DGG, DGKCH, DGNC, DGOOC, DGPRÄC, DGT, DGTHG und DGU können den Kongress zu vergünstigten Konditionen besuchen. Nichtmitglieder, die sich bis zum 25. März 2010 voranmelden, erhalten ermäßigten Eintritt. Kontakt für Anmeldungen: MCN Medizinische Congressorganisation Nürnberg AG, Kongressabteilung DGCH, Neuwieder Str. 9, 90411 Nürnberg, Fax: 0911/393-16 55 oder online unter: http://www.chirurgie2010.de.

Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)
Pressestelle
Beate Schweizer
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-295
Telefax: 0711 8931-167
E-Mail: Schweizer@medizinkommunikation.org

Beate Schweizer | idw
Weitere Informationen:
http://www.chirurgie2010.de

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