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Demographischer Wandel - Herausforderungen für eine nachhaltige Versorgung

26.06.2007
Die Nachwuchsforschungsgruppe "demographic trends, needs & supply systems (demons)" lädt am 6. Juli 2007 zum Symposium "Demographischer Wandel - Herausforderungen für eine nachhaltige Versorgung" nach Frankfurt am Main.

Ausgewiesene Experten aus der Bevölkerungsforschung, wie Dr. Reiner Klingholz und Prof. Dr. Wolfgang Lutz, beleuchten sowohl die globale Bevölkerungsent-wicklung als auch regionale demographische Umbrüche in ihrer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung.

Demographische Entwicklungen und ihre möglichen Folgen gewinnen für Politik, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Am vergangenen Donnerstag stellte die Enquete-Kommission "Demographischer Wandel" des Hessischen Landtags ihren Zwischenbericht vor. Der Obmann der CDU in der Enquete-Kommission, Peter Beuth, forderte anlässlich der Vorstellung des Berichts, sich den Herausforderungen des demographischen Wandels zu stellen und ein Problembewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen. Doch während in den westlichen Industrieländern verstärkt das Problem schrumpfender Gesellschaften diskutiert wird, sind die meisten Entwicklungsländer noch immer mit einem anhaltendem Bevölkerungswachstum konfrontiert. Schätzungen zufolge leben derzeit rund 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde, und jährlich wächst die Weltbevölkerung um ca. 78 Millionen Menschen an.

In einzelnen Weltregionen gestalten sich die Veränderungen der Bevölkerungsgröße, Geburtenraten, Lebenserwartung und Migrationsprozesse sehr unterschiedlich. Wo, wann und wie viele Menschen leben, betrifft in herausragender Weise Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. Verstärkt in den Blick rückt damit die Aufgabe einer ausreichenden Versorgung der Menschen mit lebensnotwendigen Gütern wie Wasser und Nahrung, die sozial gerecht und ökologisch verträglich ist. Regional wie international gilt es dabei, einer Reihe von Herausforderungen zu begegnen: Wie müssen Versorgungssysteme beschaffen sein, um adäquat auf demographische Veränderungen reagieren zu können? Welche Bedeutung kommt dabei der Anzahl der Menschen zu, der Verteilung und Struktur einer Bevölkerung sowie deren Bedürfnissen, Lebensstilen und Konsumverhalten?

Diesen Fragen widmet sich das Symposium "Demographischer Wandel - Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung" am 6. Juli 2007. Es bildet den Abschluss der mehrjährigen Forschungsarbeit der Nachwuchsforschungsprojektes demons, das die Wirkungszusammenhänge zwischen unterschiedlichen demographischen Prozessen und Transformationen der Wasser- und Nahrungsversorgung untersucht hat. Vor diesem Hintergrund beleuchten ausgewiesene Experten aus der Bevölkerungsforschung sowohl die globale Bevölkerungsentwicklung als auch regionale demographische Umbrüche in ihrer Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung.

Prof. Dr. Wolfgang Lutz vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) Laxenburg, Österreich, betrachtet in seinem Vortrag die globale Bevölkerungsdynamik und nachhaltige Entwicklung.

Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, beschäftigt sich in seinem Beitrag mit ungleichzeitigen Entwicklungen und der regionalen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland.

Das vollständige Programm des Symposiums erhalten Sie unter http://www.isoe.de.

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten: E-Mail: buchsbaum@isoe.de, per Fax: 069-707 69 19-11.

An dem grundlagenorientierten Projekt "demographic trends, needs & supply systems (demons)" sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen natur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen beteiligt (Biologie, Geographie, Ökonomie, Soziologie, Politologie). Sie analysieren gemeinsam die Bedeutung demographischer Veränderungen für krisenhafte Entwicklungen der Wasser- und Nahrungsversorgung. Die empirische Basis bilden Fallstudien in ausgewählten Industrie- und Entwicklungsländern. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" gefördert.

Weiterführende Informationen zum Nachwuchsforschungsprojekt unter:
http://www.demons-project.de
Pressekontakt:
Michaela Kawall
Wissenskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Tel.: 069-707 69 19-30
E-Mail: kawall@isoe.de

Michaela Kawall | idw
Weitere Informationen:
http://www.isoe.de
http://www.demons-project.de

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