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Berlin lädt zum europäischen Gipfeltreffen der Mathematik

08.06.2016

Vom 18. bis 22. Juli 2016 findet der 7. Europäische Mathematiker-Kongress in der Mathe-Metropole statt

Weit über 1000 Mathematikerinnen und Mathematiker werden in Berlin erwartet, wenn vom 18. bis 22. Juli 2016 der 7. Europäische Mathematiker-Kongress stattfindet. Unter der Schirmherrschaft der European Mathematical Society (EMS) versammelt dieses Gipfeltreffen der Mathematik alle vier Jahre Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Europa und der ganzen Welt.

„Dass die Wahl des Austragungsortes für 2016 auf Berlin gefallen ist, ist eine hohe Auszeichnung für die Leistungen der Berliner Mathematik“, sagt Volker Mehrmann, Professor für Numerische Mathematik an der TU Berlin, MATHEON-Vorstand und Chef des lokalen Organisationsteams. „Wir freuen uns auf viele spannende Vorträge und einen regen Austausch, auch über die mathematischen Disziplinen hinweg.“

Eine Woche lang werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Fragen der gesamten Mathematik erörtern. Das Programm umfasst 10 Plenar- und 31 Eingeladene Vorträge, dazu 42 Mini-Symposien und 87 Contributed Sessions.

Zu den Höhepunkten des Kongresses gehören die Vorträge namhafter Wissenschaftler:

• Abel-Preisträger Endre Szemerédi (Alfréd Rényi Institut für Mathematik, Budapest, Ungarn) wird erstmals in der Geschichte des Kongresses eine Abel-Vorlesung halten. Der Abel-Preis gilt als Nobelpreis der Mathematik. Thema: „Arithmetic progressions and graph theoretic lemmas“ 


• Don Zagier (Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn) wird die Friedrich- Hirzebruch-Vorlesung zu Ehren des 2012 verstorbenen ersten Präsidenten der EMS halten.
Thema: „The Arithmetic and Topology of Differential Equations“ 


• Speziell an Schülerinnen und Schüler richtet sich der Vortrag von Leibniz- Preisträger Peter Scholze (Universität Bonn) zum Thema „Zahlen und Geometrie“, der am 21. Juli um 19 Uhr im Audimax der TU Berlin in deutscher Sprache gehalten wird. 


Weitere programmatische Highlights sind:

• Die Preisverleihung im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung, die am 18. Juli, 
10 Uhr, im Audimax der TU Berlin stattfindet: 
10 EMS-Preise zeichnen herausragende Arbeiten junger europäischer oder in Europa forschender Mathematikerinnen oder Mathematiker aus 
Otto Neugebauer Preis für Mathematik-Geschichte 
Felix Klein Preis für eine junge Mathematikerin, einen jungen Mathematiker oder ein junges Team, das eine Problemstellung aus der Industrie mit ausgeklügelten mathematischen Methoden gelöst hat 


• Der öffentliche Vortrag von Alessandra Celletti (University of Roma Tor Vergata) über die Rolle einer Gruppe von Frauen bei der Erklärung des Universums: „Chaotic routes that shaped the universe: a history of some outstanding women scientists“, am 20. Juli, 16:30 Uhr. 


• Der öffentliche Vortrag von Helmut Pottmann (Technische Universität Wien) über „Mathematics in Modern Architecture“, am 19. Juli, 17:30 Uhr. 


• Die vierteilige historische Session mit Vorlesungen über die großen Mathematiker Leibniz, Lagrange, Euler und Weierstraß beleuchtet die Geschichte der Berliner Mathematik. 20. + 21. Juli, jeweils 16:30 – 18:30 Uhr. 


Der Math Career Day am 21. Juli richtet sich an den Mathematik-Nachwuchs. Hier präsentieren sich einschlägige Unternehmen in Vorträgen und an Info-Ständen. 


Begleitet wird die Tagung von einem umfangreichen Ausstellungsprogramm: 


• Bereits am 17. Juli wird im Jüdischen Museum Berlin die Ausstellung „Transcending Tradition“ eröffnet. Sie zeigt die Rolle jüdischer Mathematikerinnen und Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 
Im Vorfeld der Eröffnung wird Liba Taub, Direktorin des Whipple Museum of the History of Science und Professorin für Geschichte und Philosophie der Wissenschaften in Cambridge (GB), einen öffentlichen Festvortrag zum Thema „Mathematics and Culture in Ancient Greece: Poetry and Pythagoreanism“ halten. 


• Am 20. Juli wird „Women of Mathematics throughout Europe – A Gallery of Portraits“ in der Mathematischen Fachbibliothek der TU Berlin eröffnet. Die Ausstellung bietet Einblicke in das aktuelle Leben und die Karrieren europäischer Mathematikerinnen und wurde von der Potsdamer Mathematik- Professorin Sylvie Paycha kuratiert. 


• Während des Kongresses wird im TU-Hauptgebäude die Wanderausstellung IMAGINARY zu sehen sein. Durch Visualisierungen und interaktive Installationen wird eine Virtuelle Realität kreiert, die verschiedene Aspekte moderner Mathematik auf eindrucksvolle Weise veranschaulicht. Mit Views in 3-Manifold bieten Mathematiker und Künstler ihre ganz eigenen Blicke auf dreidimensionale Räume. 


Organisatoren des Kongresses sind die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV), die Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM), das Forschungszentrum MATHEON, das Einstein Zentrum ECMath und die Berlin Mathematical School (BMS).

Das vollständige Programm sowie detaillierte Angaben zu Ort und Zeit der Veranstaltungen und weitere Informationen finden sie unter www.7ecm.de.

Zur Eröffnungsfeier am 18. Juli, 10 Uhr im Audimax der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin sind Journalistinnen und Journalisten ebenso eingeladen wie zu allen anderen Vorträgen und Veranstaltungen.

Wir bitten um Akkreditierung unter press@7ecm.de.
 Für die Organisation von Interview-Terminen und für Fragen rund um die Veranstaltung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Uta Deffke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit MATHEON, Tel.: +49 (0)30 314-28232 Email: deffke@math.tu-berlin.de

Weitere Informationen:

http://www.7ecm.de/
http://www.matheon.de

Rudolf Kellermann MATHEON | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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