Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Russische Bioenergie-Konferenz: Deutsche Innovationen für russische Kommunen

28.02.2014

Am 18. und 19. Februar 2014 hat in Moskau die erste jährliche deutsch-russische Konferenz für Fragen der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich Bioenergie »Effiziente dezentrale Biomassenutzung in der Russischen Föderation - Innovative Deutsche Lösungen für russische Kommunen« stattgefunden. Die Mission des dahinter stehenden Netzwerks SOJUS BIOENERGIE ist die Anbahnung und Unterstützung von Wissenschaftskooperationen zwischen deutschen und osteuropäischen Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern im Bereich Bioenergie.

Die Aktivitäten des Netzwerkes SOJUS BIOENERGIE beinhalten den Kompetenzaufbau im Bereich der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit durch Weiterbildungsmaßnahmen, die Anbahnung und Unterstützung internationaler wissenschaftlicher Kooperationsprojekte sowie den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern.

Ziel der bilateralen Konferenz »Effiziente dezentrale Biomassenutzung in der Russischen Föderation - Innovative Deutsche Lösungen für russische Kommunen« war die Anbahnung von Modernisierungspartnerschaften zwischen Kommunen der Russischen Föderation und deutschen Anbietern von Bioenergietechnologien.

Folgende Aspekte der Zusammenarbeit wurden bei der Konferenz diskutiert: wissenschaftlich-technologische, normativ-rechtliche, methodologische, wirtschaftliche, informationelle und finanzielle Aspekte.

Schlüsselthemen und Ziele der Konferenz

Zu den Schlüsselthemen der Vorträge und Diskussionen der vergangenen Konferenz gehörten:

  • Deutsch-russische Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Bioenergie-Technologien für dezentrale Energieversorgung in Russland.
  • Anbahnung von gemeinsamen innovativen Bioenergie-Projekten, inklusive Fragen der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern.
  • Erfahrungsaustausch in Fragen der Finanzierung von Bioenergie-Projekten in Deutschland und Russland sowie die Möglichkeiten für Finanzierung der bilateralen Projekte, inklusive Kooperationen zwischen deutschen Bioenergie- und russischen Energieservice-Unternehmen.
  • Enge Zusammenarbeit in Fragen der Entwicklung der russischen Gesetzgebung im Bereich der Bioenergie, inklusive Kooperationen mit regionalen legislativen und exekutiven Organen in Russland.

Auf Initiative der deutschen und russischen Seiten wurde beschlossen, die deutsch-russische Konferenz jährlich durchzuführen.

Teilnehmer und Organisatoren der Konferenz

Veranstalter der internationalen Bioenergie-Konferenz von deutscher Seite waren das wissenschaftliche Netzwerk SOJUS BIOENERGIE mit den Netzwerkbetreibern Fraunhofer UMSICHT und das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ). Auf russischer Seite fand die Veranstaltung auf Einladung des russischen nationalen Energieservice-Unternehmens FESCO des russischen Energieministeriums in Moskau statt, das den Vorsitz im russischen External Advisory Board (EAB), dem externen Beirat des Netzwerks SOJUS BIOENERGIE auf russischer Seite, hat.

Die Konferenz war mit über 90 Teilnehmern aus Russland und Deutschland, darunter Vertreter der Ministerien und regionalen Gouvernements, Hersteller und Technologieentwickler im Bioenergie-Bereich, gut besucht.

Die deutsche Seite war durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Botschaft der BRD in Moskau, das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau (DWIH) sowie Institutionen der angewandten Forschung und Bioenergie-Unternehmen vertreten. Von der russischen Seite nahmen an der Konferenz Vertreter des Energie- und Landwirtschaftsministeriums sowie des Ministeriums für Bildung und Forschung, Vertreter der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Staatlichen Universitäten und regionale Bioenergie-Unternehmen teil.

Die Konferenz fand mit Unterstützung folgender Institutionen statt: Deutsches Bundesministerium für Bildung und Forschung, Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau (DWIH), Deutsch-Russisches Energie-Forum, Institut für Biochemische Physik der Russischen Akademie der Wissenschaften, Technologieplattform »Bioenergetika«, Akademischer Rat für Chemie der fossilen und erneuerbaren kohlenstoffhaltigen Rohstoffe der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Weitere Informationen:

http://sojus.dbfz.de/

Iris Kumpmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovation – the name of the game
18.07.2018 | Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH)

nachricht Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht
17.07.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

18.07.2018 | Physik Astronomie

Schonend, schnell und präzise: Innovative Herz-Bildgebung in Freiburg

18.07.2018 | Medizintechnik

Chemische Waffe durch laterale Gen-Übertragung schützt Wollkäfer gegen schädliche Pilze

18.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics