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Der Mythos vom roten Schnee

27.08.2007
DER MYTHOS VOM ROTEN SCHNEE
8. Alexander-von-Humboldt-Tag
Freitag, 14. September 2007, 15 - 18 Uhr
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Seit die Mannschaft um den englischen Polarforscher John Ross 1819 in der Baffins Bay (Arktis) ausgedehnte Gebiete roten Schnees entdeckte und eine beeindruckende Beschreibung veröffentlichte, beschäftigte dieses Phänomen nicht nur die interessierte Öffentlichkeit, sondern auch viele bekannte Chemiker, Naturforscher und Astronomen des 19. Jahrhunderts. Auch alte Beobachtungen wurden plötzlich wieder beachtet und neu bewertet. Was ist es? Ist es organisch oder anorganisch? Wenn es organisch ist, handelt es sich um eine Alge oder einen Pilz? Wo kommt es her? Entsteht es auf der Erde oder kommt es mit Meteoriten aus dem Weltall? Inwieweit ist es verknüpft mit anderen Erscheinungen wie zum Beispiel roten Stäuben?

Die Diskussion dieser Fragen führte u. a. zu Verständigungen über die Einordnung von Organismen. Auch ästhetisches und theologisches Interesse flossen ein. Nees von Esenbeck, Präsident der Leopoldina, nannte die Klärung dieser Fragen gar eine der wichtigsten Aufgaben, die sich die naturwissenschaftliche Forschung in seiner Zeit stellen könnte. Heute ist bekannt, dass es sich meist um eine Schneealge handelt, die ein wichtiges Untersuchungsobjekt der Extremophilen-forscher und Biotechnologen ist.

Auf der Tagung am 14. 9. 2007 werden Beiträge vorgestellt, die die Spurensuche in der Ver-gangenheit mit Aspekten moderner Forschung verknüpfen.

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»Schneealge

Begrüßung durch Akademiepräsident Günter Stock

Petra Werner
Kreative Grenzgänger und Schneeblüten. Die Erforschung des roten Schnees
Anne Jobst
Spuren von rotem Schnee im Briefwechsel zwischen Alexander von Humboldt und Christian Gottfried Ehrenberg
Thomas Leya
Vom Mythos Blutschnee zur Schneealge in der Biotechnologie
David Lazarus
Zur Bedeutung der Sammlung Christian Gottfried Ehrenbergs für die moderne Forschung

Wir bitten um Anmeldung bis zum 12. September 2007 unter Tel. 030/20370-529, E-Mail: senne@bbaw.de oder per Fax (030/20 370 622).

Rezensionsexemplare des Bandes Petra Werner, Roter Schnee oder Die Suche nach dem färbenden Prinzip, Schriftenreihe der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle, herausgegeben von der Berlin-Brandenbur-gischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2007, 190 Seiten, ISBN 978-3-05-004432-3, erhalten Sie über den Akademieverlag, Sybille Hoffmann, hoffmann@akademie-verlag.de, Tel. 030/422006-20

Gisela Lerch | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbaw.de

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