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Das neue Präventionsgesetz aktiv gestalten

19.07.2016

DGAUM lädt mit ihren Dialogforen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit in Berlin und Dresden zur öffentlichen Diskussion ein

Das neue Präventionsgesetz ist in Kraft und verpflichtet gerade die Akteure im Feld der Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit dazu, das Gesetz mit Leben zu erfüllen und in der Praxis umzusetzen. In diesem Kontext ist die Kooperation zu sehen, die die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) mit der BARMER GEK in diesem Frühjahr eingegangen ist.

Ziel ist hier die Entwicklung von zukunftsfähigen Präventionspfaden und Versorgungswegen im Bereich der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit ihrem Partner BARMER GEK will die DGAUM die im neuen Präventionsgesetz innewohnenden Chancen für eine Verbesserung der Präventionsmaßnahmen in der Arbeitswelt nutzen und die interessierte Öffentlichkeit an diesem Prozess teilhaben lassen und lädt alle Interessierten ein, sich im Rahmen dieser Dialogforen an der Diskussion zur Umsetzung des Präventionsgesetzes im Setting Arbeitsplatz zu beteiligen.

Diesem Ziel dienen u.a. die Veranstaltungen im „Dialogforum Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit. Eine Veranstaltungsreihe für Wissenschaft und Praxis von DGAUM und RG GmbH“, die im zweiten Halbjahr 2016 stattfinden. Unmittelbar nach der Sommerpause stehen zwei Dialogforen am Samstag, 10. September 2016, in Berlin, bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung, sowie am Samstag, 17. September 2016, in Dresden, Akademie Hotel Dresden, auf dem Programm. Detail- Information zum Programm sowie zur Anmeldung online unter: http://www.dgaum.de/dgaum-dialogforen-amp-andere-veranstaltungen/

Die DGAUM und die BARMER GEK haben im Rahmen ihres Kooperationsabkommens die Identifizierung, die Realisierung und die Evaluierung von Modellvorhaben vereinbart, wie diese im Präventionsgesetz, konkret im Paragrafen § 20 g des SGB V, vorgesehen sind. Im Fokus steht daher die modellhafte Entwicklung von Präventionspfaden, die zum einen neue, auch technische Kommunikationswege der Zusammenarbeit zwischen den über- und innerbetrieblichen Akteuren im Betrieblichen Gesundheitsmanagement erforschen und zum anderen die Entwicklung und Evaluation von zielgruppen- und themenspezifischen Maßnahmen für Beschäftigte in Unternehmen beinhalten. Zwischen DGAUM und Barmer GEK besteht Einigkeit darüber, dass bei der Planung und Umsetzung dieser Modellvorhaben vor allem Klein- und Mittel-Unternehmen (KMU) im Mittelpunkt des Interesses und der gemeinsamen Aktionen stehen. Dabei sollen alle für BGM, BGF, Gesundheitsförderung und Prävention relevanten Akteure mit einbezogen werden.

Seitens DGAUM sowie BARMER GEK werden gemeinsam mit den entsprechenden Kooperationspartnern darüber hinaus regionale Modellvorhaben mit Alleinstellungsmerkmal ebenso angestrebt, wie wissenschaftliche Evaluationsberichte und Qualitätssicherungen durch die DGAUM. Im Mittelpunkt sollen dabei folgende Themenschwerpunkte stehen:

• Engere Verknüpfung der relevanten inner- und überbetrieblichen Akteure, etwa durch die Nutzung komplementärer Informationsquellen,
• Entwicklung und Evaluation konkreter, zielgruppenorientierter Leistungsangebote, im Focus dabei der Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigtengesundheit sowie die Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren mit Stärkung der individuellen, gesundheitlichen Handlungskompetenzen,
• Betriebsärzte als Lotsen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie Qualitätssicherung arbeitsmedizinischer Leistungen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements,
• Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention sowie engere Verzahnung kurativer und präventiver Medizin im Rahmen eines ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsmanagements,
• Psychische Gesundheit und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM),
• Telemedizin als eine zukunftsorientierte Methode für die Arbeitsmedizin.

Kontakt:
Dr. Thomas Nesseler
Hauptgeschäftsführer DGAUM
Schwanthaler Straße 73b
80638 München
Tel.: 089/330 396-0
Email: gs@dgaum.de

Dr. Thomas Nesseler | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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